EuAW/ BS / 2016 / Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ für die IBB-Gesamtaktion in 10 europäischen Ländern hat das Europäisches Parlament übernommen.
Für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in der Region Braunschweig (Aktionen des ökumenischen Trägerkreis) haben die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink übernommen.

Hier nun Statements zur Schirmherrschaft:

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Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ sind ein Projekt des Internationalen Bildungs-und Begegnungswerks in Dortmund (IBB Dortmund) und zahlreicher Partner aus der Tschernobyl -und Umweltbewegung in Europa, in Belarus, in der Ukraine und der Türkei.
Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Zeitzeugen aus der Ukraine, Belarus und Japan. Rund um die Jahrestage der Reaktorkatastrophe von Fukushima (11. März 2011) und von Tschernobyl (26. April 1986) planen die Partner Zeitzeugengespräche, Informations-veranstaltungen und Kerzenaktionen zur Erinnerung an alle Menschen, die von der Verstrahlung betroffen sind. Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 2016 stehen unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments. „Unser Organ ist im Hinblick auf die Frage der Sicherheit im Bereich der Kernenergie zutiefst besorgt“, schreibt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in einem Brief an das IBB Dortmund. Das Parlament habe konsequent darauf hingewiesen, dass die Sicherheits- und Umweltschutz-anforderungen verbessert werden müssen. Zudem fordert das EU-Parlament, dass regelmäßige Risiko- und Sicherheitsbewertungen von Kernkraftwerken innerhalb und außerhalb der EU vorgenommen werden müssen. Außerdem mache sich das Parlament nachdrücklich für erneuerbare Energien stark.

Christiana Steinbrügge, Landrätin, Landkreis WolfenbüttelC. Steinbrügge offizielles Foto

Die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ im Jahr 2014 in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel waren ein voller Erfolg. Es gab zahlreiche Veranstaltungen, die von namhaften Persönlichkeiten und Institutionen getragen worden sind. Das Umweltfestival mit vielen Besucherinnen und Besuchern war ein Höhepunkt im Rahmen der Aktionen. Daher freue ich mich, dass es auch im Jahr 2016, in dem sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal jährt, wieder Aktionswochen und ein Umweltfestival bei uns geben wird. Ziel dieser Aktionen ist es unverändert, das Gedenken an die beiden Atomkatastrophen zu verbinden mit den Zielen des Umweltschutzes und der Bewahrung unserer natürlichen Ressourcen. In einer Region, die mit den Problemen des atomaren Abfalls lebt, wollen wir ein Zeichen setzen. Ein Zeichen dafür, dass wir etwas für die Umwelt tun können und müssen. Und wir wollen zeigen, dass sich in unserer Region bereits sehr viel bewegt. Daher übernehme ich auch im Jahr 2016 gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel sehr gern und voller Überzeugung die Schirmherrschaft für diese wichtigen Veranstaltungen. Wir werden die Akteurinnen und Akteure bei ihren Vorbereitungen gern unterstützen. Die Botschaft, die uns die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ vermitteln möchten, ist gerade in Zeiten des Klimawandels und der Energiewende unverändert aktuell. Daher wünsche ich allen Helferinnen und Helfern unter der Leitung von Projektreferent Paul Koch bei ihrer wichtigen Arbeit viel Erfolg!

 

Thomas Pink, Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel

Pink

In mehr als 200 Städten in Belarus, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, der Türkei und der Ukraine wird in diesem Jahr im Rahmen der Aktionswoche „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ an den 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl (26. April 1986) und den fünften Jahrestag der Katastrophe von Fukushima (11. März 2011) erinnert. Auch in der Stadt Wolfenbüttel nutzen wir diese Woche, um zu mahnen, aus der Geschichte zu lernen und die Energiewende in ganz Europa voran-zutreiben. Denn leider geraten die atomaren Katastrophen rund um Tschernobyl und Fukushima immer weiter aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Und das, obwohl die gesundheitlichen und ökologischen Folgen bis heute andauern. Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 haben deutlich gemacht, dass die Kernenergie kein zukunftsfähiges Modell der Energiegewinnung ist. Die Aktionswoche vermittelt Erfahrungen und Information aus erster Hand. Das ist durch nichts zu ersetzen. Dafür habe ich die Schirmherrschaft gerne übernommen. Die im Rahmen der Aktionswoche angebotenen Veranstaltungen geben Schülern, Lehrern und anderen Interessierten die Möglichkeit, sich mit der Notwendigkeit einer europäischen Energiewende auseinanderzusetzen und sich in diesen Prozess einzubringen.

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