EuAW 2018 / Region Braunschweig

Hier folgen in Kürze Informationen – bzw. werden weiter aktuallisiert  – zu den Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima / Region Braunschweig für das Jahr 2018:

Im Folgenden wird hier berichtet über:

  • Schirmherrschaft
  • Tschernobyl und Fukushima –  Zeitzeugen
  • Veranstaltungsplan
  • Trägerkreis Region Braunschweig

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euaw-bs-002   Schirmherrschaft 2018:

Foto LB   Dr. Christoph Meyns

Schirmherr für die Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima / Region Braunschweig 2018 ist Dr. Christoph Meyns, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

„Energiegewinnung ist eine zentrale Aufgabe für Wohlstand und Entwicklung. Die Kernenergie gilt vielen dabei immer noch als vermeintlich sicher und umweltfreundlich.  Weltweit befinden sich 60 Kernkraftwerke in Bau – trotz ungeklärter Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle und trotz der verheerenden Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima.  Mit den „Europäischen Aktionswochen“ machen wir darauf aufmerksam, dass weiterhin viele Menschen unter den Folgen dieser Katastrophen leiden. Wir haben die Verantwortung, diese Menschen nicht zu vergessen und auf ihre Erfahrungen zu hören.“

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euaw-bs-002 Tschernobyl- und Fukushima –  Zeitzeugen

Die Zeitzeugen werden teilweise auch an den Programmen – teils mit Kurzstatements – teilnehmen. Bei Interesse für Schule oder Gruppe bitte bei Paul Koch melden:  paul.koch47(at)gmx.de.

Fukushima- Zeitzeugen:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Riho Taguchi. Ich bin Journalistin, Schriftstellerin und beeidigte Dolmetscherin. Ich wohne seit 1996 in Hannover.

Riho Taguchi mit ihrem 2015 in Japan veröffentlichten Buch „Warum Energiewende in Deutschland vorankommt“.

Riho Taguchi berichtet: „Als die Katastrophe in Fukushima passierte, war ich in Hannover. Meine Eltern und mein Bruder wohnen in der Präfektur Nagano, ca. 300 km von Fukushima entfernt. Ich fand es sehr gefährlich nach der Fukushima-Katastrophe in Japan zu bleiben. Aber weder meine Mutter noch mein Bruder hörten auf mich. Meine Mutter schaut das japanische Fernsehprogramm und meinte, nach den Berichten die sie dort hört und sieht, das alles in Ordnung ist und das man wie bisher weiter in Japan leben kann.

Ich habe einen großen Unterschied in der Wahrnehmung dieser Sache zwischen Japan und Deutschland festgestellt. . 

Es gibt in Japan nur wenige junge Menschen, die sich über AKWs Gedanken machen. Eine davon ist Yurika Abe, 16 Jahre alt. Von ihr werde ich ein Videobotschaft (liegt auch als Text vor) mitbringen.“

Riho Taguchi wird am 9.3. zu einem Schulbesuch / Zeitzeugengespräch und zum Fukushima-Mittagsgebet am 9.3.  um 11:30 h in der Jugendkirche/ Braunschweig sein.

 

IMG_1500   Takashi Kunimoto

Takashi Kunimoto spricht deutsch. Er lebt seit einigen Jahren in Braunschweig. Er ist nach Fukushima in die Heimat seiner Frau gezogen. Da er in Braunschweig lebt ist sein Einsatz in Schulen und Gruppen grundsätzlich im gesamten Zeitraum (9.3. – 26.4.2017) der EuAW / Region Braunschweig (nach Absprache) möglich.

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Tschernobyl-Zeitzeugin:

11   Alena Blatun

Alena Blatun arbeitete 1986 bis 1989 als Ärztin in der verstrahlten Tschernobyl-Region.

  • 1986-1988 im Dorf Ogorodnja Gomelskaja / Landkreis Dobrusch (mit Ihrem Mann, dem Arzt Aleksey Blatun)
  • 1988-1989 Praktikum am Gebietsinfektionskrankenhaus in Gomel

Seit 1990 ist Alena Blatun Stationsleiterin im Infektionskrankenhaus in Minsk. Sie ist verheiratet, hat 2 erwachsene Söhne. Ihr Mann ist Arzt und ein Liquidator der Tschernobyl-Katastrophe.

Weitere Informationen zu Alena Blatun hier: Blatun_01_1
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euaw-bs-001

Veranstaltungsplan

(wird ständig aktualisiert):

 

Freitag  09.03   11:30 h Ort:  Braunschweig, Jugendkirche, Herzogin-Elisabeth-Straße 80a

Ökumenisches Fukushima-Mittagsgebet   –   „Schau hin – Öffne deine Augen“

Ansprache: Schirmherr, Landesbischof Dr. Christoph Meyns

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Das im Folgenden aufgeführte, geplante Benfizkonzert muss wegen unvorherzusehenden Ereignissen verschoben werden.     Neuer Termin (Juni oder September) wird hier bekannt gegeben, sobald die Entscheidung getroffen ist.

Samstag  10.03.  16:00 h     Beatae Mariae Virginis zu Hornburg  / Pfarrhof 3

Benefizkonzert für Tschernobyl- + Fukushima-Kinder

akkordeonorchester Akkordeonorchester Gronau (Leitung: Chr Kunze)

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Sonntag 11.03.   7. Fukushima-Jahrestag  16:00 h   Wolfenbüttel, Stadtmarkt 3-6   – Historischer Rathaussaal / Grußwort von Katrin Rühland (stellv. Bürgermeisterin)

„Kast“  oder  „wie die Glut in den Walt kam“  –  Autoren-Lesung mit Musik, mit kleiner Ausstellung von Schülerzeichnungen zum Thema „Strahlende Welten“ und „ausgestrahhlt-Poster“ zu Fukushima.

Passfoto_2008_DSCF0019 (3)#   Texte von Dr. Rainer Gellermann*

Lesung: Barbara Imfeld und Bodo Walther

Musik: Norina Herglotz und Helen Müller (Klarinetten-Duett)

Gesang: Inge Achilles

Moderation: Dr. Rainer Gellermann / Sozialdiakon i.R. Paul Koch

  • Dr. Rainer Gellermann:  Jahrgang 1951. Physiker. Beruflich im Strahlenschutz tätig. Arbeitsgebiete Radioökologie und Umweltradioaktivität. Bürgerliches Engagement im Umfeld der Asse seit 2011.   Rainer Gellermann im Netz: XING

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Montag 12.03.    19:30 h   Christuskirche Braunschweig /  Am Schwarzen Berge 18

Japan-Deutschland nach Fukushima / Informations- und Diskussionsabend

foto_schreurs Referentin: Prof. Dr. Miranda Schreurs   (u.a. Lehrstuhl für Environmental and Climate Policy / Hochschule für Politik München [HfP])

Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Schreurs liegen auf dem Gebiet der internationalen und vergleichenden Klima-, Energie- und Umweltpolitik. Sie beforscht unter anderem die Energiewende in Japan und Deutschland, die Klimapolitik in Europa, den USA und Asien und setzt sich mit politischen Fragen zur Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen auseinander. 2011 wurde Prof. Schreurs von Kanzlerin Angela Merkel als Mitglied der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung berufen. Sie war Mitglied in dem Sachverständigenrat für Umweltfragen der deutschen Regierung (2008-2016) und ist stellvertretende Vorsitzende des European Environment and Sustainable Development Advisory Councils.

Prof. Schreurs studierte an der Universität von Washington und der Universität von Michigan. Sie war Fulbright Stipendiatin an der Keio Universität in Japan und forschte drei Jahre lang mit einem Stipendium der MacArthur Stiftung an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University. Außerdem arbeitete sie an der Universität von Maryland als Lecturer, Assistant Professor und Tenured Associate Professor. Von 2007 bis 2016 war sie Leiterin des Forschungszentrums für Umweltpolitik und Professorin für vergleichende Politikanalyse an der Freien Universität Berlin.

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Dienstag 13.03.   18:00 h   Wolfenbüttel, Gemeindehaus BMV (Hauptkirche); Michael-Praetorius-Platz 9,

Landschaft als Kraftwerk –

Wie steht es um die Akzeptanz von Windenergie- und Freiflächensolaranlagen?

Noch gelten Fragen zum energiewendebedingten Landschaftswandel als nebensächlich. Das muss sich ändern! Vertreter dreier großer deutscher Wissenschaftsakademien haben sich zum akademieüber-greifenden Projekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) zusammengeschlossen und eine Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Energiewende abgegeben. Sie plädieren dafür, diese zu beschleunigen. Und sie rufen dazu auf, die Herausforderungen, u.a. auch die unausweichlichen Landschaftsveränderungen, besser zu kommunizieren und sich für eine tragfähige Akzeptanz zu engagieren.

Vor diesem Hintergrund lädt der Trägerkreis der „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima – Region Braunschweig “ zum Diskurs ein – am Dienstag, den 13. März 2018, 18.00Uhr, Gemeindehaus der Hauptkirche Wolfenbüttel, Michael-Praetorius-Platz 9, 38300 Wolfenbüttel.

PROGRAMM / Stand 31.01.2018

18.00   Begrüßung: Paul Koch: Projektreferent „Tschernobyl / Fukushima EuAW / BS“

18.05     Grußwort: Landesbischof Dr. Christoph Meyns (Schirmherr EuAW / BS-2018)

18.10     Einführung in das Thema: Dr. Gudrun Beneke , Trägerkreis EuAW / BS

18.15     Moderation: Pastor Rolf Adler, Umweltbeauftragter der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig und der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

18.20   Wer bestimmt und verantwortet die Energielandschaftsentwicklung?

Prof. Dr. Miranda Schreurs,  Hochschule für Politik an der TU München

18.30     Diskussion mit politischen VertreterInnen und BürgerInnen

19.00   Soziales Nachhaltigkeitsbarometer der Energiewende 2017

Daniela Setton, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, IASS Potsdam

19.10     Diskussion mit politischen VertreterInnen und BürgerInnen

19.40     Imbiss

 20.10  Windenergie und Freiflächensolaranlagen im „Bürgergutachten zum Masterplan 100% Klimaschutz im Großraum Braunschweig“

Lisa Krüger, Regionalverband Großraum Braunschweig

20.20     Diskussion mit politischen VertreterInnen und BürgerInnen

20.50   Schlussbetrachtung und Verabschiedung

Mit diskutieren werden Björn Försterling (FDP) MdL, Dunja Kreiser (SPD) MdL, Frank Oesterhelweg (CDU) MdL, Imke Byl (Bündnis 90/Die Grünen) MdL, Stefan Wirtz (AfD) MdL, Victor Perli MdB (angefragt)

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Sonntag  18.03.   10:00 h  St. Thomas, Wolfenbüttel, Jahnstr. 3

Fukushima-Gottesdienst mit Tschernobyl/Fukushima-Ausstellung (ausgestrahlt), Nachgespräch, japanische Musik und Aktion.

Organisation/Konzept:  Diakonin Barbara Imfeld, Diakone Bodo Walther und Paul Koch. Die Moderation hat Pfarrer Andres Riekeberg übernommen.

Kooperationsveranstaltung  EuAW/BS / St. Thomas WF / Arbeitskreis Japan ( Ev.-luth. Landeskirchle Braunschweig)

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Sonntag  18.03.   18:00 h  Remlingen, Am Walde (Vor dem Tor zur Schachtanlage Asse II)

Asse-Andacht

Pfarrerin Kirstin Müller und Team

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Montag  26.03  (urspünglich für 19.03. geplant)    19:00 h Wolfenbüttel, Filmpalast, Lange Straße 5  (Eintritt 5,- €)

 Dokumentarfilm:   

„FURUSATO – WUNDE HEIMAT“   (Eine Filmkooperation mit „ausgestrahlt“)

Die Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima ist eine geteilte Stadt. Ein Teil liegt in der evakuierten 20-Kilometer-Sperrzone um den havarierten Reaktor, im übrigen Teil gilt die Stadt nach der Reaktorkatastrophe von 2011 trotz viel zu hoher Strahlenwerte weiterhin als bewohnbar. Dort leben noch immer knapp 57.000 Menschen.
Warum leben Menschen in einer Gegend, von der sie wissen, dass von ihr eine unsichtbare tödliche Gefahr ausgeht? Dieser Frage spürt Thorsten Trimpop in seinem preisgekrönten Dokumentarfilm FURUSATO – WUNDE HEIMAT nach.  „Wie eine der bedeutendsten Industrienationen der Welt mit der Reaktorkatastrophe von Fukushima umgeht, bis heute überfordert ist, weiterhin tagtäglich versagt, wie Überlebende ihre Heimat nicht verlassen wollen oder können, mit absehbaren Folgen für die eigene
Gesundheit und die nachfolgender Generationen, wie diese Menschen – ob jung, ob alt – vertröstet, belogen, im Stich gelassen werden (…) – das alles erzählt dieser mutige Dokumentarfilm auf intensive Art und Weise, mit Bildern, die noch lange im Kopf bleiben.“

Zum Trailer: https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/filmkooperation-furusato/

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Sonntag 15.04.     St. Martini / Braunschweig,  An der Martinikirche

Benefizkonzert für Tschernobyl- + Fukushima-Kinder

KissSingers aus Kissenbrück

Der Chor „Kisssingers“ besteht seit dem Jahr 2002, wird von Frau Olga Jesske geleitet und hat ca. 37 Mitglieder. Die Kisssingers verstehen sich nicht nur als reiner Gospelchor, sondern bieten ein recht abwechslungsreiches Repertoire (Gospel, Klassik, Rock und Pop), welches bislang auch bei einzelnen Auftritten in der Region gehört werden konnte.

Nicht zuletzt die begleitenden Musikinstrumente wie Gitarre, Saxophon  und Djembe (afrikanische Trommel) tragen zur Vielseitigkeit des Chores und seines Programms bei.

Die Übungsabende finden (z.Zt. noch außerhalb der Ferienzeiten) dienstags um 20.00 Uhr (bis ca. 21.30 Uhr) im Gemeindehaus in Kissenbrück statt. Jede und jeder, die / der Spaß am Singen hat, ist herzlich willkommen.

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21.04.   16:00 h   Wolfenbüttel, Stadtmarkt 3-6   – Historischer Rathaussaal

Interviews mit – und Geschichten von – Tschernobyl-Kindern – Autoren-Lesung mit Musik

ich   Texte von Heike Sabel*

Aus Kindern werden Leute

Die Kinder von Tschernobyl – wie haben sie das Damals erlebt, was machen sie heute, welche Wünsche haben sie für das Morgen. Die Geschichten der Kinder, aus denen Erwachsene wurden und noch werden wollen, erzählen vom Leben mit und nach Tschernobyl in Belarus. Gespräche mit jungen Leuten, Berichte über Kinder in den Dörfern unweit der Zone und in den großen Städten zeichnen ein Bild des Landes über Jahre.

Lesung: Heike Sabel und Ralf Kleefeld

Musik: Norina Herglotz und Helen Müller (Klarinetten-Duett)

  • Heike Sabel: Redakteurin bei einer Tageszeitung  und Vereinsvorsitzende in Pirna / Sachsen

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Mittwoch 25.04.  19:30 h  Trinitatskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt

„Skat mit Asse“oder „Ein Spiel mit der Geschichte eines strahlenden Problems“ Autoren-Lesung mit Musik und Diskussion

Passfoto_2008_DSCF0019 (3)#Texte von Dr. Rainer Gellermann

Lesung: Christine Walther und Ralf Kleefeld

Gesang: Inge Achilles

Musik:  Kuno Galther

anschließend (ca. 21:00 h)  Europaweite Kerzenaktion

mit Statement zur Umweltüberwachung und Gesundheitsmonitoring rund um die Asse WAAG – Eleonore Bischoff

Moderation: Pastor Stefan Lauer, Diakon Paul Koch und Team

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Mittwoch 25.04.  21:00 h   Ev.-luth. Marktkirche St. Cosmas und Damian in Goslar, Markt 1

Europaweite Kerzenaktion

Pfarrerin Kirstin Müller und Team

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Donnerstag 26.04.  11:55 h   Wiese vor dem Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter-Lebenstedt, Willy-Brandt-Straße 5

Andacht am Lutherbaum

Pfarrer Rolf Adler (Umweltbeauftragter), Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrerin Ann-Kathrin Rieken, Diakon Paul Koch und Team.

 

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euaw-bs-001Trägerkreis Region Braunschweig

Informationen zum Trägerkreis hier:

Trägerkreis EuAW – Selbstverständnis – Flyer 3 spaltig 08.12.2017

Im 6. Jahr der Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima in der Regiom Braunschweig sind einzelne Veranstaltungen durchaus noch ökumenisch organisiert und durchgeführt, aber im Trägerkreis ist keine Vertretung vom Bistum Hildesheim (durch die vakante Stelle des Umweltbeauftragten im Bistum Hildesheim [ab 1.1.2018])

Pressegespräch Trägerkreis und Schirmherr am 07.02.2018 im Landeskirchenamt Wolfenbüttel.

P1000237 (2)   IMG-0224 07.02.2018

Foto: Bodo Walter                                                             Foto Karl-Ernst Hueske, Wolfenbütteler Zeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

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Teilnahme am Kulturvermittlungspreis 2017 / Stadt Wolfenbüttel

Der Preis für Kulturvermittlung der Stadt Wolfenbüttel wird 2017 zum zweiten Mal vergeben und prämiert herausragende, regionale Angebote der Kulturvermittlung oder Kulturellen Bildung. Die Europpäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima / Region Braunschweig ist mit 3 Projekten dabei. Erstmalig gibt es einen Publikumspreis – also bitte, unterstützt uns mit einem unserer Projekte:
https://www.wolfenbuettel.de/…/Kult…/Kulturvermittlungspreis

https://www.wolfenbuettel.de/Stadtleben/Kultur/Kulturvermittlungspreis

Publikumspreis 001

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Rückblick EuAW 2017/BS

Derzeit nicht verfügbar.

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EuAW 2017 / Region Braunschweig

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Bei den vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (www.ibb-d.de) initiierten und unterstützten europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ fanden 2016 über 400 Veranstaltungen in 220 Städten und 13 Ländern statt.    *    2017 gehen die Europäischen Aktionswochen in die 6. Runde.    *   Die Region Braunschweig ist das 5. Mal mit dabei.    *     Im Folgenden die Planung für 2017 in der Region Braunschweig.  (wird ständig aktuallisert) 

Vom 10.3. bis 07.5. finden die diesjährigen „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ / Region Braunschweig statt. Schwerpunktmäßig wird in der genannten Zeit eine Ausstellung in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel  mit entsprechendem Rahmenprogramm zu sehen sein. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen, die sowohl in das offizielle Programm mit eingeplant werden, aber auch  (kostenlos) für Berichte und Gespräche in Schulen und Gruppen gebucht werden können. Darüber hinaus gibt es weitere interessante Veranstaltungen zu den Themen „Gedenken an Tschernobyl und Fukushima“ und „Ernuerebnare Energie/ Energiewende“.  Ansprechpartner Paul Koch: paul.koch47@gmx.de.

Im Folgenden wird hier berichtet über:

  • Tschernobyl und Fukushima –  Zeitzeugen
  • Schirmherrschaft
  • Veranstaltungsplan (wird weiter aktualisiert)
  • Die Ausstellung (en)
  • Trägerkreis Region Braunschweig
  • Kooperationspartner (folgt)

euaw-bs-002   Tschernobyl und Fukushima –  Zeitzeugen

Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto  jum_7878-takashi-kunimoto

Takashi Kunimoto spricht deutsch. Er lebt seit einigen Jahren in Braunschweig. Er ist nach Fukushima in die Heimat seiner Frau gezogen. Da er in Braunschweig lebt ist sein Einsatz in Schulen und Gruppen grundsätzlich im gesamten Zeitraum (10.3. – 28.4.2017) der EuAW / Region Braunschweig (nach Absprache) möglich.

Informationen zu Takashi Kunimoto hier:  (folgt)

Fukushima-Zeitzeugin Shinobu Katsuragi  dsc05402

Shinobu Katsuragi spricht deutsch. Sie lebt seit einigen Jahren in Mühlheim/Ruhr. Sie ist nach Fukushima nach Deutschland umgesiedelt. Sie wird zum Auftakt der EuAW 2017 / BS am 10. und 11. März in unserer Region sein. Einsatzmöglichkeiten außerhalb des Programmes sind nur sehr eingeschränkt möglich.

Informationen zu Shinobu Katsuragi hier:  https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2016/11/27/die-gegenwart-in-tschernobyl-ist-die-zukunft-von-fukushima/

http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/vhs-dozentin-erinnert-muelheimer-an-fukushima-id9837379.html

Wenn die Links nicht direkt funktionieren, dann bitte den Link kopieren und ins Adressefeld eingeben.

Tschernobyl –  Zeitzeugen   

Klaudzija und Adam Varanets  01

Adam und Klaudziya Varanets  sprechen russisch und werden von der Übersetzerin Svetlana Margolina begleitet.  Adam und Klaudziya Varanets wohnten 25 km vom Reaktor entfernt. Sie arbeiteten als Lehrer/Lehrerin und mussten von Mai bis September 1986 ihr Dorf (die Schule) dekontaminieren. Im September wurden sie – nach dem gescheiterten Versuch der  Dekontamination – umgesiedelt.  Adam und Klaudziya Varanets stehen vom 24. bis 30. April 2017  für Vortrage, Bericjhte, Gespräche zur Verfügung

Informationen zu Adam und Klaudziya Varanets  hier: https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2017/01/04/keine-geraeusche/

Wenn der Link nicht direkt funktionieren, dann bitte den Link kopieren und ins Adressefeld eingeben.

euaw-bs-002  Schirmherrschaft

111185   Schirmherr für die Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima / Region Braunschweig 2017 ist Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Mit der Erinnerung an die Folgen der Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima wirken wir dem Vergessen des unendlichen gesundheitlichen Leides der vom radioaktiven Fallout betroffen Menschen entgegen. Gleichzeitig sind wir durch die unübersehbaren Folgen der atomaren Kontamination zu aktiver Hilfeleistung aufgefordert. Daher ist es mir eine Herzensangelegenheit, die Schirmherrschaft der Aktionswoche 2017 für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima zu übernehmen.

Tschernobyl und Fukushima sind Sinnbilder für den Schrecken nuklearer Katastrophen.

Diese Orte haben die bedingungslose Technikgläubigkeit der Menschheit zutiefst erschüttert. Weite Gebiete in der Republik Belarus, der Ukraine und in Japan sind durch den radioaktiven Fallout kontaminiert und vielleicht dauerhaft unbewohnbar geworden. Der Verlust der Heimat und unabsehbare gesundheitliche Folgen haben unendliches Leid über die dort lebenden Menschen gebracht.

Tschernobyl und Fukushima sind Mahnmale für den Zusammenhalt der Menschheit und die Notwendigkeit dort zu helfen, wo unsere Hilfe gebraucht wird.

euaw-bs-002  Veranstaltungsplan (wird ständig aktualisiert)

Im Mittelpunkt unserer Planung für 2017 ist eine dreiteilige Ausstellungen in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel.

ausstellungs-logo-001

(Informationen zu den Ausstellungen weiter unter im sep. Absatz).

Im Folgenden (chronologisch) das Gesamtprogramm (inklusive Rahmenprogramm zu den Ausstellungen)  der Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima in der Region Braunschweig.

Freitag 10.März, 12:00 h; Jugendkirche, Braunschweig Herzogin-Elisabeth-Straße 80A

„Neuer Himmel – Neue Erde“ (Offb 21,1-5)     Mittagsgebet zum Fukushima-Jahrestag u.a. mit Fukushima-Zeitzeugin Shinobu Katsuragi

Freitag 10.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Ausstellungseröffnung

  • „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“
  • „Das Kreuz von Asse und Konrad“
  • „Entdeckung der Radioaktivität“

Begrüßung: Pfarrer Stefan Lauer / Diakon i.R. Paul Koch

Kurzstatement: Shinobu Katsuragi (Fukushima-Zeitzeugin)

Grußwort(e):

  • Dieter Schultz-Seitz, Propst
  • Schirmherr Jörg Röhmann (Staatsekretär)

Kurz-Statement „Kreuz“:  Rolf Adler, Pfarrer, Umweltbeauftragter der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig

Einführung in die Ausstellungen

  • „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“: Dr. Benno Dalhoff, BUND; Soest / NRW
  • „Das Kreuz von Asse und Konrad“: Jürgen Selke-Witze (Pastoralreferent/ Umweltbeauftragter im Bistum Hildesheim).
  • „Entdeckung der Radioaktivität“: Rudolf Fricke, Lehrer i.R./Historiker

Hinweise zum Ausstellungs-Rahmen-Programm und zum Gesamtprogramm der EuAW/BS 2017: SozialdDiakon i.R. Paul Koch

Musik:   Alla und Gennady Vinogradskij;  Akkordeon und Domra

Montag, 13. März, 17:00 h; Filmpalast (Kino) Wolfenbüttel, Lange Straße 5

„Kanon der kleinen Stimmen“ Film über Tschernobyl- und Fukushima-Kinder (von  Hiotimi Kamanaka). In Kooperation mit „Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur“ (reka) und Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V.  DVD von „Kanon der kleinen Stimmen“ kann dann für 25,00 € erstanden werden. Vor dem Film wird unser Fukushima-Zeitzeuge Takashi  Kunimoto in die Thematik einführen.

Eintrttspreis: 5,- €

Mittwoch 15.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

Geschichten über Tschernobyl und Fukushima

„Der Erlöser von Tschernobyl“ aus „Mein russisches Abenteuer“ (Jens Mühling)

„Fukushimaer unerwünscht“  von  Ruru HONMA, Onagawa Mittelschule 3. Jahr; Preisträgerin/ Nationaler Aufsatzwetbewerb von Mittelschüler(innen) über die Menschenrechte. Preis des Leiters der Abteilung für den Schutz der Menschenrechte (Justizministerium)         全国中学生人権作文コンテスト ・ 入賞作品紹介「福島県民お断り」
■法務省人権擁護局長賞 「福島県民お断り」女川中3年 門馬瑠々さん

_MG_9818Leserin: Pfarrerin Kirstin Müller

niklas-wohlt  Musik: Niklas Wohlt spielt: Solo Piano – Smooth Jazz; Ruhige Ballade, Improvisationen & Jazzstandards

Sonntag 19.März, 18:00 h; Vor dem Tor von Asse II, Remlingen, Am Walde 1,

img_3408  Asse-Andacht

Donnerstag 23.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Schreibwerkstatt „Erzähl mir von Tschernobyl – Erzähl mir von Fukushima“   mit Pfarrerin Kirstin Müller.

Samstag 25.März, 16:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

„Geistliche und weltliche Musik“

Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima, mit dem Akkordeonorchester der Georg-Sauerwein-Realschule Gronau; Leitung Christiane Kunze.

akkordeonorchester

benefizkonzert-2017

Donnerstag 30.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Vortrag:   „Experimente – Entdeckungen – Folgerungen“.

Frühe Radioaktivitätsforschung in Wolfenbüttel/Braunschweig.

elstergeitel-im-lab  g-im-privatlabor   messinstrument

Rudolf Fricke, Lehrer i.R./ Historiker.

Freitag 31.März, 19:00 h; Dorfgemeinschaftshaus Winnigstedt, Roklumer Straße 2;

Vortrag mit Diskussion:

Energielandschaft Ostbraunschweigisches Hügelland im Werden – Gestaltungsansätze zur Windnutzung in und um Winnigstedt

In der vom Zweckverband Großraum Braunschweig herausgegeben Studie „Stadt-Landschaft 2030 – Beiträge zu STADT + UM + LAND Region Braunschweig“ würdigt der Stadtplaner und Architekt Prof. Walter Ackers eindringlich die landschaftlichen Qualitäten des Ostbraunschweigischen Hügellandes. Dieser sanft bewegte, durch Elm und Asse gegliederte Landschaftsraum bildet eine abgegrenzte räumliche Einheit. Es zeichnet sich durch ein wellenartiges Relief mit abwechslungsreichen Raumbildungen aus. Dabei bieten sich viele Hochpunkte mit beeindruckende Ausblicken in das Urstromtal des Großen Bruchs sowie über die Höhenzüge Huy und Großer Fallstein hinweg auf den Harz. Ackers plädiert dafür, diese Qualitäten mit einer sorgfältigen  Standortkonzeption für Windenergieanlagen herauszuarbeiten. Der von der Ev. Akademie Braunschweig initiierte Arbeitskreis Ästhetische Energielandschaften nimmt  diese Herausforderung an und will dazu mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und ihren politischen Vertretungen ins Gespräch kommen. Er stellt am 00.00.2017 im Dorfgemeinschaftshaus Winnigstedt eine Vorstudie zur Weiterentwicklung der Windkraftnutzung zwischen Uehrde, Barnstorf, Gevensleben, Winnigstedt und Roklum zur Diskussion. Aufbauend auf eine Analyse des Ist-Zustandes werden Entwürfe unterbreitet, die in einer ersten landschaftsarchitektonischen Annäherung aufzeigen, wie sich die dortige Windnutzung mit dem umgebenden Raumgefüge verbinden ließe. Ergänzend wird der Vorschlag  für einen Verfahrensbaustein skizziert, der Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, sich frühzeitig mit den räumlichen Implikationen des Regionalisierten Flächenansatzes zum Ausbau der Windenergie zu befassen und sich konstruktiv gestaltend in das nächste ZGB-Verfahren einzubringen. Die Niedersächsische Landesregierung will mit einem Erneuerbare-Energie-Mix, der zu 30% aus Windkraft besteht, den Grundstein für die Umsetzung der Energiewende legen. Folgt man dem Nds. Windenergieerlass, werden dafür – unter der Annahme von zukünftig bis auf 200m steigende Nabenhöhen – 1,4% der Landesfläche benötigt, wobei die einzelnen Gegenden Niedersachsens höchst unterschiedlich gefordert sind. Während z.B. die Grafschaft Bentheim oder der Landkreis Oldenburg dafür 0,8% ihrer Fläche beisteuern müssen, ist der Zweckverband Großraum Braunschweig gefordert, dafür 2,1%  auszuweisen. Er arbeitet derzeit darauf hin, 1,4% seiner Gesamtfläche für die Windstromgewinnung zu sichern. Betrachtet man den Ist-Zustand zusammen mit Begründungen für die laufenden Erweiterungsvorhaben im Bereich des Ostbraunschweigischen Hügellandes ist festzustellten,  dass das Umfeld von Asse und  Heeseberg zu einem Schwerpunkt der Windkraftgewinnung im ZGB entwickelt wird.

Leitung: Dr. Gudrun Beneke + Dr. Wilfried Theilemann;  mit Schirmherr Jörg Röhmann, Samtgemeindebürgermeisterin Regina Bollmeier und Michael Wachsmann, Bürgermeister / Winnigstedt.

Donnerstag 06. April , 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

„Der Griff nach dem Atom“ aus: „Die Zukunft hat schon begonnen“ (Robert Jungk).    Mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlags.

DSCF0031 Leser: Ralf Kleefeld;

20170403_134716Musik: Andreas von Einem; Improvisationen zu Ant-AKW-Liedern

Donnerstag 20.April, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

Autoren-Lesung mit Musik: „Wsjo budjet horocho“ (alles ist gut).   

ichAutorin/Leserin: Heike Sabel, Pirna;

streich-drio-galterMusikalische Unterstützung  mit Violine,  Cello   und  Klavier, Kammermusik-Ensemble  (Fam. Galter)

Dienstag 25.April, 20:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Vorabend des  31. Tschernobyl-Jahrestag mit Zeitzeugenberichte und Kerzenaktion

EuAW 001

jum_7878-takashi-kunimoto Takashi Kunimoto / Fukushima

01Adam und Klaudia Varanets Tschernobyl  (Übersetzerin: Svetlana Margolina)

Pfarrer Stefan Lauer/ Diakon i.R. Paul Koch;

Dienstag 25.April, 21:00 h; Marktkirche, Goslar, Markt 1

Kerzenaktion am Vorabend des Tschernobyl-Jahrestag´s,  Pfarrerin Kirstin Müller

Mittwoch 26.April, 11:00 – 16:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Sonderpostamt zum Tschernobyl-Jahrestag.

Spezielle „Tschernobyl- und Fukushima-Briefmarken“ und Sonderstempel erhältlich.

IMG_20170222_Tschernobyl-Fukushima 70er EuAW-BS     „Individuelle Tschernobyl/Fukushima-Briefmarke“: Idee: Dr. Benno Dalhoff; Gestaltung: Wilfried Lerchstein.

stempel     umschlag„Sonderstempel und Schmuck-Briefumschlag“: Entwurf: Dr. Benno Dalhoff;  Grafische Realisierung: Martin Ellerkmann

Schmuckumschlag 001 Schmuck-Briefumschlag mit Briefmarke und Sonderstempel.  Set am Aktionstag: 3,- €

Mittwoch 26.April; 11:55 h; Salzgitter-Lebenstedt,Willy-Brandt-Str./ Konrad-Adenauer Str.

„Der Glaube ist der Anfang aller guten Werke“   (Martin Luther, 10.11.1483 – 18.02.1546)

Lutherbaum 001

Andacht am Lutherbaum.

Foto LB  Predigt: Landesbischof Dr. Christoph Meyns.

Mit

jum_7878-takashi-kunimoto  Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto,

01  Tschernobyl-Zeitzeugen Adam und Klaudzija Varanets

IMG_7076Dolmetscherin: Svetlana Margolina). Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrer Rolf Adler (Umweltbeauftragter , Landeskirche Braunschweig), Pfarrer Dirk Westphal, Sozialdiakon i.R. Paul Koch mit Team.  Mit Enthüllung der neuen Stele „Lutherbaum“ durch Landesbischof Dr. Meyns und Oberbürgermeister Klingebiel. 

Stele Lutherbaum 001  Stele 001

Die Hinweis-Stele zum Lutherbaum wird kurz vor der Aktion in Baumnähe angebracht un im Laufe der Andacht von Landesbischof Dr. Meyns und Oberbürgermeister Klingebiel enthüllt.

Mittwoch 26.April, 19:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreu

Aus: „Tschernobyl –  Chronik der Zukunft“  (Svetlana Alexijewitsch).

DSCF0031Leser: Ralf Kleefeld;

mit Einspielung weißrussischer Folklore

Donnerstag 27. April bis Samstag 29. April; Konferenz-Center im BZV Medienhaus, Hintern Brüdern 23, 38100 Braunschweig

(Genauer Ablaufplan folgt. Derzeitiger Planungsstand abrufbar: 0531-88538803)

Vorträge, Workshops, Rahmenprogramm  * Gründung einer Bürger-Gesellschaft

Wohnen ohne Nebenkosten in netter Nachbarschaft, gemeinschaftlich, klimafreundlich, nachhaltig, bezahlbar

wohnen 001

Wohnen 002

REKA_Seminar April 2017_mail

In Kooperation mit dem gemeinnützigen Bürgerverein Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e.V. (reka). Anmeldung und aktuelle Infos unter http://www.r-eka.de und 0531-88538803

Freitag 28.April, 19:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

EuAW 002

Podiums-Diskussion zum Abschluss der Ausstellungen:

„Entdeckung und Wirkung der Radioaktivität“

Begrüßung:  Pfarrer Stefan Lauer / Diakon i.R. Paul Koch

Kurz-Statement: Tschernobyl-Zeitzeugen Adam und Klaudia Varanets (Dolmetscherin: Svetlana Margolina).

Eingangsreferat:

Passfoto_2008_DSCF0019 (3)#Dr. Rainer Gellermann.    Rainer Gellermann ist Physiker. Er begann seine berufliche Tätigkeit in der Hydrogeologie, arbeitete später im Bereich Umweltschutz und ist inzwischen vor allem im  Strahlenschutz mit dem Schwerpunkt Radioökologie aktiv. Nebenberuflich befasst es sich mit den gesellschaftlichen Fragen seines Fachgebietes sowie der Endlagerung, auch im Zusammenhang mit der Asse. Er war von 2008 bis 2016 Mitglied der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK).

Der Strahlung kann man nicht ausweichen. Wenn man ihr begegnet, sollte man aber beide Augen offen halten.

Podium:

Fricke_02Rudolf Fricke,  Wolfenbüttel  (Lehrer i. R. / Historiker)

Forschungen zum Naturphänomen Radioaktivität und in der Folge damit beispiels-weise möglich gewordene Erkenntniszuwächse zu Strukturen der Materie oder technische, medizinische Nutzungen sind bis in die 1960er-Jahre von Euphorie getragen gewesen. Diese hat sich dann nicht etwa relativiert, sondern ist in eine regelrechte Radiophobie umgeschlagen. In dieser Umstimmung sind Trennschärfen bei der Betrachtung von Strahlen-expositionen und Risiken durch natürliche terrestrische und extraterrestrische Strahlung, durch Atomwaffenversuche, Kraftwerksunfälle, Radionuklide verarbeitende Betriebe und so weiter verloren gegangen. Man gewinnt aus Mahn und Informationsveranstaltungen gelegentlich den Eindruck, als sei die ionisierende Strahlung der Radioaktivität die Bedrohung für die Menschheit schlechthin. Bei dieser Stimmungslage wird es nicht möglich sein, Lösungs-bemühungen für Problemfälle zu einem breit akzeptierten Konsens zu führen.

Eisenberg W Neue Westfälische 120213-2039-hf1Dr. Winfrid Eisenberg,  Herford  (Kinderarzt i.R. /  IPPNW)

Je jünger ein Kind ist, desto schneller wächst es. Der Embryo, das Kind in den ersten Schwangerschaftswochen, wächst am schnellsten. Wachsen geschieht durch hohe Zellteilungsfrequenz. Zellen in den Teilungsphasen sind durch ionisierende Strahlen und Gifte jeder Art viel stärker gefährdet als ruhende Zellen. Das ist der Hauptgrund für die besondere Strahlensensibilität der Kinder. Für  Embryos bedeutet schon eine minimale Strahlenbelastung ein großes Risiko. 

2016-03-14 15.37.07Dr. Benno Dalhoff; Soest / NRW (BUND; Autor/Produzent  der Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“)

Der Strich der Natur ist zerbrochen!  Die Natur hat auf Grund der Erbinformation für jedes Lebewesen ein klar und eindeutig vorgegebenes Programm, das einen Organismus mit all seinen Charakteristika bestimmt. Es ist, als würde die Natur wie ein Künstler ein Lebewesen mit klarem Strich zeichnen. Treten allerdings Unregelmäßigkeiten im genetischen Programm auf, so kann der klare Strich der Natur außer Kontrolle geraten oder aber völlig zerbrechen mit z.T. fürchterlichen Konsequenzen für den betroffenen Organismus. Und genau diese Situation versuche ich in meinen Arbeiten darzustellen; denn als Naturschützer habe ich immer wieder feststellen müssen, dass alleinige Information in den Medien nur eine geringe Halbwertszeit besitzt, und man schnell wieder zur Tagesordnung übergeht. In meinen Bildern und Objekten richte ich daher den Fokus bewusst auf scheinbar unbedeutende Details, wie z.B. die strahlungsbedingte Veränderung (Mutation) eines Eichenblattes oder eines Schmetterlingsflügels. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass diese Veränderungen stellvertretend für die Zerbrechlichkeit allen Lebens auf der Erde stehen, und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres Planeten für uns und für kommende Generationen eine Überlebensaufgabe ist.                

Menge IMG_7950Jürgen Menge, Herzberg (Physiklehrer i.R. / Verein für Umweltschutz Herzberg e.V.)

Meine Erfahrung mit Tschernobyl: „Durch die Katastrophe von Tschernobyl ist meine Verantwortung für unsere Umwelt und die Zukunft meiner Kinder gewachsen. Jeder von uns sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten diese Verantwortung wahrnehmen.  Viele kleine Veränderungen können Großes bewirken.“

Portrait Michael Fuder Moderator: Michael Fuder

Musik: Chor Nadeshda

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Der Chor besteht seit 11 Jahren. Die Mitglieder sind Spätaussiedler aus Russland, Kasachstan und der Ukraine. Sie singen Volkslieder aus ihren Herkunftsländern. Ihre Kleidung haben sie selber entworfen und genäht.

 

Sonntag 07. Mai, 17:00 h;  Rathaus-Saal, Wolfenbüttel, Stadtmarkt 3-6 (angefragt)

asse-konzerte    Eröffnung der Asse-Konzerte 2017
„Und es ist das ewig Eine“ – Oper & Lyrik

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Hans Gröning (Bariton),                                        Byron Knutson (Klavier),  Anna Stieblich (Texte)

Weitere Infos unter: www.asse-konzerte.de

Eintritt frei, Spenden für Anti-Atom-Initiativen

euaw-bs-002  Die Ausstellung (en)

„Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima – Der Strich der Natur ist zerbrochen“

(Die Ausstellung will darauf hinweisen, dass wir niemals eine Technik verwenden dürfen, die wir nicht beherrschen. Schaut man sich die Bilder mit den menschlichen Tragödien aus Tschernobyl und Fukushima an, so wird mehr als deutlich, dass wir nur Technik nach menschlichem Maß verwenden dürfen.)

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„Das Kreuz von Asse und Konrad“

Die Ausstellung zeigt das Originalkreuz der Asse-Andachten und die Originalkreuze der Kontrad-Gottesdienste. Dazu eine Dokumentation über die kirchliche Arbeit im Zusammenhang mit der Asse – und der Konrad-Problematik.

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(Informationen über die Probleme mit der Asse II und Schacht Konrad aus Sicht der Bürgerinitiativen von AufpASSEn e.V. [Asse II-Roll-Up-Ausstellung]  und AG-Schacht Konrad [Info-Tafel])

„Entdeckung der Radioaktivität“

Die  Ausstellung weist auf Elster und Geitel hin, die als Wolfenbütteler Wissenschaftler (1854– 1923) maßgeblich an der Entdeckung der Radioaktivität beteiligt waren und mit anderen am Thema arbeitenden Wissenschaftlern welt weit kommunizierten.

elstergeitel-im-lab   g-im-privatlabor

euaw-bs-002   Trägerkreis Region Braunschweig

tragerkreis-001

Der ökumenische Trägerkreis (Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und
Institutionen / Gremien / Arbeitsbereichen der
Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig,
nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“
Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare
Energie/ Windkraft und Landschaft“; Umweltbeauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde.) beteiligt sich seit 2013 an den vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig.
Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und
Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische
Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region stärker auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen.
Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit (am Vorabend des Tschernobyl-Jahrestages [25.4.]) alle an den Aktionswochen aktiv beteiligte eine Kerzenaktion (europaweit) durchführen.
Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammenarbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft der nachfolgenden Generation verpflichtet.
Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ bzw. das
Bewusstsein das unsere Erde vor Ausbeutung geschützt werden muss. In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungsvollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn  Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Flyer zum Selbstverständnis des Trägerkreises hier:tragerkreis-euaw-selbstverstandnis-flyer-3-spaltig-29-11-2015

euaw-bs-002  Kooperationspartner (folgt)

 

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Programm EuAW 2016 / Region Braunschweig

 

Letzte Aktualisierung: 06.02.2016

 
01.03.  18:00 Uhr, Schöppenstedt, Am Markt (Rathaus)                                                            und    02.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Fukushima und die japanische Informationspolitik“
Subtiler Druck ist vor allem auf freie Journalisten in Japan sehr hoch, wenn sie sich mit den Folgen der atomaren Katastrophe in Fukushima Daiichi auseinander setzen und darüber berichten wollen. Dabei gäbe es viel zu berichten. Z.B. über die Liquidatoren/ Arbeiter an den havarierten Reaktoren. Oder der Bericht über die Kinder in Kindergarten und Schulen, die gezwungen werden Lebensmittel aus der Region Fukushima zu essen um zu zeigen, „dass mit den Lebensmittel alles in Ordnung ist“ u.v.a.m.
Frau Mako Oshidori hatte ein Medizinstudium begonnen und hatte bei ihrem Praktikum im Erdbebengebiet von Kobe (1995) gemerkt, dass Ablenkung und Unterhaltung für Menschen in Katastrophengebieten genauso wichtig ist wie Medikamente. Sie, wie auch ihr Mann Ken, wurde zur Unterhaltungskünstlerin. Mit der TEPCO-Katastrophe in Fukushima/ Dahiichi hat sich Frau Mako Oshidori, unterstützt von ihrem Mann, durch ihre Neugierde und Recherchen zur Journalistin entwickelt, und versäumt keine TEPCO-Pressekonferenz.
Referenten: Mako und Ken OSHIDORI
Dolmetscherin: Frauke Arndt Kunimoto (angefragt)
Leitung: Paul Koch

 

Remlingen, Schulenburger Str. 11 – Haus Wiegel
Asse II – Ausstellung mit Gespräch
Do. 03.03. 19:00 Uhr Eröffnung mit Sektempfang und jap. Zeitzeugen.                       Weitere Termine:
Do. 10.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 17.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Di. 22.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 31.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 07.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 14.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 28.04. 19:00 – 21:00 Uhr
Termine für Schulklassen oder Vereine können unter Tel. 05336 / 573 vereinbart werden. Veranstalter: AufpASSEn e.V.

 

06.03. 15:00 Uhr, Infostelle Konrad, Salzgitter
„Kreuzweg der Schöpfung“
Jürgen Selke-Witzel, Pastoralreferent, Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim
Domkapitular Reinhard Heine, Regionaldechant
Veranstalter: Bistum Hildesheim

 

07.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Die Kinder von Fukushima / Die Kinder von Tschernobyl“
Die Referentin für „Die Kinder von Fukushima“, Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund, rief unmittelbar nach der dreifachen Katastrophe in Nordostjapan im März 2011 das Projekt „Hilfe für Japan“ für Fukushima-Kinder ins Leben. Als Modell standen Kindererholungsmaßnahmen für Tschernobyl-Kinder, vor allem das Projekt „Nadeshda“ / Wileika/Belarus.
Inzwischen hat die Gesellschaft ca. 1.000 Fukushima-Kinder zur Erholung nach Okinawa eingeladen. Frau Schlütermann erzählt in ihrem Vortrag über die aktuelle Lage Fukushimas nach 5 Jahren, insbesondere über den Kampf gegen radioaktives Wasser und kontaminierten Müll, und stellt das Projekt „Hilfe für Japan“ vor. http://www.hilfefuerjapan2011.de
Der Referent für „Die Kinder von Tschernobyl“, Andreas Seifert, gehört zu den Gründern des deutsch-belarussischen Kinderheims „Nadeshda“ (Hoffnung) in Wileika/Belarus. In den Nadeshda – Aufbau-Jahren haben u.a. auch jap. Organisationen Nadeshda finanziell unterstützt. Nach der Fukushima-Katastrophe sind jap. Organisationen in eine neue Zusammenarbeit / Informationsaustausch mit Nadeshda getreten um aus den Erfahrungen von Nadeshda zu lernen. http://www.freunde-nadeshda.de/
Die Notwendigkeit der Erholung für Tschernobyl – und Fukushima-Kinder ist nach wie vor unbestritten. Die Frage der Inlands- oder Auslandserholung der Kinder ist aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.
Ohne Zweifel, die Kinder von Fukushima und die Kinder von Tschernobyl benötigen unsere Unterstützung. Auf den beiden Internetseiten finden Sie Informationen zu den Projekten und auch Informationen über Spendenkonten. Spendendosen werden auch am Veranstaltungsort zu finden sein.
Referentin: Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.
Referent; Andreas Seiverth, Vorsitzender „Leben nach Tschernobyl e.V.“ (Nadeshda) / Frankfurt
Leitung/Moderation: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

 

08.03. 19:00 Uhr, ???Wolfenbüttel; Carl Gotthardt Langhans-Schule, Wilhelm-Brandes-Straße 9
SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT
Theaterstück mit „Berliner Compagnie“
Schauplatz des Stückes ist die Küche eines Gasthofs, in dessen unmittelbarer Nähe ein Kohlekraftwerk entstehen soll. Während die Honoratioren der Stadt im Gastraum mit den Managern mauscheln, werden nicht zuletzt durch den Spüler – ein „illegaler“ Migrant aus Afrika -den Köchen einige Zusammenhänge bewusst. Bürgerprotest ist angesagt. Die Küche wird zum Widerstandsnest.
SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT hat viele bunte Zutaten: Menge Kohle- und Atomkraftwerke, dicke Schlitten, dicke Lügen, etliche Brühwürfel Berliner Politik, die Sonne über Afrika – alles serviert mit heißen Rhythmen und am Ende….. SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT. http://www.berlinercompagnie.de/index.htm
Veranstalter: Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur eV: (reka)

 

10.03. 10.30 bis 18.00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
Baukultur für Energielandschaften – Windkraftanlagen ein- und anordnen
Tagung mit Exkursion ins Ostbraunschweigische Hügelland
Dr. Gudrun Beneke / Carolin Heidloff
Veranstalter: Ev. Akademie Braunschweig in Kooperation mit dem Netzwerk Baukultur
Anmeldung: kontakt@baukultur-niedersachsen.de

 
11.03. 12:00 h, Braunschweig; Kirche St. Martini, Eiermarkt 3
Mittagsgebet zum Fukushima-Gedenktag
Inzwischen hat das Mittagsgebet zum Fukushima-Gedenktag eine Tradition im Wechsel der Veranstaltungsorte innerhalb von Braunschweig: St. Martinikirche und St. Aegidien-Kirche. Das Mittagsgebet ist vor allem für Schüler in ihrer Mittagspause (aber auch für Erwachsene) und wurde bisher sehr gut angenommen. Tradition hat auch die Beteiligung von Schülern bei den Fürbitten und der musikalischen Gestaltung, sowie Fukushima-Zeitzeugen-Berichte und Kurzandacht.
Leitung:
Mathias Welle, (Dekanatspastoralreferent)
Lars Dedekind (Landesjugendpfarrer)

 
11.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Spiritualität von Natur und Schöpfung“
Biblische Spiritualität vagabundiert nicht durch die angstbesetzten Zukunftsdiskurse auf der Suche nach Bewahrungswissen. Spiritualität bringt sich vielmehr als eine Geistesleistung ein, die die Zukunftsfrage im ökologischen Krisendiskurs mit einer Haltung verbindet. Diese spirituelle Haltung verbindet den Menschen mit dem Ganzen und spürt dem Lebensfaden nach, der sich in allen Wirklichkeiten zu erkennen geben will und unter verschüttetem Wissen zu entdecken ist. Rolf Adler, Pfarrer und Umweltbeauftragter der Landeskirche, referiert über christliche Perspektiven.
Welches „Wissen“ bildet sich in biblischer und japanischer Spiritualität ab? Welche Relevanz kann diesem Wissen heute beigemessen werden? Es geht um eine Spurensuche in einer Zeit, in der die kulturell dominanten technischen Rationalitäten nach eigener Orientierung suchen, die sensibel ist für die offensichtliche Begrenzung menschlicher Verfügbarkeitsphantasien. Guido Bürkner, Frankfurt, stellt das Beispiel der Seicho-No-Ie-Bewegung und ein spezielle ökologisches Projekt aus Japan vor.
Referenten:
Rolf Adler, Pastor, Umweltbeauftragter der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig
Guido Bürkner, Geschäftsführer des „Seicho-No-le-Freundeskreis, Deutschland.
Moderation: Pfarrer Dieter Rammler, Leiter des Theologischen Zentrums in Braunschweig
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

 

20.03.  18:00 Uhr, Remlingen; Asse-Schacht, Am Walde 2
Asse-Andacht
 

07.04. 20:00 Uhr, Wolfenbüttel; Filmpalast, Lange Str. 5
Film: „POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion“
Mit dem weltweit erfolgreichen Kino-Dokumentarfilm Die 4. Revolution – Energy Autonomy haben wir vor genau vier Jahren eine starke Botschaft gesendet – jetzt ist es Zeit für eine Fortsetzung. POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion visualisiert die zentrale Aussage: Wir können unsere Energiegewinnung dezentral organisieren, wir können Deutschland zu 100 % mit erneuerbaren Energien versorgen. Die Wende ist möglich! Wir von fechnerMEDIA wollen diese Revolution von innen zeigen. Die Energiewende nur ein idealistischer Traum? Das wird nach dem Film POWER TO CHANGE niemand mehr behaupten können! http://fechnermedia.de/change-derfilm/
Veranstalter: Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur eV: (reka)

 

20.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Rathaus/Ratssaal, Stadtmarkt 3
Aktuelles zum Thema ASSE II
Referentin: Heike Wiegel,
Veranstalter: AufpASSEn e.V.

 

23.04. 9:00 -17:00 Uhr / Fußgängerzone in Wolfenbüttel
U m w e l t f e s t i v a l
Markt der Möglichkeiten, Bühnenprogramm, Preisverleihung „Umweltwettbewerb“ und Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima.
Informations- und Aktionsstände zum Thema Umweltschutz, mit Schwerpunkt „Erneuerbarer Energie“ und „Elektromobilität“ sowie Unterhaltung und Bühnenprogramm. (ohne Wolfenbütteler Umweltmarkt).
Weiterer Schwerpunkte: Projektvorstellung/Siegerehrung „Umweltwettbewerb von Stadt und Landkreis Wolfenbüttel“ und „Benefizkonzert“ mit Gruppen aus der Region. Das Benefizkonzert wird in Kooperation mit dem Rockbüro Wolfenbüttel präsentiert.
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R. und Planungsausschuss
Information zum Umweltfestival: https://wordpress.com/read/blog/feed/40294683

 

24.04. 11:00 h, Industriestraße Nord – Salzgitter
Frühstücksmeile – Fukushima/Tschernobyl/Weltatomerbe Braunschweiger Land
(Kaffee und Mehr statt Straßenverkehr!)
Veranstalter: AG Schacht KONRAD, BASA, BISS, ASTA TU BS, IPPNW BS

 

24.04. 17:00 h, Braunschweig: Kirche St. Katharinen, An der Katharinenkirche 4 (Hagenmarkt)
Asse-Konzert
zum 30. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl.
Programm: G.F. Händel: Konzerte für Orgel und Orchester (HWV 295 und 296), Kantate Haec est Maria Virginum (HWV 235),
Texte zur Tschernobyl-Katastrophe.
Ausführende:
Karsten Krüger (Orgel),
Anna-Christina Gorbatschova (Sopran),
Projektensemble Asse-Barock auf historischen Instrumenten,
Irene Sonnabend (Sprecherin).
Eintritt frei, Spenden am Ausgang zu gleichen Teilen für die folgenden Anti-Atom-Initiativen:
aufpASSEn e.V., AG Schacht Konrad, BISS e.V. sowie dem Trägerkreis der Europäischen Aktionswochen
Veranstalter: Asse-Konzert-Team – Weitere Infos: http://www.asse-konzerte.de

 

25.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Trinitatiskirche, Holzmarkt 1
30 Jahre Tschernobyl „Halbwertzeit der hum. Hilfen“.
Vorstellung von Projekten die unmittelbar nach der Tschernobyl-Katastrophe entstanden und heute noch aktiv sind. Dabei soll im Rückblick dargestellt werden wie die jeweilige Aktion entstanden ist und wie sie sich bis zum heutigen Tag weiter entwickelt hat. Im zweiten Teil soll die Aussicht/ der Ausblick auf die nächsten ca. 30 Jahre beleuchtet werden.
1. Med. Hilfe der niedersächsischen Landesstiftung „Den Kindern von Tschernobyl“
Prof. Heyo Eckel
2. Messstellen zur Prüfung von Lebensmitteln in Belarus
Achim Riemann, Jugendumweltnetzwerk -JANUN e.V./Hannover
Mit Lesung aus „WERMUT – Tschernobyl“ und Musik
Moderation: Pfarrer Dr. Christopher Kumitz-Brennecke
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.
Im Anschluss (21:00 Uhr):
Europaweite Kerzenaktion
Lesung aus „WERMUT – Tschernobyl“ und Musik
„Kerzenaktion“ mit Kurz-Statements von Bürgerinitiativen etc.
Lesung: Ralf Kleefeld (kleine Bühne)
Musik: Chor Nadeshda / Weddel
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R. und Pfarrer Dr. Christopher Kumitz-Brennecke

 

25.04. 19:00 Uhr, Goslar; Marktkirche, Markt 1
Europaweite Kerzenaktion
 Kirstin Müller, Pfarrerin

 
26.04. 11:55 Uhr, Salzgitter; Willy-Brandt-Straße 5 (Wiese vor dem Bundesamt für Strahlenschutz)
Andacht am Lutherbaum
Andacht mit Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen
Paul Koch, Sozialdiakon i.R., Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrer Dirk Westphal u. Team
Anschl. Begegnung mit Tschernobyl – und Fukushima -Zeitzeugen

 

26.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Rathaus/Ratssaal, Stadtmarkt 3                                                                30 Jahre Tschernobyl – Erinnerungen und Konsequenzen
Gesprächsrunde mit Prominenten aus der Region
Tschernobyl, eine jahrzehntelang nicht ermüdende Antiatomkraftbewegung und letztlich Fukushima haben zumindest in Deutschland zum geplanten Atomausstieg bis 2022 geführt: Diese „Schlacht ist geschlagen“, wie allgemein von allen Beteiligten anerkannt wird; eine weitere Grundsatzdebatte über das „Ob“ der Atomenergie ist damit obsolet. Trotzdem ist das Thema noch lange nicht vorbei, weder für viele Menschen persönlich, noch für die Gesellschaft, noch im Hinblick auf den Atommüll sowie die Weiterführung der ins Stocken geratenen Energiewende und ihre politische Ausgestaltung.
Die Veranstaltung zum 30. Jahrestag von Tschernobyl soll zunächst dem konkreten persönlichen und kollektiven Erinnern an die Tschernobyl-Katastrophe, ihren Opfern und ihren bis heute reichenden Auswirkungen auf persönliche Biografien und die Energiepolitik auch in Deutschland Raum geben. Aufbauend auf unterschiedlichen persönlichen Sichtweisen erörtert die Gesprächsrunde gemeinsam mit dem Publikum, welche gesellschafts- und energiepolitischen Erkenntnisse aus den Erfahrungen von Tschernobyl – verstärkt durch Fukushima – abgeleitet werden können.
Gesprächspartner:
Dr. Christoph Meyns, Landesbischof
Stefan Wenzel, Umweltminister Niedersachsen
Christiane Jagau Wolfenbüttel Atomausstiegsgruppe
Ursula Hennig-Kunze, Fa. Sowiwas (Sonne, Wind und Wasser)
Prof. Dr. Gerd Jäger, Ex-Atom Vorstand RWE /Endlagerkommission des Bundestages (angefragt)
Moderator: Michael Fuder
Grußwort: Bürgermeister Thomas Pink
In Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung (EEB)
Leitung: Jutta Salzmann (EEB-Braunschweig) und Paul Koch (EuAW – Region Braunschweig)

 

11.05. 19:00 h, Ostfalia in WF / Hörsaal E
Strahlung die die Wissenschaft revolutionierte
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert fügte sich die Physik in Mechanik, Elektrodynamik, Thermodynamik. Die bekannten Phänomene ließen sich mit mechanischen Vorgängen erklären. Atome, mit unwandelbaren Elementeigenschaften, wurden als die kleinsten Materiebausteine angesehen. Man spricht heute von der klassischen Physik.
Untersuchungen an elektrischen Leitungsvorgängen in Gasen und im Vakuum, daraus resultierend die Entdeckung der Röntgenstrahlen (1895), alsbald auch die der Radioaktivität (1896) und die im Gefolge stehenden Erkenntnisse über differenziertere Strukturen der Materie, revolutionierten das Weltbild der Physik.
Fokussiert auf die Forschungen der in Wolfenbüttel ansässigen Physiker Julius Elster und Hans Geitel will der Experimentalvortrag anschaulich und allgemeinverständlich einen Ausschnitt aus dieser spannenden Phase des Überganges von der klassischen zur modernen Physik darstellen.
Referent und Leitung: Rudolf Fricke
Eine Veranstaltung der Ostfalia Hochschule

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EuAW/ BS / 2016 / Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ für die IBB-Gesamtaktion in 10 europäischen Ländern hat das Europäisches Parlament übernommen.
Für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in der Region Braunschweig (Aktionen des ökumenischen Trägerkreis) haben die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink übernommen.

Hier nun Statements zur Schirmherrschaft:

Europäisches Parlamenteuropaeisches-parlament-logo-700x497

Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ sind ein Projekt des Internationalen Bildungs-und Begegnungswerks in Dortmund (IBB Dortmund) und zahlreicher Partner aus der Tschernobyl -und Umweltbewegung in Europa, in Belarus, in der Ukraine und der Türkei.
Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Zeitzeugen aus der Ukraine, Belarus und Japan. Rund um die Jahrestage der Reaktorkatastrophe von Fukushima (11. März 2011) und von Tschernobyl (26. April 1986) planen die Partner Zeitzeugengespräche, Informations-veranstaltungen und Kerzenaktionen zur Erinnerung an alle Menschen, die von der Verstrahlung betroffen sind. Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 2016 stehen unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments. „Unser Organ ist im Hinblick auf die Frage der Sicherheit im Bereich der Kernenergie zutiefst besorgt“, schreibt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in einem Brief an das IBB Dortmund. Das Parlament habe konsequent darauf hingewiesen, dass die Sicherheits- und Umweltschutz-anforderungen verbessert werden müssen. Zudem fordert das EU-Parlament, dass regelmäßige Risiko- und Sicherheitsbewertungen von Kernkraftwerken innerhalb und außerhalb der EU vorgenommen werden müssen. Außerdem mache sich das Parlament nachdrücklich für erneuerbare Energien stark.

Christiana Steinbrügge, Landrätin, Landkreis WolfenbüttelC. Steinbrügge offizielles Foto

Die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ im Jahr 2014 in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel waren ein voller Erfolg. Es gab zahlreiche Veranstaltungen, die von namhaften Persönlichkeiten und Institutionen getragen worden sind. Das Umweltfestival mit vielen Besucherinnen und Besuchern war ein Höhepunkt im Rahmen der Aktionen. Daher freue ich mich, dass es auch im Jahr 2016, in dem sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal jährt, wieder Aktionswochen und ein Umweltfestival bei uns geben wird. Ziel dieser Aktionen ist es unverändert, das Gedenken an die beiden Atomkatastrophen zu verbinden mit den Zielen des Umweltschutzes und der Bewahrung unserer natürlichen Ressourcen. In einer Region, die mit den Problemen des atomaren Abfalls lebt, wollen wir ein Zeichen setzen. Ein Zeichen dafür, dass wir etwas für die Umwelt tun können und müssen. Und wir wollen zeigen, dass sich in unserer Region bereits sehr viel bewegt. Daher übernehme ich auch im Jahr 2016 gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel sehr gern und voller Überzeugung die Schirmherrschaft für diese wichtigen Veranstaltungen. Wir werden die Akteurinnen und Akteure bei ihren Vorbereitungen gern unterstützen. Die Botschaft, die uns die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ vermitteln möchten, ist gerade in Zeiten des Klimawandels und der Energiewende unverändert aktuell. Daher wünsche ich allen Helferinnen und Helfern unter der Leitung von Projektreferent Paul Koch bei ihrer wichtigen Arbeit viel Erfolg!

 

Thomas Pink, Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel

Pink

In mehr als 200 Städten in Belarus, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, der Türkei und der Ukraine wird in diesem Jahr im Rahmen der Aktionswoche „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ an den 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl (26. April 1986) und den fünften Jahrestag der Katastrophe von Fukushima (11. März 2011) erinnert. Auch in der Stadt Wolfenbüttel nutzen wir diese Woche, um zu mahnen, aus der Geschichte zu lernen und die Energiewende in ganz Europa voran-zutreiben. Denn leider geraten die atomaren Katastrophen rund um Tschernobyl und Fukushima immer weiter aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Und das, obwohl die gesundheitlichen und ökologischen Folgen bis heute andauern. Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 haben deutlich gemacht, dass die Kernenergie kein zukunftsfähiges Modell der Energiegewinnung ist. Die Aktionswoche vermittelt Erfahrungen und Information aus erster Hand. Das ist durch nichts zu ersetzen. Dafür habe ich die Schirmherrschaft gerne übernommen. Die im Rahmen der Aktionswoche angebotenen Veranstaltungen geben Schülern, Lehrern und anderen Interessierten die Möglichkeit, sich mit der Notwendigkeit einer europäischen Energiewende auseinanderzusetzen und sich in diesen Prozess einzubringen.

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EuAW 2016 / Region Braunschweig

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Europäischen Aktionswochen
„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
Europaweit – und auch in der Region Braunschweig
Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) wurden vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) initiiert. Zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe hat das IBB eine große Tschernobyl – Ausstellung mit den Schwerpunkten „Die Katastrophe und ihre Folgen“, „Liquidatoren – die vergessenen Helden“ und „Solidaritätsbewegung für Tschernobyl-Opfer“ organisiert. In den 25 Jahren (bis 2011) hat das IBB sich intensiv mit der Tschernobyl-Katastrophe und deren medizinischen und sozialen Folgen beschäftigt. Sie hat Tschernobyl-Initiativen bundesweit unterstützt und jährlich zu Konferenzen eingeladen – und dabei deren belarussischen und ukrainischen Partnerorganisationen kostenfrei eingeladen.

Dem ersten nukleare Super-Gau im ukrainischen (damals noch Sowjetunion) Tschernobyl am 26.04.1986 folgte am 11.03.2011 der zweite Super-Gau im japanischen Fukushima. Die Welt hielt kurze Zeit die Luft an, weil sie dies im hochtechnisierten Japan nicht für möglich hielt. Bundeskanzlerin Merkel leitete die Energiewende ein. Wie sich herausstellen sollte, blieb es beim bundesdeutschen Alleingang. Gleichwohl bleibt Deutschland dem direkten atomaren Risiko, durch Atomkraftwerke in den Nachbarländern, ausgesetzt.

Die Arbeit des IBB, das sich schon immer durch Information, Dokumentation und Unterstützung der Betroffenen auszeichnete, nahm sich nun auch der Thematik Fukushima an. Gleichzeitig suchte das IBB Kontakt zu Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen in den europäischen Nachbarländern um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen und auch um in den Nachbarländern für den Atomausstieg zu werben.

So entstanden die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“, die im März/April 2012 erstmalig europaweit durchgeführt wurden. Im Mittelpunkt dieser Aktionswochen stehen Informationsabende, Zeitzeugengespräche in Schulen und Gruppen und die europaweite Kerzenaktion am Vorabend des Tschernobyl-Jahrstages. Seit 2012 beteiligen sich zahlreiche Partner aus der Tschernobyl- und Umweltbewegung in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Polen, Österreich, Tschechien, der Türkei, Belarus und der Ukraine an dem Projekt.
Seit 2013 organisiert ein ökumenischer Trägerkreis in der Region Braunschweig Veranstaltungen im Rahmen der EuAW. Dieser ökumenische Trägerkreis stellt hier sich und sein Selbstverständnis vor:
Europäischen Aktionswochen
„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
Trägerkreis Region Braunschweig

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Der ökumenische Trägerkreis (bestehend aus: Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und Institutionen / Gremien / Arbeitsbereichen der Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig, nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“ Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare Energie/ Windkraft und Landschaft“; Umwelt-beauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde.) beteiligt sich seit 2013 an den vom Inter-nationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig.

Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region stärker auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen.

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Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit (am Vorabend des Tschernobyl-Jahres-tages[25.4.]) aller an den Aktionswochen aktiv beteiligten Kerzenaktionen (europaweit) durchführen.

Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammenarbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft der nachfolgenden Generation verpflichtet. Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ bzw. das Bewusstsein das unsere Erde vor Ausbeutung geschützt werden muss.

In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungs-vollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Im Rahmen der „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ können diese unterschiedlichen Themen auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. Das Gedenken an Tschernobyl mit den bewährten Elementen „Fukushima-Mittags-gebet“, „Kerzenaktion“, „Andacht am Lutherbaum“ und den „Zeitzeugengesprächen“. Das Thema Erneuerbare Energie/ Energiewende wird wohl weiterhin vorwiegend in Vorträgen und Besichtigungen sinnvoll sein. Mit dem Umweltfestival 2014 wurde der Weg beschritten beide großen Themen (Gedenken und Erneuerbare Energie) mit Besinnlichkeit, Informationsaustausch, Musik und Gespräche zu verbinden und zu einem nachhaltigen Großereignis werden zu lassen.

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Zum 30. Jahrestag der Tschernobyl- und dem 5. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe (2016) soll dieses Umweltfestival ein zweites Mal stattfinden, allerdings mit einem stärken Fokus auf Erneuerbare Energie/ Energiewende. Weitere Über-legungen zur Nachhaltigkeit des Festivals werden noch zu besprechen sein.

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