EuAW 2016 / Region Braunschweig

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Europäischen Aktionswochen
„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
Europaweit – und auch in der Region Braunschweig
Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) wurden vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) initiiert. Zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe hat das IBB eine große Tschernobyl – Ausstellung mit den Schwerpunkten „Die Katastrophe und ihre Folgen“, „Liquidatoren – die vergessenen Helden“ und „Solidaritätsbewegung für Tschernobyl-Opfer“ organisiert. In den 25 Jahren (bis 2011) hat das IBB sich intensiv mit der Tschernobyl-Katastrophe und deren medizinischen und sozialen Folgen beschäftigt. Sie hat Tschernobyl-Initiativen bundesweit unterstützt und jährlich zu Konferenzen eingeladen – und dabei deren belarussischen und ukrainischen Partnerorganisationen kostenfrei eingeladen.

Dem ersten nukleare Super-Gau im ukrainischen (damals noch Sowjetunion) Tschernobyl am 26.04.1986 folgte am 11.03.2011 der zweite Super-Gau im japanischen Fukushima. Die Welt hielt kurze Zeit die Luft an, weil sie dies im hochtechnisierten Japan nicht für möglich hielt. Bundeskanzlerin Merkel leitete die Energiewende ein. Wie sich herausstellen sollte, blieb es beim bundesdeutschen Alleingang. Gleichwohl bleibt Deutschland dem direkten atomaren Risiko, durch Atomkraftwerke in den Nachbarländern, ausgesetzt.

Die Arbeit des IBB, das sich schon immer durch Information, Dokumentation und Unterstützung der Betroffenen auszeichnete, nahm sich nun auch der Thematik Fukushima an. Gleichzeitig suchte das IBB Kontakt zu Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen in den europäischen Nachbarländern um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen und auch um in den Nachbarländern für den Atomausstieg zu werben.

So entstanden die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“, die im März/April 2012 erstmalig europaweit durchgeführt wurden. Im Mittelpunkt dieser Aktionswochen stehen Informationsabende, Zeitzeugengespräche in Schulen und Gruppen und die europaweite Kerzenaktion am Vorabend des Tschernobyl-Jahrstages. Seit 2012 beteiligen sich zahlreiche Partner aus der Tschernobyl- und Umweltbewegung in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Polen, Österreich, Tschechien, der Türkei, Belarus und der Ukraine an dem Projekt.
Seit 2013 organisiert ein ökumenischer Trägerkreis in der Region Braunschweig Veranstaltungen im Rahmen der EuAW. Dieser ökumenische Trägerkreis stellt hier sich und sein Selbstverständnis vor:
Europäischen Aktionswochen
„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“
Trägerkreis Region Braunschweig

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Der ökumenische Trägerkreis (bestehend aus: Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und Institutionen / Gremien / Arbeitsbereichen der Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig, nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“ Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare Energie/ Windkraft und Landschaft“; Umwelt-beauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde.) beteiligt sich seit 2013 an den vom Inter-nationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig.

Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region stärker auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen.

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Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit (am Vorabend des Tschernobyl-Jahres-tages[25.4.]) aller an den Aktionswochen aktiv beteiligten Kerzenaktionen (europaweit) durchführen.

Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammenarbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft der nachfolgenden Generation verpflichtet. Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ bzw. das Bewusstsein das unsere Erde vor Ausbeutung geschützt werden muss.

In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungs-vollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Im Rahmen der „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ können diese unterschiedlichen Themen auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. Das Gedenken an Tschernobyl mit den bewährten Elementen „Fukushima-Mittags-gebet“, „Kerzenaktion“, „Andacht am Lutherbaum“ und den „Zeitzeugengesprächen“. Das Thema Erneuerbare Energie/ Energiewende wird wohl weiterhin vorwiegend in Vorträgen und Besichtigungen sinnvoll sein. Mit dem Umweltfestival 2014 wurde der Weg beschritten beide großen Themen (Gedenken und Erneuerbare Energie) mit Besinnlichkeit, Informationsaustausch, Musik und Gespräche zu verbinden und zu einem nachhaltigen Großereignis werden zu lassen.

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Zum 30. Jahrestag der Tschernobyl- und dem 5. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe (2016) soll dieses Umweltfestival ein zweites Mal stattfinden, allerdings mit einem stärken Fokus auf Erneuerbare Energie/ Energiewende. Weitere Über-legungen zur Nachhaltigkeit des Festivals werden noch zu besprechen sein.

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