Programm EuAW 2016 / Region Braunschweig

 

Letzte Aktualisierung: 06.02.2016

 
01.03.  18:00 Uhr, Schöppenstedt, Am Markt (Rathaus)                                                            und    02.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Fukushima und die japanische Informationspolitik“
Subtiler Druck ist vor allem auf freie Journalisten in Japan sehr hoch, wenn sie sich mit den Folgen der atomaren Katastrophe in Fukushima Daiichi auseinander setzen und darüber berichten wollen. Dabei gäbe es viel zu berichten. Z.B. über die Liquidatoren/ Arbeiter an den havarierten Reaktoren. Oder der Bericht über die Kinder in Kindergarten und Schulen, die gezwungen werden Lebensmittel aus der Region Fukushima zu essen um zu zeigen, „dass mit den Lebensmittel alles in Ordnung ist“ u.v.a.m.
Frau Mako Oshidori hatte ein Medizinstudium begonnen und hatte bei ihrem Praktikum im Erdbebengebiet von Kobe (1995) gemerkt, dass Ablenkung und Unterhaltung für Menschen in Katastrophengebieten genauso wichtig ist wie Medikamente. Sie, wie auch ihr Mann Ken, wurde zur Unterhaltungskünstlerin. Mit der TEPCO-Katastrophe in Fukushima/ Dahiichi hat sich Frau Mako Oshidori, unterstützt von ihrem Mann, durch ihre Neugierde und Recherchen zur Journalistin entwickelt, und versäumt keine TEPCO-Pressekonferenz.
Referenten: Mako und Ken OSHIDORI
Dolmetscherin: Frauke Arndt Kunimoto (angefragt)
Leitung: Paul Koch

 

Remlingen, Schulenburger Str. 11 – Haus Wiegel
Asse II – Ausstellung mit Gespräch
Do. 03.03. 19:00 Uhr Eröffnung mit Sektempfang und jap. Zeitzeugen.                       Weitere Termine:
Do. 10.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 17.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Di. 22.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 31.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 07.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 14.03. 19:00 – 21:00 Uhr
Do. 28.04. 19:00 – 21:00 Uhr
Termine für Schulklassen oder Vereine können unter Tel. 05336 / 573 vereinbart werden. Veranstalter: AufpASSEn e.V.

 

06.03. 15:00 Uhr, Infostelle Konrad, Salzgitter
„Kreuzweg der Schöpfung“
Jürgen Selke-Witzel, Pastoralreferent, Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim
Domkapitular Reinhard Heine, Regionaldechant
Veranstalter: Bistum Hildesheim

 

07.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Die Kinder von Fukushima / Die Kinder von Tschernobyl“
Die Referentin für „Die Kinder von Fukushima“, Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund, rief unmittelbar nach der dreifachen Katastrophe in Nordostjapan im März 2011 das Projekt „Hilfe für Japan“ für Fukushima-Kinder ins Leben. Als Modell standen Kindererholungsmaßnahmen für Tschernobyl-Kinder, vor allem das Projekt „Nadeshda“ / Wileika/Belarus.
Inzwischen hat die Gesellschaft ca. 1.000 Fukushima-Kinder zur Erholung nach Okinawa eingeladen. Frau Schlütermann erzählt in ihrem Vortrag über die aktuelle Lage Fukushimas nach 5 Jahren, insbesondere über den Kampf gegen radioaktives Wasser und kontaminierten Müll, und stellt das Projekt „Hilfe für Japan“ vor. http://www.hilfefuerjapan2011.de
Der Referent für „Die Kinder von Tschernobyl“, Andreas Seifert, gehört zu den Gründern des deutsch-belarussischen Kinderheims „Nadeshda“ (Hoffnung) in Wileika/Belarus. In den Nadeshda – Aufbau-Jahren haben u.a. auch jap. Organisationen Nadeshda finanziell unterstützt. Nach der Fukushima-Katastrophe sind jap. Organisationen in eine neue Zusammenarbeit / Informationsaustausch mit Nadeshda getreten um aus den Erfahrungen von Nadeshda zu lernen. http://www.freunde-nadeshda.de/
Die Notwendigkeit der Erholung für Tschernobyl – und Fukushima-Kinder ist nach wie vor unbestritten. Die Frage der Inlands- oder Auslandserholung der Kinder ist aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.
Ohne Zweifel, die Kinder von Fukushima und die Kinder von Tschernobyl benötigen unsere Unterstützung. Auf den beiden Internetseiten finden Sie Informationen zu den Projekten und auch Informationen über Spendenkonten. Spendendosen werden auch am Veranstaltungsort zu finden sein.
Referentin: Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.
Referent; Andreas Seiverth, Vorsitzender „Leben nach Tschernobyl e.V.“ (Nadeshda) / Frankfurt
Leitung/Moderation: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

 

08.03. 19:00 Uhr, ???Wolfenbüttel; Carl Gotthardt Langhans-Schule, Wilhelm-Brandes-Straße 9
SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT
Theaterstück mit „Berliner Compagnie“
Schauplatz des Stückes ist die Küche eines Gasthofs, in dessen unmittelbarer Nähe ein Kohlekraftwerk entstehen soll. Während die Honoratioren der Stadt im Gastraum mit den Managern mauscheln, werden nicht zuletzt durch den Spüler – ein „illegaler“ Migrant aus Afrika -den Köchen einige Zusammenhänge bewusst. Bürgerprotest ist angesagt. Die Küche wird zum Widerstandsnest.
SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT hat viele bunte Zutaten: Menge Kohle- und Atomkraftwerke, dicke Schlitten, dicke Lügen, etliche Brühwürfel Berliner Politik, die Sonne über Afrika – alles serviert mit heißen Rhythmen und am Ende….. SO HEISS GEGESSEN WIE GEKOCHT. http://www.berlinercompagnie.de/index.htm
Veranstalter: Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur eV: (reka)

 

10.03. 10.30 bis 18.00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
Baukultur für Energielandschaften – Windkraftanlagen ein- und anordnen
Tagung mit Exkursion ins Ostbraunschweigische Hügelland
Dr. Gudrun Beneke / Carolin Heidloff
Veranstalter: Ev. Akademie Braunschweig in Kooperation mit dem Netzwerk Baukultur
Anmeldung: kontakt@baukultur-niedersachsen.de

 
11.03. 12:00 h, Braunschweig; Kirche St. Martini, Eiermarkt 3
Mittagsgebet zum Fukushima-Gedenktag
Inzwischen hat das Mittagsgebet zum Fukushima-Gedenktag eine Tradition im Wechsel der Veranstaltungsorte innerhalb von Braunschweig: St. Martinikirche und St. Aegidien-Kirche. Das Mittagsgebet ist vor allem für Schüler in ihrer Mittagspause (aber auch für Erwachsene) und wurde bisher sehr gut angenommen. Tradition hat auch die Beteiligung von Schülern bei den Fürbitten und der musikalischen Gestaltung, sowie Fukushima-Zeitzeugen-Berichte und Kurzandacht.
Leitung:
Mathias Welle, (Dekanatspastoralreferent)
Lars Dedekind (Landesjugendpfarrer)

 
11.03. 19:00 Uhr, Braunschweig; Ev. Akademie, Alter Zeughof 1
„Spiritualität von Natur und Schöpfung“
Biblische Spiritualität vagabundiert nicht durch die angstbesetzten Zukunftsdiskurse auf der Suche nach Bewahrungswissen. Spiritualität bringt sich vielmehr als eine Geistesleistung ein, die die Zukunftsfrage im ökologischen Krisendiskurs mit einer Haltung verbindet. Diese spirituelle Haltung verbindet den Menschen mit dem Ganzen und spürt dem Lebensfaden nach, der sich in allen Wirklichkeiten zu erkennen geben will und unter verschüttetem Wissen zu entdecken ist. Rolf Adler, Pfarrer und Umweltbeauftragter der Landeskirche, referiert über christliche Perspektiven.
Welches „Wissen“ bildet sich in biblischer und japanischer Spiritualität ab? Welche Relevanz kann diesem Wissen heute beigemessen werden? Es geht um eine Spurensuche in einer Zeit, in der die kulturell dominanten technischen Rationalitäten nach eigener Orientierung suchen, die sensibel ist für die offensichtliche Begrenzung menschlicher Verfügbarkeitsphantasien. Guido Bürkner, Frankfurt, stellt das Beispiel der Seicho-No-Ie-Bewegung und ein spezielle ökologisches Projekt aus Japan vor.
Referenten:
Rolf Adler, Pastor, Umweltbeauftragter der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig
Guido Bürkner, Geschäftsführer des „Seicho-No-le-Freundeskreis, Deutschland.
Moderation: Pfarrer Dieter Rammler, Leiter des Theologischen Zentrums in Braunschweig
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

 

20.03.  18:00 Uhr, Remlingen; Asse-Schacht, Am Walde 2
Asse-Andacht
 

07.04. 20:00 Uhr, Wolfenbüttel; Filmpalast, Lange Str. 5
Film: „POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion“
Mit dem weltweit erfolgreichen Kino-Dokumentarfilm Die 4. Revolution – Energy Autonomy haben wir vor genau vier Jahren eine starke Botschaft gesendet – jetzt ist es Zeit für eine Fortsetzung. POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion visualisiert die zentrale Aussage: Wir können unsere Energiegewinnung dezentral organisieren, wir können Deutschland zu 100 % mit erneuerbaren Energien versorgen. Die Wende ist möglich! Wir von fechnerMEDIA wollen diese Revolution von innen zeigen. Die Energiewende nur ein idealistischer Traum? Das wird nach dem Film POWER TO CHANGE niemand mehr behaupten können! http://fechnermedia.de/change-derfilm/
Veranstalter: Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur eV: (reka)

 

20.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Rathaus/Ratssaal, Stadtmarkt 3
Aktuelles zum Thema ASSE II
Referentin: Heike Wiegel,
Veranstalter: AufpASSEn e.V.

 

23.04. 9:00 -17:00 Uhr / Fußgängerzone in Wolfenbüttel
U m w e l t f e s t i v a l
Markt der Möglichkeiten, Bühnenprogramm, Preisverleihung „Umweltwettbewerb“ und Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima.
Informations- und Aktionsstände zum Thema Umweltschutz, mit Schwerpunkt „Erneuerbarer Energie“ und „Elektromobilität“ sowie Unterhaltung und Bühnenprogramm. (ohne Wolfenbütteler Umweltmarkt).
Weiterer Schwerpunkte: Projektvorstellung/Siegerehrung „Umweltwettbewerb von Stadt und Landkreis Wolfenbüttel“ und „Benefizkonzert“ mit Gruppen aus der Region. Das Benefizkonzert wird in Kooperation mit dem Rockbüro Wolfenbüttel präsentiert.
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R. und Planungsausschuss
Information zum Umweltfestival: https://wordpress.com/read/blog/feed/40294683

 

24.04. 11:00 h, Industriestraße Nord – Salzgitter
Frühstücksmeile – Fukushima/Tschernobyl/Weltatomerbe Braunschweiger Land
(Kaffee und Mehr statt Straßenverkehr!)
Veranstalter: AG Schacht KONRAD, BASA, BISS, ASTA TU BS, IPPNW BS

 

24.04. 17:00 h, Braunschweig: Kirche St. Katharinen, An der Katharinenkirche 4 (Hagenmarkt)
Asse-Konzert
zum 30. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl.
Programm: G.F. Händel: Konzerte für Orgel und Orchester (HWV 295 und 296), Kantate Haec est Maria Virginum (HWV 235),
Texte zur Tschernobyl-Katastrophe.
Ausführende:
Karsten Krüger (Orgel),
Anna-Christina Gorbatschova (Sopran),
Projektensemble Asse-Barock auf historischen Instrumenten,
Irene Sonnabend (Sprecherin).
Eintritt frei, Spenden am Ausgang zu gleichen Teilen für die folgenden Anti-Atom-Initiativen:
aufpASSEn e.V., AG Schacht Konrad, BISS e.V. sowie dem Trägerkreis der Europäischen Aktionswochen
Veranstalter: Asse-Konzert-Team – Weitere Infos: http://www.asse-konzerte.de

 

25.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Trinitatiskirche, Holzmarkt 1
30 Jahre Tschernobyl „Halbwertzeit der hum. Hilfen“.
Vorstellung von Projekten die unmittelbar nach der Tschernobyl-Katastrophe entstanden und heute noch aktiv sind. Dabei soll im Rückblick dargestellt werden wie die jeweilige Aktion entstanden ist und wie sie sich bis zum heutigen Tag weiter entwickelt hat. Im zweiten Teil soll die Aussicht/ der Ausblick auf die nächsten ca. 30 Jahre beleuchtet werden.
1. Med. Hilfe der niedersächsischen Landesstiftung „Den Kindern von Tschernobyl“
Prof. Heyo Eckel
2. Messstellen zur Prüfung von Lebensmitteln in Belarus
Achim Riemann, Jugendumweltnetzwerk -JANUN e.V./Hannover
Mit Lesung aus „WERMUT – Tschernobyl“ und Musik
Moderation: Pfarrer Dr. Christopher Kumitz-Brennecke
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.
Im Anschluss (21:00 Uhr):
Europaweite Kerzenaktion
Lesung aus „WERMUT – Tschernobyl“ und Musik
„Kerzenaktion“ mit Kurz-Statements von Bürgerinitiativen etc.
Lesung: Ralf Kleefeld (kleine Bühne)
Musik: Chor Nadeshda / Weddel
Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R. und Pfarrer Dr. Christopher Kumitz-Brennecke

 

25.04. 19:00 Uhr, Goslar; Marktkirche, Markt 1
Europaweite Kerzenaktion
 Kirstin Müller, Pfarrerin

 
26.04. 11:55 Uhr, Salzgitter; Willy-Brandt-Straße 5 (Wiese vor dem Bundesamt für Strahlenschutz)
Andacht am Lutherbaum
Andacht mit Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen
Paul Koch, Sozialdiakon i.R., Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrer Dirk Westphal u. Team
Anschl. Begegnung mit Tschernobyl – und Fukushima -Zeitzeugen

 

26.04. 19:00 Uhr, Wolfenbüttel; Rathaus/Ratssaal, Stadtmarkt 3                                                                30 Jahre Tschernobyl – Erinnerungen und Konsequenzen
Gesprächsrunde mit Prominenten aus der Region
Tschernobyl, eine jahrzehntelang nicht ermüdende Antiatomkraftbewegung und letztlich Fukushima haben zumindest in Deutschland zum geplanten Atomausstieg bis 2022 geführt: Diese „Schlacht ist geschlagen“, wie allgemein von allen Beteiligten anerkannt wird; eine weitere Grundsatzdebatte über das „Ob“ der Atomenergie ist damit obsolet. Trotzdem ist das Thema noch lange nicht vorbei, weder für viele Menschen persönlich, noch für die Gesellschaft, noch im Hinblick auf den Atommüll sowie die Weiterführung der ins Stocken geratenen Energiewende und ihre politische Ausgestaltung.
Die Veranstaltung zum 30. Jahrestag von Tschernobyl soll zunächst dem konkreten persönlichen und kollektiven Erinnern an die Tschernobyl-Katastrophe, ihren Opfern und ihren bis heute reichenden Auswirkungen auf persönliche Biografien und die Energiepolitik auch in Deutschland Raum geben. Aufbauend auf unterschiedlichen persönlichen Sichtweisen erörtert die Gesprächsrunde gemeinsam mit dem Publikum, welche gesellschafts- und energiepolitischen Erkenntnisse aus den Erfahrungen von Tschernobyl – verstärkt durch Fukushima – abgeleitet werden können.
Gesprächspartner:
Dr. Christoph Meyns, Landesbischof
Stefan Wenzel, Umweltminister Niedersachsen
Christiane Jagau Wolfenbüttel Atomausstiegsgruppe
Ursula Hennig-Kunze, Fa. Sowiwas (Sonne, Wind und Wasser)
Prof. Dr. Gerd Jäger, Ex-Atom Vorstand RWE /Endlagerkommission des Bundestages (angefragt)
Moderator: Michael Fuder
Grußwort: Bürgermeister Thomas Pink
In Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung (EEB)
Leitung: Jutta Salzmann (EEB-Braunschweig) und Paul Koch (EuAW – Region Braunschweig)

 

11.05. 19:00 h, Ostfalia in WF / Hörsaal E
Strahlung die die Wissenschaft revolutionierte
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert fügte sich die Physik in Mechanik, Elektrodynamik, Thermodynamik. Die bekannten Phänomene ließen sich mit mechanischen Vorgängen erklären. Atome, mit unwandelbaren Elementeigenschaften, wurden als die kleinsten Materiebausteine angesehen. Man spricht heute von der klassischen Physik.
Untersuchungen an elektrischen Leitungsvorgängen in Gasen und im Vakuum, daraus resultierend die Entdeckung der Röntgenstrahlen (1895), alsbald auch die der Radioaktivität (1896) und die im Gefolge stehenden Erkenntnisse über differenziertere Strukturen der Materie, revolutionierten das Weltbild der Physik.
Fokussiert auf die Forschungen der in Wolfenbüttel ansässigen Physiker Julius Elster und Hans Geitel will der Experimentalvortrag anschaulich und allgemeinverständlich einen Ausschnitt aus dieser spannenden Phase des Überganges von der klassischen zur modernen Physik darstellen.
Referent und Leitung: Rudolf Fricke
Eine Veranstaltung der Ostfalia Hochschule

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EuAW/ BS / 2016 / Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ für die IBB-Gesamtaktion in 10 europäischen Ländern hat das Europäisches Parlament übernommen.
Für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in der Region Braunschweig (Aktionen des ökumenischen Trägerkreis) haben die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink übernommen.

Hier nun Statements zur Schirmherrschaft:

Europäisches Parlamenteuropaeisches-parlament-logo-700x497

Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ sind ein Projekt des Internationalen Bildungs-und Begegnungswerks in Dortmund (IBB Dortmund) und zahlreicher Partner aus der Tschernobyl -und Umweltbewegung in Europa, in Belarus, in der Ukraine und der Türkei.
Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Zeitzeugen aus der Ukraine, Belarus und Japan. Rund um die Jahrestage der Reaktorkatastrophe von Fukushima (11. März 2011) und von Tschernobyl (26. April 1986) planen die Partner Zeitzeugengespräche, Informations-veranstaltungen und Kerzenaktionen zur Erinnerung an alle Menschen, die von der Verstrahlung betroffen sind. Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 2016 stehen unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments. „Unser Organ ist im Hinblick auf die Frage der Sicherheit im Bereich der Kernenergie zutiefst besorgt“, schreibt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in einem Brief an das IBB Dortmund. Das Parlament habe konsequent darauf hingewiesen, dass die Sicherheits- und Umweltschutz-anforderungen verbessert werden müssen. Zudem fordert das EU-Parlament, dass regelmäßige Risiko- und Sicherheitsbewertungen von Kernkraftwerken innerhalb und außerhalb der EU vorgenommen werden müssen. Außerdem mache sich das Parlament nachdrücklich für erneuerbare Energien stark.

Christiana Steinbrügge, Landrätin, Landkreis WolfenbüttelC. Steinbrügge offizielles Foto

Die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ im Jahr 2014 in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel waren ein voller Erfolg. Es gab zahlreiche Veranstaltungen, die von namhaften Persönlichkeiten und Institutionen getragen worden sind. Das Umweltfestival mit vielen Besucherinnen und Besuchern war ein Höhepunkt im Rahmen der Aktionen. Daher freue ich mich, dass es auch im Jahr 2016, in dem sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal jährt, wieder Aktionswochen und ein Umweltfestival bei uns geben wird. Ziel dieser Aktionen ist es unverändert, das Gedenken an die beiden Atomkatastrophen zu verbinden mit den Zielen des Umweltschutzes und der Bewahrung unserer natürlichen Ressourcen. In einer Region, die mit den Problemen des atomaren Abfalls lebt, wollen wir ein Zeichen setzen. Ein Zeichen dafür, dass wir etwas für die Umwelt tun können und müssen. Und wir wollen zeigen, dass sich in unserer Region bereits sehr viel bewegt. Daher übernehme ich auch im Jahr 2016 gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel sehr gern und voller Überzeugung die Schirmherrschaft für diese wichtigen Veranstaltungen. Wir werden die Akteurinnen und Akteure bei ihren Vorbereitungen gern unterstützen. Die Botschaft, die uns die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ vermitteln möchten, ist gerade in Zeiten des Klimawandels und der Energiewende unverändert aktuell. Daher wünsche ich allen Helferinnen und Helfern unter der Leitung von Projektreferent Paul Koch bei ihrer wichtigen Arbeit viel Erfolg!

 

Thomas Pink, Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel

Pink

In mehr als 200 Städten in Belarus, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, der Türkei und der Ukraine wird in diesem Jahr im Rahmen der Aktionswoche „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ an den 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl (26. April 1986) und den fünften Jahrestag der Katastrophe von Fukushima (11. März 2011) erinnert. Auch in der Stadt Wolfenbüttel nutzen wir diese Woche, um zu mahnen, aus der Geschichte zu lernen und die Energiewende in ganz Europa voran-zutreiben. Denn leider geraten die atomaren Katastrophen rund um Tschernobyl und Fukushima immer weiter aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Und das, obwohl die gesundheitlichen und ökologischen Folgen bis heute andauern. Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 haben deutlich gemacht, dass die Kernenergie kein zukunftsfähiges Modell der Energiegewinnung ist. Die Aktionswoche vermittelt Erfahrungen und Information aus erster Hand. Das ist durch nichts zu ersetzen. Dafür habe ich die Schirmherrschaft gerne übernommen. Die im Rahmen der Aktionswoche angebotenen Veranstaltungen geben Schülern, Lehrern und anderen Interessierten die Möglichkeit, sich mit der Notwendigkeit einer europäischen Energiewende auseinanderzusetzen und sich in diesen Prozess einzubringen.

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EuAW 2016 / Region Braunschweig

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Europäischen Aktionswochen
„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
Europaweit – und auch in der Region Braunschweig
Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) wurden vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) initiiert. Zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe hat das IBB eine große Tschernobyl – Ausstellung mit den Schwerpunkten „Die Katastrophe und ihre Folgen“, „Liquidatoren – die vergessenen Helden“ und „Solidaritätsbewegung für Tschernobyl-Opfer“ organisiert. In den 25 Jahren (bis 2011) hat das IBB sich intensiv mit der Tschernobyl-Katastrophe und deren medizinischen und sozialen Folgen beschäftigt. Sie hat Tschernobyl-Initiativen bundesweit unterstützt und jährlich zu Konferenzen eingeladen – und dabei deren belarussischen und ukrainischen Partnerorganisationen kostenfrei eingeladen.

Dem ersten nukleare Super-Gau im ukrainischen (damals noch Sowjetunion) Tschernobyl am 26.04.1986 folgte am 11.03.2011 der zweite Super-Gau im japanischen Fukushima. Die Welt hielt kurze Zeit die Luft an, weil sie dies im hochtechnisierten Japan nicht für möglich hielt. Bundeskanzlerin Merkel leitete die Energiewende ein. Wie sich herausstellen sollte, blieb es beim bundesdeutschen Alleingang. Gleichwohl bleibt Deutschland dem direkten atomaren Risiko, durch Atomkraftwerke in den Nachbarländern, ausgesetzt.

Die Arbeit des IBB, das sich schon immer durch Information, Dokumentation und Unterstützung der Betroffenen auszeichnete, nahm sich nun auch der Thematik Fukushima an. Gleichzeitig suchte das IBB Kontakt zu Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen in den europäischen Nachbarländern um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen und auch um in den Nachbarländern für den Atomausstieg zu werben.

So entstanden die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“, die im März/April 2012 erstmalig europaweit durchgeführt wurden. Im Mittelpunkt dieser Aktionswochen stehen Informationsabende, Zeitzeugengespräche in Schulen und Gruppen und die europaweite Kerzenaktion am Vorabend des Tschernobyl-Jahrstages. Seit 2012 beteiligen sich zahlreiche Partner aus der Tschernobyl- und Umweltbewegung in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Polen, Österreich, Tschechien, der Türkei, Belarus und der Ukraine an dem Projekt.
Seit 2013 organisiert ein ökumenischer Trägerkreis in der Region Braunschweig Veranstaltungen im Rahmen der EuAW. Dieser ökumenische Trägerkreis stellt hier sich und sein Selbstverständnis vor:
Europäischen Aktionswochen
„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
Trägerkreis Region Braunschweig

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Der ökumenische Trägerkreis (bestehend aus: Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und Institutionen / Gremien / Arbeitsbereichen der Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig, nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“ Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare Energie/ Windkraft und Landschaft“; Umwelt-beauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde.) beteiligt sich seit 2013 an den vom Inter-nationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig.

Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region stärker auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen.

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Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit (am Vorabend des Tschernobyl-Jahres-tages[25.4.]) aller an den Aktionswochen aktiv beteiligten Kerzenaktionen (europaweit) durchführen.

Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammenarbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft der nachfolgenden Generation verpflichtet. Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ bzw. das Bewusstsein das unsere Erde vor Ausbeutung geschützt werden muss.

In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungs-vollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Im Rahmen der „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ können diese unterschiedlichen Themen auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. Das Gedenken an Tschernobyl mit den bewährten Elementen „Fukushima-Mittags-gebet“, „Kerzenaktion“, „Andacht am Lutherbaum“ und den „Zeitzeugengesprächen“. Das Thema Erneuerbare Energie/ Energiewende wird wohl weiterhin vorwiegend in Vorträgen und Besichtigungen sinnvoll sein. Mit dem Umweltfestival 2014 wurde der Weg beschritten beide großen Themen (Gedenken und Erneuerbare Energie) mit Besinnlichkeit, Informationsaustausch, Musik und Gespräche zu verbinden und zu einem nachhaltigen Großereignis werden zu lassen.

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Zum 30. Jahrestag der Tschernobyl- und dem 5. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe (2016) soll dieses Umweltfestival ein zweites Mal stattfinden, allerdings mit einem stärken Fokus auf Erneuerbare Energie/ Energiewende. Weitere Über-legungen zur Nachhaltigkeit des Festivals werden noch zu besprechen sein.

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Abschluss EuAW 2015 mit 1. Preis

Die Europäischen Akitonswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) 2015 / Region Braunschweig ist mit diesem Beitrag und den Bildern vom 1. Preis „Umweltwettbewerb / Schöpfungstag 2015“ der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Niedersachsen ACKN abgeschlossen.002

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Predigt von Paul Koch (Sozialdiakon i.R.) am Schöpfungsgottesdienst 20.09.2015 – Wolfenbüttel Trinitatiskirche

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“  Diese indianische Weisheit ist sehr bekannt und macht uns bewusst, dass unser Umgang mit den Ressourcen der Umwelt viel mit Geld zu tun hat und das einige Menschen den Wert des Geldes höher einschätzen als den Wert der Natur und Umwelt – bis, ja, bis es vielleicht zu spät ist.
Eine weitere – weniger bekannte indianische Weisheit, hat nicht nur das Geld sondern auch unsere Verantwortung für die nachfolgende Generation im Focus. Es geht um das vermeintliche Streben nach einer besseren Welt. Im Folgenden äußert das Naturvolk ihre Meinung über die sogenannte zivilisatorische Gesellschaft: „Vieles ist töricht an eurer Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weiße Menschen dem Geld nach, bis ihr so viel habt, daß ihr gar nicht lang genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, den Boden, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr, die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.“ Ein vernichtendes Urteil!
Vermutlich sind diese beiden indianischen Weisheiten vor ca. 160 Jahren entstanden. Damals, nämlich im Jahr 1855, stand der Indianer-Häuptling Seattle vor dem amerikanischen Kongress, und richte seine Worte an den damaligen amerikanischen Präsident Franklin Pierce. Diese berühmte Rede beginnt mit den Worten: „Der große Häuptling in Washington sendet Nachricht, daß er unser Land zu kaufen wünscht. Der große Häuptling sendet uns auch Worte der Freundschaft und des guten Willens. Das ist freundlich von ihm, denn wir wissen, er bedarf unserer Freundschaft nicht. Aber wir werden sein Angebot bedenken, denn wir wissen – wenn wir nicht verkaufen, kommt vielleicht der weiße Mann mit Gewehren und nimmt sich unser Land. Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen – oder die Wärme der Erde? Diese Vorstellung ist uns fremd. Wenn wir die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen – wie könnt ihr sie von uns kaufen?„   Der Indianerhäuptling macht sehr deutlich, dass sie etwas verkaufen sollen, was eigentlich gar nicht käuflich ist. Und dennoch weis der Häuptling, es läuft alles darauf hinaus, dass er und sein Volk den Landstrich den sie seit Urzeiten bewohnen, nun verlassen werden müssen. So deutlich wie seine Einleitung war die gesamt, lange Rede, die in voller Länge überliefert und im Internet nachzulesen ist. Die Kurzfassung der Rede lautet wie folgt: „Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig (…), denn die Erde ist des roten Mannes Mutter. (…) Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen. Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als eine Wüste. (…) Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. (…) Denn das wissen wir: die Erde gehört nicht den Menschen. Der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden. (…) Die Erde verletzen, heißt, ihren Schöpfer verachten.“ „Die Erde verletzen, heißt, ihren Schöpfer verachten.“ – deutliche und mahnende Worte des Indianer-Häuptlings!
Die Indianer haben offensichtlich besser verstanden als wir, was es heißt die Schöpfung zu bewahren und zu pflegen, damit auch nachfolgende Generationen noch von und mit ihr leben können. Gott sei Dank gibt es in unserer Gesellschaft nicht nur die Geldgier, sondern auch Menschen die die Schöpfung Gottes achten, die die Natur schützen und sich der unreflektierten Ausbeutung der Natur in den Weg stellen. Gott sei Dank gibt es in unserer Gesellschaft nicht nur Wissenschaftler und Forscher die mit Halbwahrheiten arbeiten und Gutachten so formulieren, dass ein vorher festgelegtes Ergebnis erzielt wird. Deutliche, kompromisslose Worte eines Klimaforschers konnte letzte Woche in der B.- Zeitung lesen. Der Klimaforscher appelliert an die Wirtschaft, mehr für den Umweltschutz zu tun. Der Klimaforscher meint, Konzerne seien zu sehr auf schnellen finanziellen Erfolg aus und hätten damit einen gewichtigen Anteil am Klimawandel. Als Beispiel nannte er die Autobauer, die mit „Spritschleudern“ und den immer beliebter werdenden Geländewagen Milliarden verdienen. Wir wissen, dass auch die Autobauer mit ihrem Tun von Gesetzen und Regeln der Politik abhängig sind. Die Politik ihrerseits ist an einer positiven Wirtschaftsentwicklung interessiert und will nicht zu viele Einschränkungen machen, die möglicherweise das Wirtschaftswachstum behindern könnte. Denn Wachstum ist das Schlüsselwort der Politik. Wächst die Wirtschaft, wachsen die Steuereinnahmen…
Die ganze Klimaschutz – Debatte ist wie ein Tanz auf dem Vulkan, bei dem man sich seit Jahren eher im Kreise dreht als dass man zielorientierte Ergebnisse abspricht.
Das Klima ist eine Sache, aber wir leben derzeit mit einer noch größeren Bedrohung, eine Bedrohung von der dir Indianer in all ihrer Weitsicht noch keinen Schimmer hatten, inzwischen aber auch Opfer dieser Bedrohung sind. Den Indianern erging es da nicht viel besser als vielen anderen Ursprungsvölker (indigene Völker) weltweit. Zuerst müssen sie ihr fruchtbares Land verlassen und in karge Bergregionen ziehen. In vielen Fällen wurde dabei auf eine freundliche Einladung und einen einigermaßen fairen Handel verzichtet. Wenn dann in den Bergen womöglich Uran gefunden wird, freuen sich die indigenen Völker zunächst über die Möglichkeit einer bezahlten Arbeit, und damit über regelmäßiges Einkommen zu verfügen. Dass die Arbeit schlecht bezahlt wird und diese Tätigkeit den Verlust der Gesundheit nach sich zieht, bemerken sie zu spät und finden kaum jemanden, der ihnen helfen würde für ihr Rechte einzutreten.
Diese Bedrohung – sie haben es sicher schon vermutet – ist die ionisierende und radioaktive Strahlung. Hier ist es wie bei den vier Elementen. Das Vorhandensein der Strahlung – vor allem wenn wir von der natürlichen Strahlung sprechen – ist grund-sätzlich positiv. Aber, wenn es zu viel wird und wenn zur natürlichen Strahlung die künstliche Strahlung kommt, kann es Probleme, kann es ernste Probleme geben.
Die künstliche Strahlung im medizinischen Bereich (die Nuklearmedizin, die Strahlentherapie und die Röntgendiagnostik) gilt es mit großer Vorsicht einzusetzen, damit sie auch wirklich nur positiv wirkt!
Das auch das zu häufige Röntgen Gesundheitsschäden auslösen kann, macht die aktuelle Röntgenverordnung deutlich, die seit 2002 in Kraft ist. Dort heißt es im Paragraph 28, „dass der behandelnde Arzt bei Röntgenuntersuchungen Röntgenpässe bereitzuhalten und der untersuchten Person anzubieten hat. Der Patient hat das Recht, bei einer Röntgenuntersuchung einen Röntgenpass zu verlangen; legt er bei einer Untersuchung den Pass vor oder wird ein Pass ausgestellt, sind die entsprechenden Informationen einzutragen“. Dadurch, so heißt es weiter, sollen unnötige Wiederholungsuntersuchungen vermieden und Vergleichsmöglichkeiten mit vorherigen Aufnahmen geschaffen werden. Haben Sie von Ihrem Arzt schon einmal einen Röntgenpass angeboten bekommen –
oder haben Sie schon einmal einen verlangt? Mir war diese Information allerdings auch neu!  Einen „Strahlenpass“ müssen ganz selbstverständlich Personen mit sich führen, die aus beruflichen Gründen in ihren Betrieben ionisierender Strahlung ausgesetzt sind. Hier ist der Pass für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sowie für die Bilanzierungen der beruflichen Exposition und der Berufslebensdosis wichtig. Und damit sind wir im Bereich der anderen (außermedizinischen) künstlichen Strahlung, vor allem im Bereich der Kernkraftwerke und Forschungsreaktoren. Ein Strahlenpass ist hier grundsätzlich Vorschrift! Die Informationen zum Röntgen- und Strahlenpass machen deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Strahlung im ganz normalen, alltäglichen oder beruflichen Umgang ist. Wenn es dann zu Nuklearunfällen kommt wird es ganz kritisch. Kinder in Fukushima sollen auch 4 Jahre nach den Explosionen in dem TEPCO-Kernkraftwerk ihre Strahlendosis in einem Heftchen notieren und sie dürfen maximal 30 Minuten pro Tag im Freien verbringen. Kinder und Erwachsene im Einzugsbereich des 1986 havarierten Leninkraftwerks in Tschernobyl müssen auch noch heute (und zwar weit über die sog. Sperrzone hinaus) z.B. auf den Verzehr von Beeren und Pilzen verzichten, wenn sie nicht vorher geprüft und für den unbedenklichen Verzehr freigegeben sind. Für Kinder in den kontaminierten Gebieten (auch hier weit über die sog. Sperrzone hinaus) ist es auch heute noch wichtig, die belastete Region einmal im Jahr für 3-4 Wochen zu verlassen um sich von der Strahlen-Belastung – die hauptsächlich durch die die Nahrungskette, also belastete Nahrung, verursacht wird – zu erholen. Die vielen Tschernobyl-Liquidatoren mit gesundheitlichen Problemen kämpfen um Anerkennung ihrer Krankheit – als Krankheit in Folge des Einsatzes am havarierten Reaktor – und sie kämpfen um die notwendigen Medikamente.
Die Strahlengefahr ist aber auch vor unserer Haustür. Ich will nur die Stichworte „Asse II“, „Morsleben“ und „Eckart und Ziegler/Braunschweig“ genannt haben und will darüber hinaus auf die sogenannte „KIKK-Studie“ hinweisen. Es geht um die „Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken“, die mehrfach von unterschiedlichen Professoren und Institutionen in Angriff genommen wurde. Anfangs belächelt, dann aber mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) erneut durchgeführt wurde. Diese epidemiologische Studie zu Kinderkrebs kommt zu dem Ergebnis, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern in der Nähe von deutschen Kernkraftwerken um ca. 50 % erhöht ist. Die Autoren konnten außer dem Faktor „Abstand zum Kernkraftwerk“ keine andere Ursache ausfindig machen, halten radioaktive Emissionen aber nicht für den Auslöser des erhöhten Risikos.
Dies ist die offizielle Version. Es gab auch Mit-Autoren der Studie, die den Zusammenhang zur ionisierenden Strahlung sehr wohl sehen, sich aber in der offiziellen Darstellung nicht durchsetzen konnten.
Dieses Wissen um die Gefahr der ionisierenden Strahlung, eben nicht nur das Wissen um die Gefahr eines Super-Gau´s wie Tschernobyl und Fukushima hat Wissenschaftler und Ingenieure umdenken und nach alternativen zur Kernkraft suchen lassen. Und welch Wunder, die Wissenschaftler und Ingenieure haben festgestellt, dass die Natur, die vier Elemente – jedes für sich – ein hohes Potenzial an Energiegewinnungs-Möglichkeiten mitbringt. Studien besagen, dass alleine die Sonne so viel Energie vorhält, dass wir sonst keine Rohstoffe für die Energiegewinnung verbrauchen müssten. Auch Wind, Wasser und die Erde halten Potenzial für eine alternative Energiegewinnung bereit. Die Schöpfung hält alles bereit, damit wir genug von dem haben, was wir brauchen. Das gilt für die Nahrung der Menschen – es ist so viel da, dass keiner auf der Welt hungern müsste. Und das gilt für die Energie, die wir benötigen um beweglich zu sein und um eine warme Wohnung und warme Mahlzeiten zu haben.

Es ist an der Zeit nachzulesen wie das von unserem Schöpfergott gedacht war. In 1. Mose 1/ 26 und folgende lesen wir: Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise, und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, daß sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also. Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Und siehe da, es war sehr gut. Sehr gut! Eine eins! Besser geht es nicht! Es ist an alles gedacht. Kein Wenn und Aber: alles ist sehr gut. Der Mensch ist geschaffen mit dem Potenzial sich zu vermehren, genauso wie auch Pflanzen und Tiere. Damit ist ein Zyklus geschaffen der ewig halten könnte. Und siehe es war alles sehr gut.

Eine lange Zeit ist bisher vergangen. Schauen wir uns die Welt heute an – und wir können nicht mehr uneingeschränkt sagen: Es ist alles sehr gut. Im Gegenteil: Riesige strahlende Abraumhalten mit verstrahlter Erde und Gestein in der Nähe von Uranbergwerken, denn in der Regel ist max. 5 % von den freigelegten Uranerz für die Energiegewinnung nutzbar – verbleiben 95 % Müll – auf Jahrtausende verstrahlter Müll. Dann die Gesundheits-gefährdung durch Atomkraftwerke wie es die KIKK-Studie belegt – ganz zu schweigen von den Nuclear – Unfällen und die Entsorgung abgebrannter Brennelemente und die verstrahlten Materialen die beim Rückbau der Atomkraftwerke anfallen. …Und das Europäische Parlament setzt immer noch auf Atomenergie, weil unsere Politiker in Brüssel meinen, dass sonst der Energiehunger nicht gestillt werden könnte.

Deshalb ist es wichtig, dass sich Christen, Umweltschützer und Atomgegner europaweit vernetzen und mit dem Hinweis auf Energiesparmaßnahmen und dem Hinweis auf alternative, regenerative Energie einen Weg aufzeigen wie man im Einklang mit der Natur, der Schöpfung Gottes, die notwendige Energie erzeugen kann.

Mit indianischen Weisheiten habe ich meine Predigt begonnen, mit einem indianischen Gebet schließe ich: Gott, unser Vater, gib uns Herzen, die verstehen, nie mehr von der Schöpfung zu nehmen als wir geben; nie mutwillig zu zerstören zur Stillung unserer Gier; nie zu verweigern unsere Hand, wo es gilt, die Erde aufzubauen; nie von ihr zu nehmen, was wir nicht bedürfen. Denn, wenn wir die Erde mit Liebe umgeben, wird sie auch für uns sorgen. Darum bitten wir dich durch Christus, unsern Herrn.

Amen.

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Preisverleihung am 20.09.2015 im „Schöpfungsgottesdienst“ in der Trinitatiskirche um 11:30 Uhr

Pfarrer Stephan Lauer und Team werden den „Schöpfungsgottesdienst“ in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel um 11:30 Uhr gestalten.

Pfarrer Dr. Christopher Kumitz-Brenecke (Ev. -luth. Landeskirche in Braunschweig) wird den Preis überreichen.

Weitere Informationen zum Schöpfungsgottesdienst folgen.

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen!

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1. Preis – Kategorie „Ökumenische Verbündete“

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