Rückblick EuAW 2017/BS

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Die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 2017, in der Region Braunschweig orientierten sich an den Ereignissen „Fukushima-Jahrestag“ und „Tschernobyl-Jahrestag“ und fanden vom 10. März bis 7. Mai statt. Sie werden von einem ökumenischen Trägerkreis verantwortet und von Sozialdiakon i.R. Paul Koch organisiert und begleitet.

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Zusammenfassender Rückblick des Projekt-Organisators Paul Koch:

Mit der Asse-Konzert-Auftaktveranstaltung 2017 in der Schünemanschen Mühle in Wolfenbüttel mit dem Titel „Und es ist das ewig Eine“ am 7. Mai mit Anna Stieblich, Hans Gröning und Byron Knutson endeten die diesjährigen „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig mit einem musikalischen Hochgenuss. Ein Asse-Konzert im Rahmen der EuAW hat inzwischen Tradition. Weitere musikalische Unterstützung für die EuAW gab es durch das Benefizkonzert des Akkordeonorchesters Gronau, durch Takashi Kunimoto mit der japanischen Bambuslängsflöte „Shakuhachi“ bei der Kerzenaktion, bei „Literatur und Musik“ mit Niklas Wohlt, Andreas von Einem und Familie Galter. Die Ausstellung in der Trinitatiskirche wurde eröffnet mit Ala und Gennady Vinogradskij (Akkordeon und Domra). Der Chor Nadeshda begleitete die Ausstellungs-Abschlussveranstaltung mit Liedern aus Belarus, Ukraine und Russland. Die teils heitere, teils meditative Musik, die sowohl das moderne als auch das klassische Spektrum abbildete, war in jedem Falle eine Bereicherung und gab die Möglichkeit den teils schwierigen und schweren Vortragsimpulsen den gedanklichen Raum zur Vertiefung und Orientierung.

Vortragsimpulse gab es reichlich in dieser insgesamt 8 Wochen andauernden Aktionswochen. Da gab es vor allem die Zeitzeugen der nuklearen Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima (Shinobu Katsuragi, Takashi Kunimoto, Klaudzija und Adam Varanets) die in Schulen berichteten aber auch Statements bei unterschiedlichen Veranstaltungen abgaben. Und es gab Vorträge und Lesungen sowohl zu den Folgen der Katastrophen als auch zu der wichtigen Alternative, der erneuerbaren Energie.

Der diesjährige Schwerpunkt lag bei den Ausstellungen „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“, „Das Kreuz von Asse und Konrad“ und „Entdeckung der Radioaktivität“. Eine spannende, thematische Breite, die deutlich macht, dass es hier noch viele offene Fragen gibt. Hier wurde weitere Forschung und eine offene und ehrliche Informationspolitik angemahnt. Für einen verantwortlichen Umgang und zur Umsicht in der Nutzung nuklearer Energien forderte auch der diesjährige Schirmherr, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Jörg Röhmann, auf. Er eröffnet die Ausstellungen in der Trinitatiskirche Wolfenbüttel und sprach ein Grußwort zum Auftakt der Veranstaltung in Winnigstedt: „Energielandschaft Ostbraunschweigisches Hügelland im Werden“.

Im Mittelpunkt des Gedenkens standen die Nuklear-Katastrophen Tschernobyl und Fukushima. Jeweils zu den Jahrestagen finden inzwischen traditionsmäßige Veranstaltungen statt. Am Fukushima-Jahrestag ein „Mittagsgebet“ vorwiegend mit Schülern und am Vorabend des Tschernobyl-Jahrestages eine „Kerzenaktion“. Am Tschernobyl-Jahrestag findet seit 5 Jahren um 11:55 h in Salzgitter auf der städtischen Wiese vor dem Bundesamt für Strahlenschutz eine „Andacht am Lutherbaum“ statt.
Ein einmaliges Highlight war am diesjährigen Tschernobyl-Jahrestag das „Sonderpostamt“ im Rahmen der Ausstellungen in der Trinitatiskirche. Hier gab es dann auch –anlässlich dieses Jahrestages – einen Sonderstempel und eine „Tschernobyl/Fukushima-Briefmarke“ auf einem entsprechenden Schmuckumschlag. Hierzu hatte sich hoher Besuch angesagt. So konnte Sozialdiakon i.R. Paul Koch und Pastor Stefan Lauer noch vor der offiziellen Eröffnung des Sonderpostamtes einen Schmuckumschlag mit Tschernobyl/Fukushima-Briefmarke und Sonderstempel überreichen an: Landesbischof Dr. Christian Meyns, Propst Dieter Schultz-Seitz, Heinz-Rainer Bosse (Stellv. von Bürgermeister Pink), Konsul Vasiyl Marushchynets (Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg), Ruslan Schamankov (Botschaft Belarus in Berlin), Tschernobyl-Zeitzeugen Klaudzija und Adam Varanets mit Dolmetscherin Svetlana Margolina, Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto, Bodo Walther (Arbeitskreis Japan/Landeskirche und Mitglied im Trägerkreis „Europäische Aktionswochen….“, Dr. Benno Dalhoff aus Soest / NRW, Ideen- und Vorlagegeber für die Schmuckumschlag und der individuellen Briefmarke (und Autor der Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“) sowie Axel und Dorothea Becker (Sponsoren der Aktion).
Ein Großteil dieses Personenkreises fuhr anschließend nach Salzgitter zur Andacht am Lutherbaum. Hier hielt der Landesbischof Dr. Meyns die Ansprache. Zusammen mit Oberbürgermeister Klingebiel enthüllte dann der Landesbischof im Beisein von Wolfram König (Präsident Bundesamt für Strahlenschutz) dem Konsul Vasiyl Marushchynets (Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg), Ruslan Schamankov (Botschaft Belarus in Berlin), den Fukushima- und Tschernobyl-Zeitzeugen und vielen Besuchern der Andacht eine Stele, die den „Lutherbaum“ erklärt.

Die vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund initiierten „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ wird in der Region Braunschweig von einem ökumenischen Trägerkreis verantwortet und von Sozialdiakon i.R. Paul Koch organisiert und begleitet.

Im Folgenden der Rückblick 2017 im Detail mit Fotos (vorwiegend von Paul Koch, teilweise auch Fotos von Thomas Zierdt und Bodo Walther), Texten und Presseberichten.  Einen ausführlichen Einblick über die Ausstellungen, inkl. Eröffnung und Abschlussveranstaltungen finden Sie unter:  https://kreuzvontschernobylundfukushima.wordpress.com/)

Die Schirmherschaft für 2017 übernahm Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

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Jörg Röhmann: Tschernobyl und Fukushima sind Sinnbilder für den Schrecken nuklearer Katastrophen. Diese Orte haben die bedingungslose Technikgläubigkeit der Menschheit zutiefst erschüttert. Weite Gebiete in der Republik Belarus, der Ukraine und in Japan sind durch den radioaktiven Fallout kontaminiert und vielleicht dauerhaft unbewohnbar geworden. Der Verlust der Heimat und unabsehbare gesundheitliche Folgen haben unendliches Leid über die dort lebenden Menschen gebracht. Tschernobyl und Fukushima sind Mahnmale für den Zusammenhalt der Menschheit und die Notwendigkeit dort zu helfen, wo unsere Hilfe gebraucht wird. An Tschernobyl und Fukushima zu erinnern ist wichtig, um dem Vergessen entgegen zu wirken und zur Umsicht in der Nutzung nuklearer Energien aufzufordern.

Unsere Zeitzeugen waren 2017:

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von links: Fukushima-Zeitzeugen Shinobu Katsuragi und Takashi Kunimoto, Tschernobyl-Zeitzeugen Kladzija und Adam Varanets. Die Zeitzeugen waren in unterschiedliche Veranstltungen aktiv mit eingebunden und berichteten in Schulen  von ihren Erlebnissen.

Im Folgenden in zeitlicher Reihenfolge  Veranstaltungen, Begegnungen, Pressegespräche mit dem Schirmherrn, der Zeitzeugen und Referenten, sowie Kulturprogramm für Zeitzeugen und Referenten:

 

14. Februar 2017 – Pressegespräch im Amt für Jugendarbeit/ Wolfenbüttel

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Von links: Bild 1: Staatssekretär Jörg Röhmann, Landesjugendpfarrer Lars Dedekind, Pfarrerin für Frauenarbeit Kirstin Müller, Journalistin.  Bild 2:  Dr.  Gudrun Beneke und Dr. Wilfried Theilemann – beide Ev. Akademie BS/ AK Erneuerbare Energie. Bild 3: Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto.

Das Pressegspräch am 14. Februar im Amt für Jugendarbeit (Mitglied im Trägerkreis) hatte zum Ziel den Schirmherren Jörg Röhmann, den Fukushima-Zeitzeugen Takashi Kunimoto und das Programm EuAW / BS / 2017 vorzustellen. Der Pressespiegel dazu: Pressespiegel Ankündigung EuAW – BS -2017

01. März 2017 – Pressegespräch in der Trinitatiskirche / Wolfenbüttel

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Beim Pressegspräch standen der Wolfenbütteler Zeitung, dem Wolfenbütteler Schaufenster und Radio Okewelle Rudolf Fricke, (Mitaussteller für den Bereich „Entdeckung der Radioaktivität“), Pfarrer Stefan Lauer (Ortspastor / Kooperationspartner) und Sozialdiakon i.R. Paul Koch (Organisator der Ausstellungen) Rede und Antwort.

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Zum Pressegspräch standen Fotos, eine Stellwand mit Ausstellungshinweisen und die beiden „Konrad-Kreuze“ zur Verfügung. Die Ausstellungen wurden erst ein paar Tage später aufgebaut.

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Das Pressegspräch am 1. März in der Trinitatiskirche hatte zum Ziel,  den Ort und das Konzept/Rahmenprogramm der Ausstellungen vorzustellen und natürlich über die Medien für die Ausstellungen zu werben.  Der Pressespiegel dazu:   Pressespiegel Ausstellung Vorank.

10. März 2017 – Schulbesuch der Fukushima-Zeitzeugin Shinobu Katsuragi

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Shinobu Katasuragi erzählt den Schülern des Gymnasium Kleine Biurg in Braunschweig ihre Geschichte:

Ich war am 11.03.2011 in Osaka, 550 Kilometer westlich von Fukushima. Damals hielt ich mich im Goethe-Institut Osaka auf, auf der 36.Etage im Umeda-Sky Building. Auf demselben Flur befindet sich das deutsche Generalkonsulat. Das lange heftige Hin-und-Her-Schaukeln im Goethe-Institut Osaka, das ich erleben musste, erinnerte mich sofort an das große Erdbeben in Kobe im Januar 1995, das ich knapp 50 Kilometer vom Epizentrum erlebt hat. Wie damals erschütterte mich die Haltung von Menschen, die davon nicht direkt betroffen waren: heuchlerisch, eigentlich gleichgültig und nur schaulustig. Und das Fehlen an Bewusstsein von Menschen, dass man sich nur selbst schützen kann und nicht abwarten soll, bis die Politik etwas anordnet. Dieselbe Haltung von Japanern zeichnete auch nach der Reaktorkatastrophe an Fukushima-Daiichi ab.  Ich sah, wie Menschen versuchen, sich einzubilden, dass sie nicht davon betroffen seien. Wie sich diese Menschen von großen Medien gerne beeinflussen ließen. Ich sah hingegen, wie die Deutschen in Japan reagierten, dass der Botschafter Tokyo verließ, und sich alle Mitarbeiter vom Goethe-Institut Tokyo in Sicherheit brachten. Wie sich die Lufthansa-Besatzung ihre Flüge nach Tokyo weigerten, und nur noch nach Seoul (Korea) flogen. Ich verstand, dass es dort zwei Wahrheiten gab und fing an, an die deutsche Wahrheit zu glauben. Um meinen Glauben zu untermauern, las ich mehrere Fachbücher in kürzester Zeit. Mein Glaube wurde zu meiner Überzeugung. Zu Hause wurde ich konfrontiert, dass in meiner eigenen Familie der Unfall von Fukushima gleichgültig war, dass meine Mutter Gemüse aus der betroffenen Region kaufte, wegen der billigen Preise, und das ihrem eigenen Enkelin zu Essen gab. Selbst für ihre Schwerster, die Krankenschwester ist, ist die Gesundheitsfolgen wegen Radioaktivität egal. Ich besuchte einigen Wochen nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima zufällig eine Fotoausstellung, die zeigte, dass viele Kinder in Tschernobyl jetzt noch sehr krank sind. Das stärkte mein Verlangen nach mehr Wissen darüber. Ich war davon überzeugt, dass die Gegenwart in Tschernobyl die Zukunft in Fukushima sein wird. Zur gleichen Zeit traf ich eine gleichaltrige Frau, Megumi, die unmittelbar nach dem Reaktorunfall von der Präfektur Kanagawa (direkte Nachbarpräfktur südlich von Tokyo) nach Osaka geflüchtet war. Sie erzählte mir, dass radioakvite Wolken  ihre ohnehin labile Gesundheit kaputt machen könnte. Mir fiel selbst ein, dass sich mein Gesundheitszustand in Deutschland dramatisch verschlechterte, nachdem ich mich vom August 1986 bis August 1987 für ein einjähriges Studium in Mannheim aufgehalten hatte. Mit Megumi fing ich an, mich für den Atomausstieg und gegen die in Osaka geplante Verbrennung vom radioaktiv kontaminieren Müll aus den betroffenen Regionen zu engagieren. Ich lernte dabei die Hundertwasser-Stiftung in Wien kennen (in der Müllverbrennungsanlage in Osaka, die damals Hundertwasser gestaltete, war die Müllverbrennung von radioaktiv verseuchten Tsunami-Trümmern geplant) und bekam tatkräftige Unterstützung von der Stiftung. Ich lernte während meiner Aktivitäten viele Mütter kennen, die sich um die Zukunft ihrer Kinder Sorge machen, darunter auch geflüchtete Mütter aus den Tokyo-Regionen und aus Fukushima. Während meiner Anti-Atom-Aktivitäten erlebte ich Polizeigewalt gegeüber Zivilisten. Der engstverbündete Mitstreiter von mir und weitere Personen wurden verhaftet. Ein Teil davon wurde sogar verurteilt. Ich lerne bei meinen Aktivitäten Deutsche kennen, insbesondere Mitglieder vom IPPNW, die sich nicht scheuten, auf eigene Kosten nach Japan zu kommen, um Menschen vor der Gefahr der Radioaktivität aufzuklären, wie sie es damals nach Tschernobyl getan haben. In der Schule, wo ich Deutsch unterrichtete, musste ich zusehen, dass die Schule Busse organisierte, mit denen freiwillige Schüler in die benachbarte Region von Fukushima fuhren, um dort freiwillige Hilfsaktionen durchzuführen. Um weitere Fahrten zu verhindern, organisierte ich Infoveranstaltung für die Lehrer und Schüler. Als Referent erklärte sich ein Japaner bereit, ein Arzt, der selbst aus der benachbarten Präfektur von Fukushima mit der ganzen Familie geflüchtet war. Ich organisierte eine Kindererholung für Kinder aus Fukushima mit, damit sich die Schüler, statt vor Ort bei Fukushima, in Osaka engegieren konnten. Die Ahnungslosigkeit der Schülern, die sehr engagiert diese Kindererholung mitgeholfen haben, war ein weiterer Schock für mich. Die Schüler wussten nicht einmal, dass ihre eigene Region auch von sehr vielen Atommeilern umgeben ist, und dass die Kinder aus Fukushima deshalb nach Osaka zur Erholung kommen müssen, weil die Radioaktivität ihrer Gesundheit schadet. Das komplettes Fehlen an Denkvermögen, an Phantasie-Vermögen bei den jungen Japanern war ein großer Schock. Es wurde irgendwann genug für mich und ich sehnte mich nach meinen Freunden in Deutschland, die sich so sehr für Fukushima engagieren. Außerdem fürchtete ich mich  vor  weiteren anzunehmenden Erdbeben in Japan, die auch Osaka bald treffen sollten. Die Gleichgültigkeit von meinen nächst stehenden Menschen über die Folgen des Reaktorunfalls machte mir genauso große Angst, wie meine Angst vor dem nächsten großen Erdbeben. Japan ist nicht mehr meine Heimat, in der ich mich wohl, gut aufgehoben und sicher fühlen kann. Die Illusion, Japan mache alles richtig, auf Japaner sei Verlass, woran ich schon immer gezweifelt hatte, ist nun verschwunden. So entschied ich mich mit meinem Eheman, der meine Meinung weitgehend teilte, Japan zu verlassen und in Deutschland unser neues Leben aufzubauen. Mittlerweile sind sehr viele von meinen damaligen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ebenso ins Ausland ausgesiedelt. Viele nach Neu Seeland und einige nach Europa, natürlich darunter nach Deutschland wie wir selbst. Ich lebe jetzt in Mülheim an der Ruhr. Ich bin immer noch im Kontakt mit meinen damaligen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, und mache mich zusammen mit meinen  deutschen Mitstreiterinnen und Mitstreiter für den weltweiten und sofortigen Atomausstieg stark. Ich verfolge auch aufmerksam, was in den letzten Jahren in Deutschland passiert und wie die Menschen mit Problemen umgehen, und fühle mich in meinem Entschluss bestätigt, hierher gekommen zu sein.

10. März 2017 -12:00 h:  Mittagsgebet zum Fukushima-Jahrestag in der Jugendkirche in Braunschweig

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Das traditionelle ökumenische Mittagsgebet aus Anlaß des Fukushima-Jahrestages fand erstmalig in der Jugendkirche / Matthäuskirche in Braunschweig statt. Pastorin Johanna Klee beschreibt die Aktion auf der Jugendkirchen-Homepage wie folgt: „Am 10. März haben wir um 12 Uhr in der Jugendkirche des Reaktorunglücks von Fukushima in einem ökumenischen Gottesdienst gedacht. Zu Gast war die Aktivistin Shinobu Katsuragi. Einen Tag vor der eigentlichen Katastrophe haben wir überlegt, wie wir eigentlich solche zukünftigen Katastrophen verhindern können. Ist es nur eine Vision, dass Gott auf die Welt kommt, es einen neuen Himmel und eine neue Erde gibt? Oder können wir selbst dazu beitragen? Und welche Schritte wären dafür zu gehen?  70 Schülerinnen und Schüler aus Braunschweig sind zum Gottesdienst gekommen und haben ihre Ideen für einen „neuen Himmel und eine neue Erde“ eingebracht. Danke dafür!“

10. März 2017 – 16:00 h:  Fukushima-Zeitzeugin bei „mobiler Atomaufsicht“ / AG – Schacht Konrad

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Auszug aus der Homepage AG-Schacht Konrad zur „mobilen Atomaufsicht“:

Am Vorabend des 6. Fukushima-Jahrestages haben sich etwa 75 Menschen unter der Brücke der Industriestraße Nord in Salzgitter-Bleckenstedt zur „Mobilen Atomaufsicht“ eingefunden. Mit ihren regelmäßigen Protestgängen zur Schachtanlage KONRAD 1 wollen die Anwohner der Kanaldörfer um KONRAD herum ihren Widerstand gegen dieses waghalsige Atommüllprojekt demonstrieren. An diesem Freitag wurde diese „Atomaufsicht“ von der Japanerin Shinoba Katsuragi begleitet, die über die aktuelle Situation in Fukushima berichtete.

Japanerin Shinoba Katsuragi Zeitzeugin der Reaktorkatastrophe von Fukushima

Die Japanerin ist Zeitzeugin der Reaktorkatastrophe von Fukushima. An den Vorabend des 11. März erinnert sie sich genau. Das Erbeben. Die Ausläufer der heftigen Erdstöße waren sogar im 600 km entfernten Osaka – ihrem Wohnort zu spüren. Ihre Wohnung im 34. Stock eines Hochhauses habe ganz schön geschwankt, erzählte Katsuragi. 2013 kam die Japanerin als Dolmetscherin nach Deutschland. Inzwischen ist sie im internationalen Widerstand gegen Atomenergie aktiv.

Der Pressespiegel dazu:  mobile Atomaufsicht SZ 10.03.2017

10. März 2017 – 19:00 h:  Ausstellungseröffnung in der Trinitatiskirche Wolfenbüttel

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Die Ausstellungen „Das Kreuz von Tschernobyl“, „Das Kreuz von Asse und Konrad“ und „Entdeckung der Radioaktivität“ wurde im Beisein von Schirmherrn Jörg Röhmann (Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) eröffnet. Weitere Fotos und die Begrüßung von Sozialdiakon i.R. Paul Koch und das Grußwort von Jörg Röhmann sind im Wortlaut auf der Website zu den Ausstellungen zu finden:

https://kreuzvontschernobylundfukushima.wordpress.com/2017/04/14/ausstellungseroeffnung/

Der Pressespeiegel dazu: Pressespiegel Ausstellungseröffnung

 

11. März 2017 –   6. Fukushima-Jahrestag     Fukushima-Zeitzeugin  im Interview mit dem NDR

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13. März 2017 –  17:00 h „Kanon der kleinen Stimmen“ Film von Hitomi Kamanaka im Filmpalast Wolfenbüttel

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Der bewegende Dokumentarfilm schildert die Situation der Einwohner von Fukushima, die nun mit den Folgen der Reaktorkatastrophe von März 2011 leben müssen. Nicht alle konnten fliehen und die hier verbliebenen werden von der Regierung, die die „Sache“ am liebsten unter den Teppich kehren würde, alleine gelassen.  Wegen der erhöhten Strahlung sorgen sich die Mütter um ihre Kinder. Alles ist radioaktiv kontaminiert, auch die Nahrungsmittel. Die Kinder bekommen Schilddrüsenkrebs und andere Erkrankungen – wirkliche Hilfe von den Behörden gibt es jedoch nicht. Eher das Gegenteil! So werden z. B. für das Schulessen Lebensmittel aus der Region verwendet. Der Reis aus Fukushima sei laut den Behörden unbedenklich und könne von den Kindern ruhig verzehrt werden. Aus den besorgten Müttern formiert sich eine Gruppe, die „Haha-Ranger“, die nun gemeinsam versuchen ihre Kinder zu schützen und andere Leute über die Gefahren der Radioaktivität aufklären wollen. Sie schaffen sogar „saubere“ Lebensmittel aus anderen Regionen heran. Die Regisseurin Hitomi Kamanaka, die sich schon in früherer Zeit für die Strahlenopfer, vor allem Kinder in Tschernobyl eingesetzt hat, hat die Betroffenen in der Präfektur Fukushima über 2 Jahre lang begleitet und Interviews mit ihnen geführt, woraus dann diese Dokumentation entstanden ist.  Berichte über die Tschernobylkinder fließen in die Dokumentation ein. Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto berichtete nach der Filmvorführung über die aktuelle Situation in Fukushima. Takashi Kunimoto ist selbst Filmemacher und hat einen Dokumentarfilm über die Hiroshima-Hinterblieben  und einen Kurz-Film über Endlager in der Asse und in Japan gemacht. Er lebt seit 4 Jahre mit seiner Frau und inzwischen 3 Kindern in Braunschweig. Der Film wurde in Kooperation mit dem  „Filmpalast“,  „Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e.V.-“ (reka), dem Verein „Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V.“ und der Europäischen Aktionswoche in das Programm EuAW / BS 2017 aufgenommen werden.

Der Pressespiegel dazu:  Pressespiegel – Kanon der kleinen Stimmen – 13 März 2017

15. März 2017 –  08:00 h Zeitzeugenbericht in der IGS Franzsches Feld/ Braunschweig IMG_1993 IMG_1995

 

15. März 2017 –  19:00 h „Literatur und Musik – Geschichten unterm Kreuz“ -1- Trinitatiskirche

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„Der Erlöser von Tschernobyl“ aus „Mein russisches Abenteuer“ (Jens Mühling)
„Fukushimaer unerwünscht“ von Ruru HONMA, Onagawa, Preisträgerin/ Nationaler
Aufsatzwettbewerbs von Mittelschüler(innen) über die Menschenrechte.
„Masami Yoshizawa: Von einem, der alles verloren hat und keine Furcht mehr kennt“. Lesung: Pfarrerin Kirstin Müller;  Musik: Niklas Wohlt, Piano.

 

16. März 2017 –  14:15 h Zeitzeugenbericht in der IGS Franzsches Feld/ Braunschweig

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19. März 2017 –  18:00 h Asse-Andacht / Remlingen

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36. ökumenische Asse-Andacht am Asse-Schacht, vorbereitet von der „pax-christi-Basisgruppe Braunschweig“.

 

22. März 2017 –  14:00 h Pressegespräch zur Veranstaltung „Windkraft und Landschaftsverträglichkeit“ in Winnigstedt.

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Pressbericht dazu:  Pressespiegel Vorankündigung Windkraft und Landschaftsverträglickeit

 

23. März 2017 –  19:00 h „Schreibwerkstatt“ in der Trinitatiskirche

Vorankündigung zu Schreibwerkstatt und Benefizkonzert: Schreibwerkstatt u Benefizkonzert – Schauf. 19.3.2017

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„Erzähl mir von Tschernobyl – Erzähl mir von Fukushima“. Unter Leitung von Pfarrerin Kirstin Müller konnten die Teilnehmer bei der Vorstellungsrunde zunächst berichten, wo sie sich zum Zeitpunkt des Unfalls aufgehalten haben und wie alt sie damals waren. Nach vorgegebenen 4 Halbsätzen konnte anschließend jeder sich einen oder mehrere Halbsätz aussuchen um dazu die eigenen Erinnerungen zu aktivieren und zu formulieren. Im nächsten Schritt stellten sich die Teilnehmer ihre Geschichten vor.

Pressebericht dazu: BZ-Bericht -Schreibwerkstatt –

 

25. März 2017 –  16:00 h „Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fuklushima“ in der Trinitatiskirche.

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Presseberichte dazu: Pressespiegel Benefizkonzert

30. März 2017 –  19:00 h Vortrag in der Trinitatiskirche: „Entdeckung der Radioaktivität“

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31. März 2017 –  19:00 h „Energielandschaft Ostbraunschweigisches Hügelland im Werden“ – Dorfgemeinschaftshaus Winnigstedt.

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Presseberichte dazu: Pressespiegel -Windenergie

 

06. April 2017 –  19:00 h „Literatur und Musik – Geschichten unterm Kreuz“ -2-  Trinitatiskirche

Vorankündigung: Vorankündigung Literatur und Musik -2-

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Lesung (Ralf Kleefeld) aus Robert Jungk * Griff nach dem Atom „Die letzten Abenteurer“  mit Musik von Andreas von Einem.

13. April 2017 –  09:00 h  Abholung „Stele“ bei der Salzgitter AG  für den Lutherbaum

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In der Sozialwerkstatt der Salzgitter AG wurd die von der Grtafikerin Carmen More´entworfene Stele kostenlos hergestellt. Von links: Pfarrer Dirk Westphal und Sozialdiakon i.R. holen die Stele ab und überreichen als kleinen Dank einen Oster-Präsentkorb.  Presseberichte dazu:Pressespiegel Stele – Abholung

 

20. April 2017 –  19:00 h „Literatur und Musik – Geschichten unterm Kreuz“ -3-  Trinitatiskirche

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Autorin Heike Sabel liest aus ihrem 3. Buch „Alles wird gut“. Musikalische Begleitung. Familie Galter.  Pressebericht dazu: Pressebericht Autorenleseung

21 April 2017 –  09:00 h  Heike Sabel besucht die ehemalige Grenzübergangsstelle Mattierzoll und das Asse-Info-Zentrum/Remlingen

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23 April 2017 –  15:00 h Ankunft der Tschernobyl-Zeitzeugen in Watzum und Besichtigung der ehemaligen Grenzübergangsstelle Mattierzoll

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Von links: Adam und Klaudzija Varnets und Doilmetscherin Svetlana Margolina entdecken ihre Geschichte in „Tschernobyl-Erinnerungen.  „Tschernobyl-Erinnerungen“:https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/

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24 April 2017 –  15:00 h  Pressegspräch mit den Tschernobyl-Zeitzeugen im ajab / Wolfenbüttel

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Das Pressegspräch am24. April im Amt für Jugendarbeit hatte zum Ziel,  die Tschernobyl-Zeitzeugen Klauzija und Adam Varanets vorzustellen. Desweiteren gingen es um einen Rückblick auf die bisherigen  und dann natürlich die bevorstehenden  Programmpunkten. Pressebericht: BZ – Tsch . -Zeitzeugen

24 April 2017   –   Kneitlingen Geburtsort von Till Eulenspiegel

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25. April 2017 –  11:00 h Zeitzeugenbericht in der IGS Franzsches Feld/ Braunschweig…

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 …und Stadtbummel

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25. April 2017 – Ausstellungsführung für die Tschernobyl-Zeitzeugen durch Dr. Benno Dalhoff

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25. April 2017 –  20:00 h  Zeitzeugenberichte und Kerzenaktion in der Trinitatiskirche

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Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen berichten…

…danach „europaweite Kerzenaktion“

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26. April 2017 –  31. Tschernobyl-Jahrestag

Vorankündigung: Vorankündigung Tschernobyl-Jahrestag

26. April 2017 – 11:00 h – 16:00 h Sonderpostamt im Rahmen der Ausstellung in der Trinitatiskirche

Vorankündigung: Vorankündigung Sonderpostamt

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Dr. Bednno Dalhoff präsentiert in der Trinitatiskirche / Sonderpostamt die von ihm entworfenen Schmuckumschläge und Sonderstempel.

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Pfarrer Stefan Lauer und Sozialdiakon i.R. Paul Koch überreichten die ersten Schmuckumschläge mit Fukushima/Tschernobyl/Aktions-Briefmarke und Sonderstempel an: Landesbischof Dr. Christian Meyns; Propst Dieter Schultz-Seitz; Heinz-Rainer Bosse (Stellv. von Bürgermeister Pink); Konsul Vasiyl Marushchynets (Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg); Ruslan Schamankov (Botschaft Belarus in Berlin);  Tschernobyl-Zeitzeugen Klaudzija und Adam Varanets mit Dolmetscherin Svetlana Margolina; Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto; Axel und Dorothea Becker (Sponsoren der Aktion); Bodo Walther (Arbeitskreis Japan/Landeskirche und Mitglied im Trägerkreis „Europäische Aktionswochen….“ und Dr. Benno Dalhoff aus Soest / NRW, Ideen- und Vorlagegeber für die Schmuckumschlag und der individuellen Briefmarke (und Autor der Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“).

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 Presseberichte zum Sonderpostamt:  Pressespiegel Sonderpostamt

26. April 2017 – 11:55 h „Andacht am Lutherbaum“ in Salzgitter

Vorankündigung: Vorankündigung Andacht am Lutherbaum

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Statements der Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen

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Von links: Pfarrer i.R. Albrecht Fay, Rosemarie Streich; Landebischof Dr. Christian Streich; Pfarrerin Kistin Müller

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Landesbischof Dr. Christian Meyns und Oberbürgermeister Frank Klingebiel bei der Enthüllung der Stele.

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Von links: Oberbürgermeister Frank Klingebiel; Umweltbeauftragter Pfarrer Rolf Adler; Präsident des Bundesamt für Strahlenschutz Wolfram König

IMG_2990 IMG_2993Konsul Von links: Vasiyl Marushchynets (Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg); Ruslan Schamankov (Botschaft Belarus in Berlin).

Presseberichte dazu: Andacht am LB – salzgitterr.de 26.4. u BZ-SZ 28.4.

 

26. April 2017 – 19:00 h“Literatur und Musik – Geschichten unterm Kreuz“ – 4 –  Trinitatiskirche

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Statement der Tschernobyl-Zeitzeugen zum Tschernobyl-Jahrestag. Ralf Kleefeld liest aus „Tschernobyl –  Chronik der Zukunft“  (Svetlana Alexijewitsch).

 

27. April 2017 –  09:00 h Zeitzeugenbericht in der IGS Henriette-Breymann Schule/ Wolfenbüttel.

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28. April 2017 –  11:30 h Zeitzeugenbericht in der Adolf-Grimme-Gesamtschule/ Goslar…

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Pressebericht dazu: Zeitzeugen in der Gesamtschule Goslar

…danach Stadtbummel mit den Tschernobyl-Zeitzeugen in Goslar

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28. April 2017 –  19:00 h Podiumsdiskussion zum Abschluss der Ausstellungen / Trinitatiskirche

Vorankündigung: Vorankündigung Podiumsdiskussion

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Der „Aussiedler-Chor“ Nadeshda sang folgende Lieder aus Russland, Ukraine und Belarus: Hilf mir; Hinter stillem Fluß; Himmel; Pferd; Elternhaus

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von Links: Paul Koch bei der Begrüßung; Tschernobyl Zeitzeugen Klaudzija Varanets, Dolmetscherin Svetlana Margolina und Tschernobyl-Zeitzeuge Adam Varanets bei Ihrem Statement zur Ausstellung.

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Von links: Dr. Rainer Gellermann; Dr Winfried Eisenberg

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Podium von Links: Dr. Winfried Eisenberg, Dr. Rainer Gellermann, Dr. Benno Dalhoff, Jürgen Menge, Rudolf Fricke und Moderator Michael Fuder.

Zum Abschluss der Ausstellung:

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Besucherzahlen  (folgen)

Besuchsbericht „Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen“: Grüne besuchen Ausstellung Wolfenbüttelheute.de 6.4.2017

29. April 2017 –  18:00 h Abschlussabend mit Tschernobyl – und Fukushima-Zeitzeugen in Watzum

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30. April 2017 –  13:00 h Abreise Tschernobyl – Zeitzeugen

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07. Mai 2017 –  17:00 h Asse-Konzert – Schünemansche Mühle / Wolfenbüttel

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Pressebericht dazu: Asse-Konzert

 

18. Mai 2017 –  11:00 h – 16:00 h  Briefmarken-Ausgabe

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Wird weiter fortgesetzt…

 

 

 

 

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EuAW 2017 / Region Braunschweig

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Bei den vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (www.ibb-d.de) initiierten und unterstützten europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ fanden 2016 über 400 Veranstaltungen in 220 Städten und 13 Ländern statt.    *    2017 gehen die Europäischen Aktionswochen in die 6. Runde.    *   Die Region Braunschweig ist das 5. Mal mit dabei.    *     Im Folgenden die Planung für 2017 in der Region Braunschweig.  (wird ständig aktuallisert) 

Vom 10.3. bis 07.5. finden die diesjährigen „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ / Region Braunschweig statt. Schwerpunktmäßig wird in der genannten Zeit eine Ausstellung in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel  mit entsprechendem Rahmenprogramm zu sehen sein. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen, die sowohl in das offizielle Programm mit eingeplant werden, aber auch  (kostenlos) für Berichte und Gespräche in Schulen und Gruppen gebucht werden können. Darüber hinaus gibt es weitere interessante Veranstaltungen zu den Themen „Gedenken an Tschernobyl und Fukushima“ und „Ernuerebnare Energie/ Energiewende“.  Ansprechpartner Paul Koch: paul.koch47@gmx.de.

Im Folgenden wird hier berichtet über:

  • Tschernobyl und Fukushima –  Zeitzeugen
  • Schirmherrschaft
  • Veranstaltungsplan (wird weiter aktualisiert)
  • Die Ausstellung (en)
  • Trägerkreis Region Braunschweig
  • Kooperationspartner (folgt)

euaw-bs-002   Tschernobyl und Fukushima –  Zeitzeugen

Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto  jum_7878-takashi-kunimoto

Takashi Kunimoto spricht deutsch. Er lebt seit einigen Jahren in Braunschweig. Er ist nach Fukushima in die Heimat seiner Frau gezogen. Da er in Braunschweig lebt ist sein Einsatz in Schulen und Gruppen grundsätzlich im gesamten Zeitraum (10.3. – 28.4.2017) der EuAW / Region Braunschweig (nach Absprache) möglich.

Informationen zu Takashi Kunimoto hier:  (folgt)

Fukushima-Zeitzeugin Shinobu Katsuragi  dsc05402

Shinobu Katsuragi spricht deutsch. Sie lebt seit einigen Jahren in Mühlheim/Ruhr. Sie ist nach Fukushima nach Deutschland umgesiedelt. Sie wird zum Auftakt der EuAW 2017 / BS am 10. und 11. März in unserer Region sein. Einsatzmöglichkeiten außerhalb des Programmes sind nur sehr eingeschränkt möglich.

Informationen zu Shinobu Katsuragi hier:  https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2016/11/27/die-gegenwart-in-tschernobyl-ist-die-zukunft-von-fukushima/

http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/vhs-dozentin-erinnert-muelheimer-an-fukushima-id9837379.html

Wenn die Links nicht direkt funktionieren, dann bitte den Link kopieren und ins Adressefeld eingeben.

Tschernobyl –  Zeitzeugen   

Klaudzija und Adam Varanets  01

Adam und Klaudziya Varanets  sprechen russisch und werden von der Übersetzerin Svetlana Margolina begleitet.  Adam und Klaudziya Varanets wohnten 25 km vom Reaktor entfernt. Sie arbeiteten als Lehrer/Lehrerin und mussten von Mai bis September 1986 ihr Dorf (die Schule) dekontaminieren. Im September wurden sie – nach dem gescheiterten Versuch der  Dekontamination – umgesiedelt.  Adam und Klaudziya Varanets stehen vom 24. bis 30. April 2017  für Vortrage, Bericjhte, Gespräche zur Verfügung

Informationen zu Adam und Klaudziya Varanets  hier: https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2017/01/04/keine-geraeusche/

Wenn der Link nicht direkt funktionieren, dann bitte den Link kopieren und ins Adressefeld eingeben.

euaw-bs-002  Schirmherrschaft

111185   Schirmherr für die Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima / Region Braunschweig 2017 ist Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Mit der Erinnerung an die Folgen der Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima wirken wir dem Vergessen des unendlichen gesundheitlichen Leides der vom radioaktiven Fallout betroffen Menschen entgegen. Gleichzeitig sind wir durch die unübersehbaren Folgen der atomaren Kontamination zu aktiver Hilfeleistung aufgefordert. Daher ist es mir eine Herzensangelegenheit, die Schirmherrschaft der Aktionswoche 2017 für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima zu übernehmen.

Tschernobyl und Fukushima sind Sinnbilder für den Schrecken nuklearer Katastrophen.

Diese Orte haben die bedingungslose Technikgläubigkeit der Menschheit zutiefst erschüttert. Weite Gebiete in der Republik Belarus, der Ukraine und in Japan sind durch den radioaktiven Fallout kontaminiert und vielleicht dauerhaft unbewohnbar geworden. Der Verlust der Heimat und unabsehbare gesundheitliche Folgen haben unendliches Leid über die dort lebenden Menschen gebracht.

Tschernobyl und Fukushima sind Mahnmale für den Zusammenhalt der Menschheit und die Notwendigkeit dort zu helfen, wo unsere Hilfe gebraucht wird.

euaw-bs-002  Veranstaltungsplan (wird ständig aktualisiert)

Im Mittelpunkt unserer Planung für 2017 ist eine dreiteilige Ausstellungen in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel.

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(Informationen zu den Ausstellungen weiter unter im sep. Absatz).

Im Folgenden (chronologisch) das Gesamtprogramm (inklusive Rahmenprogramm zu den Ausstellungen)  der Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima in der Region Braunschweig.

Freitag 10.März, 12:00 h; Jugendkirche, Braunschweig Herzogin-Elisabeth-Straße 80A

„Neuer Himmel – Neue Erde“ (Offb 21,1-5)     Mittagsgebet zum Fukushima-Jahrestag u.a. mit Fukushima-Zeitzeugin Shinobu Katsuragi

Freitag 10.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Ausstellungseröffnung

  • „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“
  • „Das Kreuz von Asse und Konrad“
  • „Entdeckung der Radioaktivität“

Begrüßung: Pfarrer Stefan Lauer / Diakon i.R. Paul Koch

Kurzstatement: Shinobu Katsuragi (Fukushima-Zeitzeugin)

Grußwort(e):

  • Dieter Schultz-Seitz, Propst
  • Schirmherr Jörg Röhmann (Staatsekretär)

Kurz-Statement „Kreuz“:  Rolf Adler, Pfarrer, Umweltbeauftragter der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig

Einführung in die Ausstellungen

  • „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“: Dr. Benno Dalhoff, BUND; Soest / NRW
  • „Das Kreuz von Asse und Konrad“: Jürgen Selke-Witze (Pastoralreferent/ Umweltbeauftragter im Bistum Hildesheim).
  • „Entdeckung der Radioaktivität“: Rudolf Fricke, Lehrer i.R./Historiker

Hinweise zum Ausstellungs-Rahmen-Programm und zum Gesamtprogramm der EuAW/BS 2017: SozialdDiakon i.R. Paul Koch

Musik:   Alla und Gennady Vinogradskij;  Akkordeon und Domra

Montag, 13. März, 17:00 h; Filmpalast (Kino) Wolfenbüttel, Lange Straße 5

„Kanon der kleinen Stimmen“ Film über Tschernobyl- und Fukushima-Kinder (von  Hiotimi Kamanaka). In Kooperation mit „Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur“ (reka) und Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V.  DVD von „Kanon der kleinen Stimmen“ kann dann für 25,00 € erstanden werden. Vor dem Film wird unser Fukushima-Zeitzeuge Takashi  Kunimoto in die Thematik einführen.

Eintrttspreis: 5,- €

Mittwoch 15.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

Geschichten über Tschernobyl und Fukushima

„Der Erlöser von Tschernobyl“ aus „Mein russisches Abenteuer“ (Jens Mühling)

„Fukushimaer unerwünscht“  von  Ruru HONMA, Onagawa Mittelschule 3. Jahr; Preisträgerin/ Nationaler Aufsatzwetbewerb von Mittelschüler(innen) über die Menschenrechte. Preis des Leiters der Abteilung für den Schutz der Menschenrechte (Justizministerium)         全国中学生人権作文コンテスト ・ 入賞作品紹介「福島県民お断り」
■法務省人権擁護局長賞 「福島県民お断り」女川中3年 門馬瑠々さん

_MG_9818Leserin: Pfarrerin Kirstin Müller

niklas-wohlt  Musik: Niklas Wohlt spielt: Solo Piano – Smooth Jazz; Ruhige Ballade, Improvisationen & Jazzstandards

Sonntag 19.März, 18:00 h; Vor dem Tor von Asse II, Remlingen, Am Walde 1,

img_3408  Asse-Andacht

Donnerstag 23.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Schreibwerkstatt „Erzähl mir von Tschernobyl – Erzähl mir von Fukushima“   mit Pfarrerin Kirstin Müller.

Samstag 25.März, 16:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

„Geistliche und weltliche Musik“

Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima, mit dem Akkordeonorchester der Georg-Sauerwein-Realschule Gronau; Leitung Christiane Kunze.

akkordeonorchester

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Donnerstag 30.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Vortrag:   „Experimente – Entdeckungen – Folgerungen“.

Frühe Radioaktivitätsforschung in Wolfenbüttel/Braunschweig.

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Rudolf Fricke, Lehrer i.R./ Historiker.

Freitag 31.März, 19:00 h; Dorfgemeinschaftshaus Winnigstedt, Roklumer Straße 2;

Vortrag mit Diskussion:

Energielandschaft Ostbraunschweigisches Hügelland im Werden – Gestaltungsansätze zur Windnutzung in und um Winnigstedt

In der vom Zweckverband Großraum Braunschweig herausgegeben Studie „Stadt-Landschaft 2030 – Beiträge zu STADT + UM + LAND Region Braunschweig“ würdigt der Stadtplaner und Architekt Prof. Walter Ackers eindringlich die landschaftlichen Qualitäten des Ostbraunschweigischen Hügellandes. Dieser sanft bewegte, durch Elm und Asse gegliederte Landschaftsraum bildet eine abgegrenzte räumliche Einheit. Es zeichnet sich durch ein wellenartiges Relief mit abwechslungsreichen Raumbildungen aus. Dabei bieten sich viele Hochpunkte mit beeindruckende Ausblicken in das Urstromtal des Großen Bruchs sowie über die Höhenzüge Huy und Großer Fallstein hinweg auf den Harz. Ackers plädiert dafür, diese Qualitäten mit einer sorgfältigen  Standortkonzeption für Windenergieanlagen herauszuarbeiten. Der von der Ev. Akademie Braunschweig initiierte Arbeitskreis Ästhetische Energielandschaften nimmt  diese Herausforderung an und will dazu mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und ihren politischen Vertretungen ins Gespräch kommen. Er stellt am 00.00.2017 im Dorfgemeinschaftshaus Winnigstedt eine Vorstudie zur Weiterentwicklung der Windkraftnutzung zwischen Uehrde, Barnstorf, Gevensleben, Winnigstedt und Roklum zur Diskussion. Aufbauend auf eine Analyse des Ist-Zustandes werden Entwürfe unterbreitet, die in einer ersten landschaftsarchitektonischen Annäherung aufzeigen, wie sich die dortige Windnutzung mit dem umgebenden Raumgefüge verbinden ließe. Ergänzend wird der Vorschlag  für einen Verfahrensbaustein skizziert, der Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, sich frühzeitig mit den räumlichen Implikationen des Regionalisierten Flächenansatzes zum Ausbau der Windenergie zu befassen und sich konstruktiv gestaltend in das nächste ZGB-Verfahren einzubringen. Die Niedersächsische Landesregierung will mit einem Erneuerbare-Energie-Mix, der zu 30% aus Windkraft besteht, den Grundstein für die Umsetzung der Energiewende legen. Folgt man dem Nds. Windenergieerlass, werden dafür – unter der Annahme von zukünftig bis auf 200m steigende Nabenhöhen – 1,4% der Landesfläche benötigt, wobei die einzelnen Gegenden Niedersachsens höchst unterschiedlich gefordert sind. Während z.B. die Grafschaft Bentheim oder der Landkreis Oldenburg dafür 0,8% ihrer Fläche beisteuern müssen, ist der Zweckverband Großraum Braunschweig gefordert, dafür 2,1%  auszuweisen. Er arbeitet derzeit darauf hin, 1,4% seiner Gesamtfläche für die Windstromgewinnung zu sichern. Betrachtet man den Ist-Zustand zusammen mit Begründungen für die laufenden Erweiterungsvorhaben im Bereich des Ostbraunschweigischen Hügellandes ist festzustellten,  dass das Umfeld von Asse und  Heeseberg zu einem Schwerpunkt der Windkraftgewinnung im ZGB entwickelt wird.

Leitung: Dr. Gudrun Beneke + Dr. Wilfried Theilemann;  mit Schirmherr Jörg Röhmann, Samtgemeindebürgermeisterin Regina Bollmeier und Michael Wachsmann, Bürgermeister / Winnigstedt.

Donnerstag 06. April , 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

„Der Griff nach dem Atom“ aus: „Die Zukunft hat schon begonnen“ (Robert Jungk).    Mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlags.

DSCF0031 Leser: Ralf Kleefeld;

20170403_134716Musik: Andreas von Einem; Improvisationen zu Ant-AKW-Liedern

Donnerstag 20.April, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

Autoren-Lesung mit Musik: „Wsjo budjet horocho“ (alles ist gut).   

ichAutorin/Leserin: Heike Sabel, Pirna;

streich-drio-galterMusikalische Unterstützung  mit Violine,  Cello   und  Klavier, Kammermusik-Ensemble  (Fam. Galter)

Dienstag 25.April, 20:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Vorabend des  31. Tschernobyl-Jahrestag mit Zeitzeugenberichte und Kerzenaktion

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jum_7878-takashi-kunimoto Takashi Kunimoto / Fukushima

01Adam und Klaudia Varanets Tschernobyl  (Übersetzerin: Svetlana Margolina)

Pfarrer Stefan Lauer/ Diakon i.R. Paul Koch;

Dienstag 25.April, 21:00 h; Marktkirche, Goslar, Markt 1

Kerzenaktion am Vorabend des Tschernobyl-Jahrestag´s,  Pfarrerin Kirstin Müller

Mittwoch 26.April, 11:00 – 16:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Sonderpostamt zum Tschernobyl-Jahrestag.

Spezielle „Tschernobyl- und Fukushima-Briefmarken“ und Sonderstempel erhältlich.

IMG_20170222_Tschernobyl-Fukushima 70er EuAW-BS     „Individuelle Tschernobyl/Fukushima-Briefmarke“: Idee: Dr. Benno Dalhoff; Gestaltung: Wilfried Lerchstein.

stempel     umschlag„Sonderstempel und Schmuck-Briefumschlag“: Entwurf: Dr. Benno Dalhoff;  Grafische Realisierung: Martin Ellerkmann

Schmuckumschlag 001 Schmuck-Briefumschlag mit Briefmarke und Sonderstempel.  Set am Aktionstag: 3,- €

Mittwoch 26.April; 11:55 h; Salzgitter-Lebenstedt,Willy-Brandt-Str./ Konrad-Adenauer Str.

„Der Glaube ist der Anfang aller guten Werke“   (Martin Luther, 10.11.1483 – 18.02.1546)

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Andacht am Lutherbaum.

Foto LB  Predigt: Landesbischof Dr. Christoph Meyns.

Mit

jum_7878-takashi-kunimoto  Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto,

01  Tschernobyl-Zeitzeugen Adam und Klaudzija Varanets

IMG_7076Dolmetscherin: Svetlana Margolina). Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrer Rolf Adler (Umweltbeauftragter , Landeskirche Braunschweig), Pfarrer Dirk Westphal, Sozialdiakon i.R. Paul Koch mit Team.  Mit Enthüllung der neuen Stele „Lutherbaum“ durch Landesbischof Dr. Meyns und Oberbürgermeister Klingebiel. 

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Die Hinweis-Stele zum Lutherbaum wird kurz vor der Aktion in Baumnähe angebracht un im Laufe der Andacht von Landesbischof Dr. Meyns und Oberbürgermeister Klingebiel enthüllt.

Mittwoch 26.April, 19:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreu

Aus: „Tschernobyl –  Chronik der Zukunft“  (Svetlana Alexijewitsch).

DSCF0031Leser: Ralf Kleefeld;

mit Einspielung weißrussischer Folklore

Donnerstag 27. April bis Samstag 29. April; Konferenz-Center im BZV Medienhaus, Hintern Brüdern 23, 38100 Braunschweig

(Genauer Ablaufplan folgt. Derzeitiger Planungsstand abrufbar: 0531-88538803)

Vorträge, Workshops, Rahmenprogramm  * Gründung einer Bürger-Gesellschaft

Wohnen ohne Nebenkosten in netter Nachbarschaft, gemeinschaftlich, klimafreundlich, nachhaltig, bezahlbar

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In Kooperation mit dem gemeinnützigen Bürgerverein Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e.V. (reka). Anmeldung und aktuelle Infos unter http://www.r-eka.de und 0531-88538803

Freitag 28.April, 19:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

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Podiums-Diskussion zum Abschluss der Ausstellungen:

„Entdeckung und Wirkung der Radioaktivität“

Begrüßung:  Pfarrer Stefan Lauer / Diakon i.R. Paul Koch

Kurz-Statement: Tschernobyl-Zeitzeugen Adam und Klaudia Varanets (Dolmetscherin: Svetlana Margolina).

Eingangsreferat:

Passfoto_2008_DSCF0019 (3)#Dr. Rainer Gellermann.    Rainer Gellermann ist Physiker. Er begann seine berufliche Tätigkeit in der Hydrogeologie, arbeitete später im Bereich Umweltschutz und ist inzwischen vor allem im  Strahlenschutz mit dem Schwerpunkt Radioökologie aktiv. Nebenberuflich befasst es sich mit den gesellschaftlichen Fragen seines Fachgebietes sowie der Endlagerung, auch im Zusammenhang mit der Asse. Er war von 2008 bis 2016 Mitglied der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK).

Der Strahlung kann man nicht ausweichen. Wenn man ihr begegnet, sollte man aber beide Augen offen halten.

Podium:

Fricke_02Rudolf Fricke,  Wolfenbüttel  (Lehrer i. R. / Historiker)

Forschungen zum Naturphänomen Radioaktivität und in der Folge damit beispiels-weise möglich gewordene Erkenntniszuwächse zu Strukturen der Materie oder technische, medizinische Nutzungen sind bis in die 1960er-Jahre von Euphorie getragen gewesen. Diese hat sich dann nicht etwa relativiert, sondern ist in eine regelrechte Radiophobie umgeschlagen. In dieser Umstimmung sind Trennschärfen bei der Betrachtung von Strahlen-expositionen und Risiken durch natürliche terrestrische und extraterrestrische Strahlung, durch Atomwaffenversuche, Kraftwerksunfälle, Radionuklide verarbeitende Betriebe und so weiter verloren gegangen. Man gewinnt aus Mahn und Informationsveranstaltungen gelegentlich den Eindruck, als sei die ionisierende Strahlung der Radioaktivität die Bedrohung für die Menschheit schlechthin. Bei dieser Stimmungslage wird es nicht möglich sein, Lösungs-bemühungen für Problemfälle zu einem breit akzeptierten Konsens zu führen.

Eisenberg W Neue Westfälische 120213-2039-hf1Dr. Winfrid Eisenberg,  Herford  (Kinderarzt i.R. /  IPPNW)

Je jünger ein Kind ist, desto schneller wächst es. Der Embryo, das Kind in den ersten Schwangerschaftswochen, wächst am schnellsten. Wachsen geschieht durch hohe Zellteilungsfrequenz. Zellen in den Teilungsphasen sind durch ionisierende Strahlen und Gifte jeder Art viel stärker gefährdet als ruhende Zellen. Das ist der Hauptgrund für die besondere Strahlensensibilität der Kinder. Für  Embryos bedeutet schon eine minimale Strahlenbelastung ein großes Risiko. 

2016-03-14 15.37.07Dr. Benno Dalhoff; Soest / NRW (BUND; Autor/Produzent  der Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“)

Der Strich der Natur ist zerbrochen!  Die Natur hat auf Grund der Erbinformation für jedes Lebewesen ein klar und eindeutig vorgegebenes Programm, das einen Organismus mit all seinen Charakteristika bestimmt. Es ist, als würde die Natur wie ein Künstler ein Lebewesen mit klarem Strich zeichnen. Treten allerdings Unregelmäßigkeiten im genetischen Programm auf, so kann der klare Strich der Natur außer Kontrolle geraten oder aber völlig zerbrechen mit z.T. fürchterlichen Konsequenzen für den betroffenen Organismus. Und genau diese Situation versuche ich in meinen Arbeiten darzustellen; denn als Naturschützer habe ich immer wieder feststellen müssen, dass alleinige Information in den Medien nur eine geringe Halbwertszeit besitzt, und man schnell wieder zur Tagesordnung übergeht. In meinen Bildern und Objekten richte ich daher den Fokus bewusst auf scheinbar unbedeutende Details, wie z.B. die strahlungsbedingte Veränderung (Mutation) eines Eichenblattes oder eines Schmetterlingsflügels. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass diese Veränderungen stellvertretend für die Zerbrechlichkeit allen Lebens auf der Erde stehen, und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres Planeten für uns und für kommende Generationen eine Überlebensaufgabe ist.                

Menge IMG_7950Jürgen Menge, Herzberg (Physiklehrer i.R. / Verein für Umweltschutz Herzberg e.V.)

Meine Erfahrung mit Tschernobyl: „Durch die Katastrophe von Tschernobyl ist meine Verantwortung für unsere Umwelt und die Zukunft meiner Kinder gewachsen. Jeder von uns sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten diese Verantwortung wahrnehmen.  Viele kleine Veränderungen können Großes bewirken.“

Portrait Michael Fuder Moderator: Michael Fuder

Musik: Chor Nadeshda

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Der Chor besteht seit 11 Jahren. Die Mitglieder sind Spätaussiedler aus Russland, Kasachstan und der Ukraine. Sie singen Volkslieder aus ihren Herkunftsländern. Ihre Kleidung haben sie selber entworfen und genäht.

 

Sonntag 07. Mai, 17:00 h;  Rathaus-Saal, Wolfenbüttel, Stadtmarkt 3-6 (angefragt)

asse-konzerte    Eröffnung der Asse-Konzerte 2017
„Und es ist das ewig Eine“ – Oper & Lyrik

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Hans Gröning (Bariton),                                        Byron Knutson (Klavier),  Anna Stieblich (Texte)

Weitere Infos unter: www.asse-konzerte.de

Eintritt frei, Spenden für Anti-Atom-Initiativen

euaw-bs-002  Die Ausstellung (en)

„Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima – Der Strich der Natur ist zerbrochen“

(Die Ausstellung will darauf hinweisen, dass wir niemals eine Technik verwenden dürfen, die wir nicht beherrschen. Schaut man sich die Bilder mit den menschlichen Tragödien aus Tschernobyl und Fukushima an, so wird mehr als deutlich, dass wir nur Technik nach menschlichem Maß verwenden dürfen.)

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„Das Kreuz von Asse und Konrad“

Die Ausstellung zeigt das Originalkreuz der Asse-Andachten und die Originalkreuze der Kontrad-Gottesdienste. Dazu eine Dokumentation über die kirchliche Arbeit im Zusammenhang mit der Asse – und der Konrad-Problematik.

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(Informationen über die Probleme mit der Asse II und Schacht Konrad aus Sicht der Bürgerinitiativen von AufpASSEn e.V. [Asse II-Roll-Up-Ausstellung]  und AG-Schacht Konrad [Info-Tafel])

„Entdeckung der Radioaktivität“

Die  Ausstellung weist auf Elster und Geitel hin, die als Wolfenbütteler Wissenschaftler (1854– 1923) maßgeblich an der Entdeckung der Radioaktivität beteiligt waren und mit anderen am Thema arbeitenden Wissenschaftlern welt weit kommunizierten.

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euaw-bs-002   Trägerkreis Region Braunschweig

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Der ökumenische Trägerkreis (Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und
Institutionen / Gremien / Arbeitsbereichen der
Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig,
nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“
Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare
Energie/ Windkraft und Landschaft“; Umweltbeauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde.) beteiligt sich seit 2013 an den vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig.
Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und
Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische
Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region stärker auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen.
Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit (am Vorabend des Tschernobyl-Jahrestages [25.4.]) alle an den Aktionswochen aktiv beteiligte eine Kerzenaktion (europaweit) durchführen.
Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammenarbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft der nachfolgenden Generation verpflichtet.
Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ bzw. das
Bewusstsein das unsere Erde vor Ausbeutung geschützt werden muss. In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungsvollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn  Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Flyer zum Selbstverständnis des Trägerkreises hier:tragerkreis-euaw-selbstverstandnis-flyer-3-spaltig-29-11-2015

euaw-bs-002  Kooperationspartner (folgt)

 

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Programm EuAW 2016 / Region Braunschweig

 

Letzte Aktualisierung: 06.02.2016

 
01.03.  18:00 Uhr, Schöppenstedt, Am Markt (Rathaus)                                                            und    02.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Fukushima und die japanische Informationspolitik“
Subtiler Druck ist vor allem auf freie Journalisten in Japan sehr hoch, wenn sie sich mit den Folgen der atomaren Katastrophe in Fukushima Daiichi auseinander setzen und darüber berichten wollen. Dabei gäbe es viel zu berichten. Z.B. über die Liquidatoren/ Arbeiter an den havarierten Reaktoren. Oder der Bericht über die Kinder in Kindergarten und Schulen, die gezwungen werden Lebensmittel aus der Region Fukushima zu essen um zu zeigen, „dass mit den Lebensmittel alles in Ordnung ist“ u.v.a.m.
Frau Mako Oshidori hatte ein Medizinstudium begonnen und hatte bei ihrem Praktikum im Erdbebengebiet von Kobe (1995) gemerkt, dass Ablenkung und Unterhaltung für Menschen in Katastrophengebieten genauso wichtig ist wie Medikamente. Sie, wie auch ihr Mann Ken, wurde zur Unterhaltungskünstlerin. Mit der TEPCO-Katastrophe in Fukushima/ Dahiichi hat sich Frau Mako Oshidori, unterstützt von ihrem Mann, durch ihre Neugierde und Recherchen zur Journalistin entwickelt, und versäumt keine TEPCO-Pressekonferenz.
Referenten: Mako und Ken OSHIDORI
Dolmetscherin: Frauke Arndt Kunimoto (angefragt)
Leitung: Paul Koch

 

Remlingen, Schulenburger Str. 11 – Haus Wiegel
Asse II – Ausstellung mit Gespräch
Do. 03.03. 19:00 Uhr Eröffnung mit Sektempfang und jap. Zeitzeugen.                       Weitere Termine:
Do. 10.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 17.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Di. 22.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 31.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 07.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 14.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 28.04. 19:00 – 21:00 Uhr
Termine für Schulklassen oder Vereine können unter Tel. 05336 / 573 vereinbart werden. Veranstalter: AufpASSEn e.V.

 

06.03. 15:00 Uhr, Infostelle Konrad, Salzgitter
„Kreuzweg der Schöpfung“
Jürgen Selke-Witzel, Pastoralreferent, Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim
Domkapitular Reinhard Heine, Regionaldechant
Veranstalter: Bistum Hildesheim

 

07.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Die Kinder von Fukushima / Die Kinder von Tschernobyl“
Die Referentin für „Die Kinder von Fukushima“, Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund, rief unmittelbar nach der dreifachen Katastrophe in Nordostjapan im März 2011 das Projekt „Hilfe für Japan“ für Fukushima-Kinder ins Leben. Als Modell standen Kindererholungsmaßnahmen für Tschernobyl-Kinder, vor allem das Projekt „Nadeshda“ / Wileika/Belarus.
Inzwischen hat die Gesellschaft ca. 1.000 Fukushima-Kinder zur Erholung nach Okinawa eingeladen. Frau Schlütermann erzählt in ihrem Vortrag über die aktuelle Lage Fukushimas nach 5 Jahren, insbesondere über den Kampf gegen radioaktives Wasser und kontaminierten Müll, und stellt das Projekt „Hilfe für Japan“ vor. http://www.hilfefuerjapan2011.de
Der Referent für „Die Kinder von Tschernobyl“, Andreas Seifert, gehört zu den Gründern des deutsch-belarussischen Kinderheims „Nadeshda“ (Hoffnung) in Wileika/Belarus. In den Nadeshda – Aufbau-Jahren haben u.a. auch jap. Organisationen Nadeshda finanziell unterstützt. Nach der Fukushima-Katastrophe sind jap. Organisationen in eine neue Zusammenarbeit / Informationsaustausch mit Nadeshda getreten um aus den Erfahrungen von Nadeshda zu lernen. http://www.freunde-nadeshda.de/
Die Notwendigkeit der Erholung für Tschernobyl – und Fukushima-Kinder ist nach wie vor unbestritten. Die Frage der Inlands- oder Auslandserholung der Kinder ist aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.
Ohne Zweifel, die Kinder von Fukushima und die Kinder von Tschernobyl benötigen unsere Unterstützung. Auf den beiden Internetseiten finden Sie Informationen zu den Projekten und auch Informationen über Spendenkonten. Spendendosen werden auch am Veranstaltungsort zu finden sein.
Referentin: Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.
Referent; Andreas Seiverth, Vorsitzender „Leben nach Tschernobyl e.V.“ (Nadeshda) / Frankfurt
Leitung/Moderation: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

 

08.03. 19:00 Uhr, ???Wolfenbüttel; Carl Gotthardt Langhans-Schule, Wilhelm-Brandes-Straße 9
SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT
Theaterstück mit „Berliner Compagnie“
Schauplatz des Stückes ist die Küche eines Gasthofs, in dessen unmittelbarer Nähe ein Kohlekraftwerk entstehen soll. Während die Honoratioren der Stadt im Gastraum mit den Managern mauscheln, werden nicht zuletzt durch den Spüler – ein „illegaler“ Migrant aus Afrika -den Köchen einige Zusammenhänge bewusst. Bürgerprotest ist angesagt. Die Küche wird zum Widerstandsnest.
SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT hat viele bunte Zutaten: Menge Kohle- und Atomkraftwerke, dicke Schlitten, dicke Lügen, etliche Brühwürfel Berliner Politik, die Sonne über Afrika – alles serviert mit heißen Rhythmen und am Ende….. SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT. http://www.berlinercompagnie.de/index.htm
Veranstalter: Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur eV: (reka)

 

10.03. 10.30 bis 18.00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
Baukultur für Energielandschaften – Windkraftanlagen ein- und anordnen
Tagung mit Exkursion ins Ostbraunschweigische Hügelland
Dr. Gudrun Beneke / Carolin Heidloff
Veranstalter: Ev. Akademie Braunschweig in Kooperation mit dem Netzwerk Baukultur
Anmeldung: kontakt@baukultur-niedersachsen.de

 
11.03. 12:00 h, Braunschweig; Kirche St. Martini, Eiermarkt 3
Mittagsgebet zum Fukushima-Gedenktag
Inzwischen hat das Mittagsgebet zum Fukushima-Gedenktag eine Tradition im Wechsel der Veranstaltungsorte innerhalb von Braunschweig: St. Martinikirche und St. Aegidien-Kirche. Das Mittagsgebet ist vor allem für Schüler in ihrer Mittagspause (aber auch für Erwachsene) und wurde bisher sehr gut angenommen. Tradition hat auch die Beteiligung von Schülern bei den Fürbitten und der musikalischen Gestaltung, sowie Fukushima-Zeitzeugen-Berichte und Kurzandacht.
Leitung:
Mathias Welle, (Dekanatspastoralreferent)
Lars Dedekind (Landesjugendpfarrer)

 
11.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Spiritualität von Natur und Schöpfung“
Biblische Spiritualität vagabundiert nicht durch die angstbesetzten Zukunftsdiskurse auf der Suche nach Bewahrungswissen. Spiritualität bringt sich vielmehr als eine Geistesleistung ein, die die Zukunftsfrage im ökologischen Krisendiskurs mit einer Haltung verbindet. Diese spirituelle Haltung verbindet den Menschen mit dem Ganzen und spürt dem Lebensfaden nach, der sich in allen Wirklichkeiten zu erkennen geben will und unter verschüttetem Wissen zu entdecken ist. Rolf Adler, Pfarrer und Umweltbeauftragter der Landeskirche, referiert über christliche Perspektiven.
Welches „Wissen“ bildet sich in biblischer und japanischer Spiritualität ab? Welche Relevanz kann diesem Wissen heute beigemessen werden? Es geht um eine Spurensuche in einer Zeit, in der die kulturell dominanten technischen Rationalitäten nach eigener Orientierung suchen, die sensibel ist für die offensichtliche Begrenzung menschlicher Verfügbarkeitsphantasien. Guido Bürkner, Frankfurt, stellt das Beispiel der Seicho-No-Ie-Bewegung und ein spezielle ökologisches Projekt aus Japan vor.
Referenten:
Rolf Adler, Pastor, Umweltbeauftragter der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig
Guido Bürkner, Geschäftsführer des „Seicho-No-le-Freundeskreis, Deutschland.
Moderation: Pfarrer Dieter Rammler, Leiter des Theologischen Zentrums in Braunschweig
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

 

20.03.  18:00 Uhr, Remlingen; Asse-Schacht, Am Walde 2
Asse-Andacht
 

07.04. 20:00 Uhr, Wolfenbüttel; Filmpalast, Lange Str. 5
Film: „POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion“
Mit dem weltweit erfolgreichen Kino-Dokumentarfilm Die 4. Revolution – Energy Autonomy haben wir vor genau vier Jahren eine starke Botschaft gesendet – jetzt ist es Zeit für eine Fortsetzung. POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion visualisiert die zentrale Aussage: Wir können unsere Energiegewinnung dezentral organisieren, wir können Deutschland zu 100 % mit erneuerbaren Energien versorgen. Die Wende ist möglich! Wir von fechnerMEDIA wollen diese Revolution von innen zeigen. Die Energiewende nur ein idealistischer Traum? Das wird nach dem Film POWER TO CHANGE niemand mehr behaupten können! http://fechnermedia.de/change-derfilm/
Veranstalter: Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur eV: (reka)

 

20.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Rathaus/Ratssaal, Stadtmarkt 3
Aktuelles zum Thema ASSE II
Referentin: Heike Wiegel,
Veranstalter: AufpASSEn e.V.

 

23.04. 9:00 -17:00 Uhr / Fußgängerzone in Wolfenbüttel
U m w e l t f e s t i v a l
Markt der Möglichkeiten, Bühnenprogramm, Preisverleihung „Umweltwettbewerb“ und Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima.
Informations- und Aktionsstände zum Thema Umweltschutz, mit Schwerpunkt „Erneuerbarer Energie“ und „Elektromobilität“ sowie Unterhaltung und Bühnenprogramm. (ohne Wolfenbütteler Umweltmarkt).
Weiterer Schwerpunkte: Projektvorstellung/Siegerehrung „Umweltwettbewerb von Stadt und Landkreis Wolfenbüttel“ und „Benefizkonzert“ mit Gruppen aus der Region. Das Benefizkonzert wird in Kooperation mit dem Rockbüro Wolfenbüttel präsentiert.
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R. und Planungsausschuss
Information zum Umweltfestival: https://wordpress.com/read/blog/feed/40294683

 

24.04. 11:00 h, Industriestraße Nord – Salzgitter
Frühstücksmeile – Fukushima/Tschernobyl/Weltatomerbe Braunschweiger Land
(Kaffee und Mehr statt Straßenverkehr!)
Veranstalter: AG Schacht KONRAD, BASA, BISS, ASTA TU BS, IPPNW BS

 

24.04. 17:00 h, Braunschweig: Kirche St. Katharinen, An der Katharinenkirche 4 (Hagenmarkt)
Asse-Konzert
zum 30. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl.
Programm: G.F. Händel: Konzerte für Orgel und Orchester (HWV 295 und 296), Kantate Haec est Maria Virginum (HWV 235),
Texte zur Tschernobyl-Katastrophe.
Ausführende:
Karsten Krüger (Orgel),
Anna-Christina Gorbatschova (Sopran),
Projektensemble Asse-Barock auf historischen Instrumenten,
Irene Sonnabend (Sprecherin).
Eintritt frei, Spenden am Ausgang zu gleichen Teilen für die folgenden Anti-Atom-Initiativen:
aufpASSEn e.V., AG Schacht Konrad, BISS e.V. sowie dem Trägerkreis der Europäischen Aktionswochen
Veranstalter: Asse-Konzert-Team – Weitere Infos: http://www.asse-konzerte.de

 

25.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Trinitatiskirche, Holzmarkt 1
30 Jahre Tschernobyl „Halbwertzeit der hum. Hilfen“.
Vorstellung von Projekten die unmittelbar nach der Tschernobyl-Katastrophe entstanden und heute noch aktiv sind. Dabei soll im Rückblick dargestellt werden wie die jeweilige Aktion entstanden ist und wie sie sich bis zum heutigen Tag weiter entwickelt hat. Im zweiten Teil soll die Aussicht/ der Ausblick auf die nächsten ca. 30 Jahre beleuchtet werden.
1. Med. Hilfe der niedersächsischen Landesstiftung „Den Kindern von Tschernobyl“
Prof. Heyo Eckel
2. Messstellen zur Prüfung von Lebensmitteln in Belarus
Achim Riemann, Jugendumweltnetzwerk -JANUN e.V./Hannover
Mit Lesung aus „WERMUT – Tschernobyl“ und Musik
Moderation: Pfarrer Dr. Christopher Kumitz-Brennecke
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.
Im Anschluss (21:00 Uhr):
Europaweite Kerzenaktion
Lesung aus „WERMUT – Tschernobyl“ und Musik
„Kerzenaktion“ mit Kurz-Statements von Bürgerinitiativen etc.
Lesung: Ralf Kleefeld (kleine Bühne)
Musik: Chor Nadeshda / Weddel
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R. und Pfarrer Dr. Christopher Kumitz-Brennecke

 

25.04. 19:00 Uhr, Goslar; Marktkirche, Markt 1
Europaweite Kerzenaktion
 Kirstin Müller, Pfarrerin

 
26.04. 11:55 Uhr, Salzgitter; Willy-Brandt-Straße 5 (Wiese vor dem Bundesamt für Strahlenschutz)
Andacht am Lutherbaum
Andacht mit Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen
Paul Koch, Sozialdiakon i.R., Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrer Dirk Westphal u. Team
Anschl. Begegnung mit Tschernobyl – und Fukushima -Zeitzeugen

 

26.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Rathaus/Ratssaal, Stadtmarkt 3                                                                30 Jahre Tschernobyl – Erinnerungen und Konsequenzen
Gesprächsrunde mit Prominenten aus der Region
Tschernobyl, eine jahrzehntelang nicht ermüdende Antiatomkraftbewegung und letztlich Fukushima haben zumindest in Deutschland zum geplanten Atomausstieg bis 2022 geführt: Diese „Schlacht ist geschlagen“, wie allgemein von allen Beteiligten anerkannt wird; eine weitere Grundsatzdebatte über das „Ob“ der Atomenergie ist damit obsolet. Trotzdem ist das Thema noch lange nicht vorbei, weder für viele Menschen persönlich, noch für die Gesellschaft, noch im Hinblick auf den Atommüll sowie die Weiterführung der ins Stocken geratenen Energiewende und ihre politische Ausgestaltung.
Die Veranstaltung zum 30. Jahrestag von Tschernobyl soll zunächst dem konkreten persönlichen und kollektiven Erinnern an die Tschernobyl-Katastrophe, ihren Opfern und ihren bis heute reichenden Auswirkungen auf persönliche Biografien und die Energiepolitik auch in Deutschland Raum geben. Aufbauend auf unterschiedlichen persönlichen Sichtweisen erörtert die Gesprächsrunde gemeinsam mit dem Publikum, welche gesellschafts- und energiepolitischen Erkenntnisse aus den Erfahrungen von Tschernobyl – verstärkt durch Fukushima – abgeleitet werden können.
Gesprächspartner:
Dr. Christoph Meyns, Landesbischof
Stefan Wenzel, Umweltminister Niedersachsen
Christiane Jagau Wolfenbüttel Atomausstiegsgruppe
Ursula Hennig-Kunze, Fa. Sowiwas (Sonne, Wind und Wasser)
Prof. Dr. Gerd Jäger, Ex-Atom Vorstand RWE /Endlagerkommission des Bundestages (angefragt)
Moderator: Michael Fuder
Grußwort: Bürgermeister Thomas Pink
In Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung (EEB)
Leitung: Jutta Salzmann (EEB-Braunschweig) und Paul Koch (EuAW – Region Braunschweig)

 

11.05. 19:00 h, Ostfalia in WF / Hörsaal E
Strahlung die die Wissenschaft revolutionierte
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert fügte sich die Physik in Mechanik, Elektrodynamik, Thermodynamik. Die bekannten Phänomene ließen sich mit mechanischen Vorgängen erklären. Atome, mit unwandelbaren Elementeigenschaften, wurden als die kleinsten Materiebausteine angesehen. Man spricht heute von der klassischen Physik.
Untersuchungen an elektrischen Leitungsvorgängen in Gasen und im Vakuum, daraus resultierend die Entdeckung der Röntgenstrahlen (1895), alsbald auch die der Radioaktivität (1896) und die im Gefolge stehenden Erkenntnisse über differenziertere Strukturen der Materie, revolutionierten das Weltbild der Physik.
Fokussiert auf die Forschungen der in Wolfenbüttel ansässigen Physiker Julius Elster und Hans Geitel will der Experimentalvortrag anschaulich und allgemeinverständlich einen Ausschnitt aus dieser spannenden Phase des Überganges von der klassischen zur modernen Physik darstellen.
Referent und Leitung: Rudolf Fricke
Eine Veranstaltung der Ostfalia Hochschule

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EuAW/ BS / 2016 / Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ für die IBB-Gesamtaktion in 10 europäischen Ländern hat das Europäisches Parlament übernommen.
Für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in der Region Braunschweig (Aktionen des ökumenischen Trägerkreis) haben die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink übernommen.

Hier nun Statements zur Schirmherrschaft:

Europäisches Parlamenteuropaeisches-parlament-logo-700x497

Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ sind ein Projekt des Internationalen Bildungs-und Begegnungswerks in Dortmund (IBB Dortmund) und zahlreicher Partner aus der Tschernobyl -und Umweltbewegung in Europa, in Belarus, in der Ukraine und der Türkei.
Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Zeitzeugen aus der Ukraine, Belarus und Japan. Rund um die Jahrestage der Reaktorkatastrophe von Fukushima (11. März 2011) und von Tschernobyl (26. April 1986) planen die Partner Zeitzeugengespräche, Informations-veranstaltungen und Kerzenaktionen zur Erinnerung an alle Menschen, die von der Verstrahlung betroffen sind. Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 2016 stehen unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments. „Unser Organ ist im Hinblick auf die Frage der Sicherheit im Bereich der Kernenergie zutiefst besorgt“, schreibt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in einem Brief an das IBB Dortmund. Das Parlament habe konsequent darauf hingewiesen, dass die Sicherheits- und Umweltschutz-anforderungen verbessert werden müssen. Zudem fordert das EU-Parlament, dass regelmäßige Risiko- und Sicherheitsbewertungen von Kernkraftwerken innerhalb und außerhalb der EU vorgenommen werden müssen. Außerdem mache sich das Parlament nachdrücklich für erneuerbare Energien stark.

Christiana Steinbrügge, Landrätin, Landkreis WolfenbüttelC. Steinbrügge offizielles Foto

Die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ im Jahr 2014 in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel waren ein voller Erfolg. Es gab zahlreiche Veranstaltungen, die von namhaften Persönlichkeiten und Institutionen getragen worden sind. Das Umweltfestival mit vielen Besucherinnen und Besuchern war ein Höhepunkt im Rahmen der Aktionen. Daher freue ich mich, dass es auch im Jahr 2016, in dem sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal jährt, wieder Aktionswochen und ein Umweltfestival bei uns geben wird. Ziel dieser Aktionen ist es unverändert, das Gedenken an die beiden Atomkatastrophen zu verbinden mit den Zielen des Umweltschutzes und der Bewahrung unserer natürlichen Ressourcen. In einer Region, die mit den Problemen des atomaren Abfalls lebt, wollen wir ein Zeichen setzen. Ein Zeichen dafür, dass wir etwas für die Umwelt tun können und müssen. Und wir wollen zeigen, dass sich in unserer Region bereits sehr viel bewegt. Daher übernehme ich auch im Jahr 2016 gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel sehr gern und voller Überzeugung die Schirmherrschaft für diese wichtigen Veranstaltungen. Wir werden die Akteurinnen und Akteure bei ihren Vorbereitungen gern unterstützen. Die Botschaft, die uns die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ vermitteln möchten, ist gerade in Zeiten des Klimawandels und der Energiewende unverändert aktuell. Daher wünsche ich allen Helferinnen und Helfern unter der Leitung von Projektreferent Paul Koch bei ihrer wichtigen Arbeit viel Erfolg!

 

Thomas Pink, Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel

Pink

In mehr als 200 Städten in Belarus, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, der Türkei und der Ukraine wird in diesem Jahr im Rahmen der Aktionswoche „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ an den 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl (26. April 1986) und den fünften Jahrestag der Katastrophe von Fukushima (11. März 2011) erinnert. Auch in der Stadt Wolfenbüttel nutzen wir diese Woche, um zu mahnen, aus der Geschichte zu lernen und die Energiewende in ganz Europa voran-zutreiben. Denn leider geraten die atomaren Katastrophen rund um Tschernobyl und Fukushima immer weiter aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Und das, obwohl die gesundheitlichen und ökologischen Folgen bis heute andauern. Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 haben deutlich gemacht, dass die Kernenergie kein zukunftsfähiges Modell der Energiegewinnung ist. Die Aktionswoche vermittelt Erfahrungen und Information aus erster Hand. Das ist durch nichts zu ersetzen. Dafür habe ich die Schirmherrschaft gerne übernommen. Die im Rahmen der Aktionswoche angebotenen Veranstaltungen geben Schülern, Lehrern und anderen Interessierten die Möglichkeit, sich mit der Notwendigkeit einer europäischen Energiewende auseinanderzusetzen und sich in diesen Prozess einzubringen.

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EuAW 2016 / Region Braunschweig

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Europäischen Aktionswochen
„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
Europaweit – und auch in der Region Braunschweig
Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) wurden vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) initiiert. Zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe hat das IBB eine große Tschernobyl – Ausstellung mit den Schwerpunkten „Die Katastrophe und ihre Folgen“, „Liquidatoren – die vergessenen Helden“ und „Solidaritätsbewegung für Tschernobyl-Opfer“ organisiert. In den 25 Jahren (bis 2011) hat das IBB sich intensiv mit der Tschernobyl-Katastrophe und deren medizinischen und sozialen Folgen beschäftigt. Sie hat Tschernobyl-Initiativen bundesweit unterstützt und jährlich zu Konferenzen eingeladen – und dabei deren belarussischen und ukrainischen Partnerorganisationen kostenfrei eingeladen.

Dem ersten nukleare Super-Gau im ukrainischen (damals noch Sowjetunion) Tschernobyl am 26.04.1986 folgte am 11.03.2011 der zweite Super-Gau im japanischen Fukushima. Die Welt hielt kurze Zeit die Luft an, weil sie dies im hochtechnisierten Japan nicht für möglich hielt. Bundeskanzlerin Merkel leitete die Energiewende ein. Wie sich herausstellen sollte, blieb es beim bundesdeutschen Alleingang. Gleichwohl bleibt Deutschland dem direkten atomaren Risiko, durch Atomkraftwerke in den Nachbarländern, ausgesetzt.

Die Arbeit des IBB, das sich schon immer durch Information, Dokumentation und Unterstützung der Betroffenen auszeichnete, nahm sich nun auch der Thematik Fukushima an. Gleichzeitig suchte das IBB Kontakt zu Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen in den europäischen Nachbarländern um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen und auch um in den Nachbarländern für den Atomausstieg zu werben.

So entstanden die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“, die im März/April 2012 erstmalig europaweit durchgeführt wurden. Im Mittelpunkt dieser Aktionswochen stehen Informationsabende, Zeitzeugengespräche in Schulen und Gruppen und die europaweite Kerzenaktion am Vorabend des Tschernobyl-Jahrstages. Seit 2012 beteiligen sich zahlreiche Partner aus der Tschernobyl- und Umweltbewegung in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Polen, Österreich, Tschechien, der Türkei, Belarus und der Ukraine an dem Projekt.
Seit 2013 organisiert ein ökumenischer Trägerkreis in der Region Braunschweig Veranstaltungen im Rahmen der EuAW. Dieser ökumenische Trägerkreis stellt hier sich und sein Selbstverständnis vor:
Europäischen Aktionswochen
„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
Trägerkreis Region Braunschweig

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Der ökumenische Trägerkreis (bestehend aus: Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und Institutionen / Gremien / Arbeitsbereichen der Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig, nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“ Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare Energie/ Windkraft und Landschaft“; Umwelt-beauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde.) beteiligt sich seit 2013 an den vom Inter-nationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig.

Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region stärker auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen.

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Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit (am Vorabend des Tschernobyl-Jahres-tages[25.4.]) aller an den Aktionswochen aktiv beteiligten Kerzenaktionen (europaweit) durchführen.

Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammenarbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft der nachfolgenden Generation verpflichtet. Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ bzw. das Bewusstsein das unsere Erde vor Ausbeutung geschützt werden muss.

In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungs-vollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Im Rahmen der „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ können diese unterschiedlichen Themen auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. Das Gedenken an Tschernobyl mit den bewährten Elementen „Fukushima-Mittags-gebet“, „Kerzenaktion“, „Andacht am Lutherbaum“ und den „Zeitzeugengesprächen“. Das Thema Erneuerbare Energie/ Energiewende wird wohl weiterhin vorwiegend in Vorträgen und Besichtigungen sinnvoll sein. Mit dem Umweltfestival 2014 wurde der Weg beschritten beide großen Themen (Gedenken und Erneuerbare Energie) mit Besinnlichkeit, Informationsaustausch, Musik und Gespräche zu verbinden und zu einem nachhaltigen Großereignis werden zu lassen.

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Zum 30. Jahrestag der Tschernobyl- und dem 5. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe (2016) soll dieses Umweltfestival ein zweites Mal stattfinden, allerdings mit einem stärken Fokus auf Erneuerbare Energie/ Energiewende. Weitere Über-legungen zur Nachhaltigkeit des Festivals werden noch zu besprechen sein.

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Abschluss EuAW 2015 mit 1. Preis

Die Europäischen Akitonswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) 2015 / Region Braunschweig ist mit diesem Beitrag und den Bildern vom 1. Preis „Umweltwettbewerb / Schöpfungstag 2015“ der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Niedersachsen ACKN abgeschlossen.002

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Predigt von Paul Koch (Sozialdiakon i.R.) am Schöpfungsgottesdienst 20.09.2015 – Wolfenbüttel Trinitatiskirche

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“  Diese indianische Weisheit ist sehr bekannt und macht uns bewusst, dass unser Umgang mit den Ressourcen der Umwelt viel mit Geld zu tun hat und das einige Menschen den Wert des Geldes höher einschätzen als den Wert der Natur und Umwelt – bis, ja, bis es vielleicht zu spät ist.
Eine weitere – weniger bekannte indianische Weisheit, hat nicht nur das Geld sondern auch unsere Verantwortung für die nachfolgende Generation im Focus. Es geht um das vermeintliche Streben nach einer besseren Welt. Im Folgenden äußert das Naturvolk ihre Meinung über die sogenannte zivilisatorische Gesellschaft: „Vieles ist töricht an eurer Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weiße Menschen dem Geld nach, bis ihr so viel habt, daß ihr gar nicht lang genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, den Boden, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr, die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.“ Ein vernichtendes Urteil!
Vermutlich sind diese beiden indianischen Weisheiten vor ca. 160 Jahren entstanden. Damals, nämlich im Jahr 1855, stand der Indianer-Häuptling Seattle vor dem amerikanischen Kongress, und richte seine Worte an den damaligen amerikanischen Präsident Franklin Pierce. Diese berühmte Rede beginnt mit den Worten: „Der große Häuptling in Washington sendet Nachricht, daß er unser Land zu kaufen wünscht. Der große Häuptling sendet uns auch Worte der Freundschaft und des guten Willens. Das ist freundlich von ihm, denn wir wissen, er bedarf unserer Freundschaft nicht. Aber wir werden sein Angebot bedenken, denn wir wissen – wenn wir nicht verkaufen, kommt vielleicht der weiße Mann mit Gewehren und nimmt sich unser Land. Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen – oder die Wärme der Erde? Diese Vorstellung ist uns fremd. Wenn wir die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen – wie könnt ihr sie von uns kaufen?„   Der Indianerhäuptling macht sehr deutlich, dass sie etwas verkaufen sollen, was eigentlich gar nicht käuflich ist. Und dennoch weis der Häuptling, es läuft alles darauf hinaus, dass er und sein Volk den Landstrich den sie seit Urzeiten bewohnen, nun verlassen werden müssen. So deutlich wie seine Einleitung war die gesamt, lange Rede, die in voller Länge überliefert und im Internet nachzulesen ist. Die Kurzfassung der Rede lautet wie folgt: „Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig (…), denn die Erde ist des roten Mannes Mutter. (…) Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen. Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als eine Wüste. (…) Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. (…) Denn das wissen wir: die Erde gehört nicht den Menschen. Der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden. (…) Die Erde verletzen, heißt, ihren Schöpfer verachten.“ „Die Erde verletzen, heißt, ihren Schöpfer verachten.“ – deutliche und mahnende Worte des Indianer-Häuptlings!
Die Indianer haben offensichtlich besser verstanden als wir, was es heißt die Schöpfung zu bewahren und zu pflegen, damit auch nachfolgende Generationen noch von und mit ihr leben können. Gott sei Dank gibt es in unserer Gesellschaft nicht nur die Geldgier, sondern auch Menschen die die Schöpfung Gottes achten, die die Natur schützen und sich der unreflektierten Ausbeutung der Natur in den Weg stellen. Gott sei Dank gibt es in unserer Gesellschaft nicht nur Wissenschaftler und Forscher die mit Halbwahrheiten arbeiten und Gutachten so formulieren, dass ein vorher festgelegtes Ergebnis erzielt wird. Deutliche, kompromisslose Worte eines Klimaforschers konnte letzte Woche in der B.- Zeitung lesen. Der Klimaforscher appelliert an die Wirtschaft, mehr für den Umweltschutz zu tun. Der Klimaforscher meint, Konzerne seien zu sehr auf schnellen finanziellen Erfolg aus und hätten damit einen gewichtigen Anteil am Klimawandel. Als Beispiel nannte er die Autobauer, die mit „Spritschleudern“ und den immer beliebter werdenden Geländewagen Milliarden verdienen. Wir wissen, dass auch die Autobauer mit ihrem Tun von Gesetzen und Regeln der Politik abhängig sind. Die Politik ihrerseits ist an einer positiven Wirtschaftsentwicklung interessiert und will nicht zu viele Einschränkungen machen, die möglicherweise das Wirtschaftswachstum behindern könnte. Denn Wachstum ist das Schlüsselwort der Politik. Wächst die Wirtschaft, wachsen die Steuereinnahmen…
Die ganze Klimaschutz – Debatte ist wie ein Tanz auf dem Vulkan, bei dem man sich seit Jahren eher im Kreise dreht als dass man zielorientierte Ergebnisse abspricht.
Das Klima ist eine Sache, aber wir leben derzeit mit einer noch größeren Bedrohung, eine Bedrohung von der dir Indianer in all ihrer Weitsicht noch keinen Schimmer hatten, inzwischen aber auch Opfer dieser Bedrohung sind. Den Indianern erging es da nicht viel besser als vielen anderen Ursprungsvölker (indigene Völker) weltweit. Zuerst müssen sie ihr fruchtbares Land verlassen und in karge Bergregionen ziehen. In vielen Fällen wurde dabei auf eine freundliche Einladung und einen einigermaßen fairen Handel verzichtet. Wenn dann in den Bergen womöglich Uran gefunden wird, freuen sich die indigenen Völker zunächst über die Möglichkeit einer bezahlten Arbeit, und damit über regelmäßiges Einkommen zu verfügen. Dass die Arbeit schlecht bezahlt wird und diese Tätigkeit den Verlust der Gesundheit nach sich zieht, bemerken sie zu spät und finden kaum jemanden, der ihnen helfen würde für ihr Rechte einzutreten.
Diese Bedrohung – sie haben es sicher schon vermutet – ist die ionisierende und radioaktive Strahlung. Hier ist es wie bei den vier Elementen. Das Vorhandensein der Strahlung – vor allem wenn wir von der natürlichen Strahlung sprechen – ist grund-sätzlich positiv. Aber, wenn es zu viel wird und wenn zur natürlichen Strahlung die künstliche Strahlung kommt, kann es Probleme, kann es ernste Probleme geben.
Die künstliche Strahlung im medizinischen Bereich (die Nuklearmedizin, die Strahlentherapie und die Röntgendiagnostik) gilt es mit großer Vorsicht einzusetzen, damit sie auch wirklich nur positiv wirkt!
Das auch das zu häufige Röntgen Gesundheitsschäden auslösen kann, macht die aktuelle Röntgenverordnung deutlich, die seit 2002 in Kraft ist. Dort heißt es im Paragraph 28, „dass der behandelnde Arzt bei Röntgenuntersuchungen Röntgenpässe bereitzuhalten und der untersuchten Person anzubieten hat. Der Patient hat das Recht, bei einer Röntgenuntersuchung einen Röntgenpass zu verlangen; legt er bei einer Untersuchung den Pass vor oder wird ein Pass ausgestellt, sind die entsprechenden Informationen einzutragen“. Dadurch, so heißt es weiter, sollen unnötige Wiederholungsuntersuchungen vermieden und Vergleichsmöglichkeiten mit vorherigen Aufnahmen geschaffen werden. Haben Sie von Ihrem Arzt schon einmal einen Röntgenpass angeboten bekommen –
oder haben Sie schon einmal einen verlangt? Mir war diese Information allerdings auch neu!  Einen „Strahlenpass“ müssen ganz selbstverständlich Personen mit sich führen, die aus beruflichen Gründen in ihren Betrieben ionisierender Strahlung ausgesetzt sind. Hier ist der Pass für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sowie für die Bilanzierungen der beruflichen Exposition und der Berufslebensdosis wichtig. Und damit sind wir im Bereich der anderen (außermedizinischen) künstlichen Strahlung, vor allem im Bereich der Kernkraftwerke und Forschungsreaktoren. Ein Strahlenpass ist hier grundsätzlich Vorschrift! Die Informationen zum Röntgen- und Strahlenpass machen deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Strahlung im ganz normalen, alltäglichen oder beruflichen Umgang ist. Wenn es dann zu Nuklearunfällen kommt wird es ganz kritisch. Kinder in Fukushima sollen auch 4 Jahre nach den Explosionen in dem TEPCO-Kernkraftwerk ihre Strahlendosis in einem Heftchen notieren und sie dürfen maximal 30 Minuten pro Tag im Freien verbringen. Kinder und Erwachsene im Einzugsbereich des 1986 havarierten Leninkraftwerks in Tschernobyl müssen auch noch heute (und zwar weit über die sog. Sperrzone hinaus) z.B. auf den Verzehr von Beeren und Pilzen verzichten, wenn sie nicht vorher geprüft und für den unbedenklichen Verzehr freigegeben sind. Für Kinder in den kontaminierten Gebieten (auch hier weit über die sog. Sperrzone hinaus) ist es auch heute noch wichtig, die belastete Region einmal im Jahr für 3-4 Wochen zu verlassen um sich von der Strahlen-Belastung – die hauptsächlich durch die die Nahrungskette, also belastete Nahrung, verursacht wird – zu erholen. Die vielen Tschernobyl-Liquidatoren mit gesundheitlichen Problemen kämpfen um Anerkennung ihrer Krankheit – als Krankheit in Folge des Einsatzes am havarierten Reaktor – und sie kämpfen um die notwendigen Medikamente.
Die Strahlengefahr ist aber auch vor unserer Haustür. Ich will nur die Stichworte „Asse II“, „Morsleben“ und „Eckart und Ziegler/Braunschweig“ genannt haben und will darüber hinaus auf die sogenannte „KIKK-Studie“ hinweisen. Es geht um die „Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken“, die mehrfach von unterschiedlichen Professoren und Institutionen in Angriff genommen wurde. Anfangs belächelt, dann aber mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) erneut durchgeführt wurde. Diese epidemiologische Studie zu Kinderkrebs kommt zu dem Ergebnis, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern in der Nähe von deutschen Kernkraftwerken um ca. 50 % erhöht ist. Die Autoren konnten außer dem Faktor „Abstand zum Kernkraftwerk“ keine andere Ursache ausfindig machen, halten radioaktive Emissionen aber nicht für den Auslöser des erhöhten Risikos.
Dies ist die offizielle Version. Es gab auch Mit-Autoren der Studie, die den Zusammenhang zur ionisierenden Strahlung sehr wohl sehen, sich aber in der offiziellen Darstellung nicht durchsetzen konnten.
Dieses Wissen um die Gefahr der ionisierenden Strahlung, eben nicht nur das Wissen um die Gefahr eines Super-Gau´s wie Tschernobyl und Fukushima hat Wissenschaftler und Ingenieure umdenken und nach alternativen zur Kernkraft suchen lassen. Und welch Wunder, die Wissenschaftler und Ingenieure haben festgestellt, dass die Natur, die vier Elemente – jedes für sich – ein hohes Potenzial an Energiegewinnungs-Möglichkeiten mitbringt. Studien besagen, dass alleine die Sonne so viel Energie vorhält, dass wir sonst keine Rohstoffe für die Energiegewinnung verbrauchen müssten. Auch Wind, Wasser und die Erde halten Potenzial für eine alternative Energiegewinnung bereit. Die Schöpfung hält alles bereit, damit wir genug von dem haben, was wir brauchen. Das gilt für die Nahrung der Menschen – es ist so viel da, dass keiner auf der Welt hungern müsste. Und das gilt für die Energie, die wir benötigen um beweglich zu sein und um eine warme Wohnung und warme Mahlzeiten zu haben.

Es ist an der Zeit nachzulesen wie das von unserem Schöpfergott gedacht war. In 1. Mose 1/ 26 und folgende lesen wir: Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise, und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, daß sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also. Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Und siehe da, es war sehr gut. Sehr gut! Eine eins! Besser geht es nicht! Es ist an alles gedacht. Kein Wenn und Aber: alles ist sehr gut. Der Mensch ist geschaffen mit dem Potenzial sich zu vermehren, genauso wie auch Pflanzen und Tiere. Damit ist ein Zyklus geschaffen der ewig halten könnte. Und siehe es war alles sehr gut.

Eine lange Zeit ist bisher vergangen. Schauen wir uns die Welt heute an – und wir können nicht mehr uneingeschränkt sagen: Es ist alles sehr gut. Im Gegenteil: Riesige strahlende Abraumhalten mit verstrahlter Erde und Gestein in der Nähe von Uranbergwerken, denn in der Regel ist max. 5 % von den freigelegten Uranerz für die Energiegewinnung nutzbar – verbleiben 95 % Müll – auf Jahrtausende verstrahlter Müll. Dann die Gesundheits-gefährdung durch Atomkraftwerke wie es die KIKK-Studie belegt – ganz zu schweigen von den Nuclear – Unfällen und die Entsorgung abgebrannter Brennelemente und die verstrahlten Materialen die beim Rückbau der Atomkraftwerke anfallen. …Und das Europäische Parlament setzt immer noch auf Atomenergie, weil unsere Politiker in Brüssel meinen, dass sonst der Energiehunger nicht gestillt werden könnte.

Deshalb ist es wichtig, dass sich Christen, Umweltschützer und Atomgegner europaweit vernetzen und mit dem Hinweis auf Energiesparmaßnahmen und dem Hinweis auf alternative, regenerative Energie einen Weg aufzeigen wie man im Einklang mit der Natur, der Schöpfung Gottes, die notwendige Energie erzeugen kann.

Mit indianischen Weisheiten habe ich meine Predigt begonnen, mit einem indianischen Gebet schließe ich: Gott, unser Vater, gib uns Herzen, die verstehen, nie mehr von der Schöpfung zu nehmen als wir geben; nie mutwillig zu zerstören zur Stillung unserer Gier; nie zu verweigern unsere Hand, wo es gilt, die Erde aufzubauen; nie von ihr zu nehmen, was wir nicht bedürfen. Denn, wenn wir die Erde mit Liebe umgeben, wird sie auch für uns sorgen. Darum bitten wir dich durch Christus, unsern Herrn.

Amen.

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