9.3.2015. Ev. Akademie Braunschweig: „Fukushima und die deutsche Energiewende“

Am Montag, den 09.3. um 19:00 Uhr findet in der Ev. Akademie Braunschweig „Abt Jerusalem“ in Braunschweig (Alter Zeughof 2-3) die Auftakt – Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen „Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in der Region Braunschweig statt. Thema:  „Fukushima und die deutsche Energiewende“

Die Referentinnen: Riho Taguchi, Dr. Eva Stegen und Prof. Miranda Schreurs.
Moderation: Dipl.-Ing. Heiko Hilmer (1. Vorsitzender der REKA (Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e.V. / Dozent für Klimaschutz). Leitung: Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

Hintergrundinformationen zur Veranstaltung:
Sprechen wir von Japan, dann denken wir seit März 2011 vermutlich an die TEPCO-Katastrophe im Atomkraftwerk in Fukushima Daiichi ca. 250 km nördlich der Hauptstadt Tokio. Die 48 japanischen Atomkraftwerke in Japan wurden nach der TEPCO-Katastrophe im März 2011 alle abgeschaltet. Die Regierung plant das wieder hochfahren der Atomanlagen, auch gegen den Protest der Bevölkerung.
Schon vor der TEPCO-Katastrophe im März 2011 gab es Wissenschaftler und Unternehmer in Japan, die sich mit alternativer, erneuerbarer Energie beschäftigten und sich für eine Energiewende auch in Japan einsetzen. Das große Vorbild für die Ökostrom-Japaner sind die im Schwarzwald angesiedelten Elektrizitätswerke Schönau (EWS). Die japanische Journalistin, Schriftstellerin und Dolmetscherin Riho Taguchi recherchierte über alternative Energie in Deutschland und stieß auf die EWS und schrieb für ihre japanischen Landsleute ein Buch über die EWS. Inzwischen gibt es eine intensive Zusammenarbeit der noch wenigen japanischen ÖKO-Stromanbieter und der EWS.
Um die Elektrizitätswerke Schönau aus japanischer und deutscher Sicht und um Energiewende in Deutschland und Japan geht es in der öffentliche Veranstaltung am Montag, den 09. März um 19:00 Uhr in der Ev. Akademie Braunschweig „Abt Jerusalem“ (Alter Zeughof 12-3. Die Referentinnen sind Riho Taguchi, Dr. Eva Stegen und Prof. Miranda Schreurs.

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Riho Taguchi, Journalistin/Schriftstellerin aus Japan (seit 1996 wohnhaft in Hannover) spricht über die Elektrizitätswerke Schönau aus japanischer Sicht, denn die EWS Schönau ist ein Vorbild und ein Traum für die Bürger in Japan. Sie spricht auch über das japanische Erneuerbare-Energie-Gesetz EEG und die damit verbundenen Probleme in Japan. Auch über die Menschen in Fukushima heute wird sie berichten.

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Dr. Eva Stegen (Energiereferentin; Elektrizitätswerke Schönau [EWS] wird über die Perspektive der deutschen Energiewende sprechen und meint: „Wenn viele Menschen an vielen Orten viele kleine Schritte gehen, können wir das Gesicht der Welt verändern…
Die Energiewende wurde in Deutschland von vielen Bürgern auf den Weg ge-bracht. Eine wichtige Keimzelle dieser Bewegung sind die Schönauer Stromrebellen. Sie haben infolge der Atomkatastrophe von
Tschernobyl zunächst das lokale Stromnetz und die Stromversorgung des Schwarzwald-Ortes übernommen und sind mittlerweile zu einem Vorzeigeunternehmen geworden, das bundes-weit saubere Energie liefert. Die Energiewende in Deutschland hatte gerade Fahrt aufgenommen, als der Gesetzgeber an diversen Stellschrauben drehte und so das Projekt ins Stocken brachte. Es wäre verheerend, wenn nun durch fossil-nukleare Interessen geleitet, ein Fadenriss produziert würde. Auf dieser Erde wollen sich 7,3 Milliarden Menschen entwickeln und brauchen dazu den Zugang zu Energie. Wenn das friedlich geschehen soll, sollten wir einen Kampf um Rohstoffe vermeiden und den geordneten Rückzug aus der fossil-nuklearen Energieproduktion so zügig wie möglich umsetzen. Ein technologisch führendes Land wie Deutschland hat die Pflicht, die Erneuerbaren Energien zu entwickeln und zur Marktreife zu führen, anstatt mit dem Finger auf die sonnenreichen Gegenden zu zeigen mit dem Hinweis, da solle man doch bitte anfangen.

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Prof. Miranda Schreurs (Leiterin des Forschungszentrums Umweltpolitik in der Freien Universität Berlin.) wird aus wissenschaftlicher und politischer Sicht das Thema „Perspektive der deutschen Energiewende“ ergänzen und vertiefen.

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Moderiert wird die Veranstaltung von Dipl.-Ing. Heiko Hilmer (1. Vorsitzender der REKA (Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e.V. / Dozent für Klimaschutz).

Die Leitung hat Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

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