EuAW 2017 / Region Braunschweig

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Bei den vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (www.ibb-d.de) initiierten und unterstützten europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ fanden 2016 über 400 Veranstaltungen in 220 Städten und 13 Ländern statt.    *    2017 gehen die Europäischen Aktionswochen in die 6. Runde.    *   Die Region Braunschweig ist das 5. Mal mit dabei.    *     Im Folgenden die Planung für 2017 in der Region Braunschweig.  (wird ständig aktuallisert) 

Vom 10.3. bis 07.5. finden die diesjährigen „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ / Region Braunschweig statt. Schwerpunktmäßig wird in der genannten Zeit eine Ausstellung in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel  mit entsprechendem Rahmenprogramm zu sehen sein. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen, die sowohl in das offizielle Programm mit eingeplant werden, aber auch  (kostenlos) für Berichte und Gespräche in Schulen und Gruppen gebucht werden können. Darüber hinaus gibt es weitere interessante Veranstaltungen zu den Themen „Gedenken an Tschernobyl und Fukushima“ und „Ernuerebnare Energie/ Energiewende“.  Ansprechpartner Paul Koch: paul.koch47@gmx.de.

Im Folgenden wird hier berichtet über:

  • Tschernobyl und Fukushima –  Zeitzeugen
  • Schirmherrschaft
  • Veranstaltungsplan (wird weiter aktualisiert)
  • Die Ausstellung (en)
  • Trägerkreis Region Braunschweig
  • Kooperationspartner (folgt)

euaw-bs-002   Tschernobyl und Fukushima –  Zeitzeugen

Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto  jum_7878-takashi-kunimoto

Takashi Kunimoto spricht deutsch. Er lebt seit einigen Jahren in Braunschweig. Er ist nach Fukushima in die Heimat seiner Frau gezogen. Da er in Braunschweig lebt ist sein Einsatz in Schulen und Gruppen grundsätzlich im gesamten Zeitraum (10.3. – 28.4.2017) der EuAW / Region Braunschweig (nach Absprache) möglich.

Informationen zu Takashi Kunimoto hier:  (folgt)

Fukushima-Zeitzeugin Shinobu Katsuragi  dsc05402

Shinobu Katsuragi spricht deutsch. Sie lebt seit einigen Jahren in Mühlheim/Ruhr. Sie ist nach Fukushima nach Deutschland umgesiedelt. Sie wird zum Auftakt der EuAW 2017 / BS am 10. und 11. März in unserer Region sein. Einsatzmöglichkeiten außerhalb des Programmes sind nur sehr eingeschränkt möglich.

Informationen zu Shinobu Katsuragi hier:  https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2016/11/27/die-gegenwart-in-tschernobyl-ist-die-zukunft-von-fukushima/

http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/vhs-dozentin-erinnert-muelheimer-an-fukushima-id9837379.html

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Tschernobyl –  Zeitzeugen   

Klaudzija und Adam Varanets  01

Adam und Klaudziya Varanets  sprechen russisch und werden von der Übersetzerin Svetlana Margolina begleitet.  Adam und Klaudziya Varanets wohnten 25 km vom Reaktor entfernt. Sie arbeiteten als Lehrer/Lehrerin und mussten von Mai bis September 1986 ihr Dorf (die Schule) dekontaminieren. Im September wurden sie – nach dem gescheiterten Versuch der  Dekontamination – umgesiedelt.  Adam und Klaudziya Varanets stehen vom 24. bis 30. April 2017  für Vortrage, Bericjhte, Gespräche zur Verfügung

Informationen zu Adam und Klaudziya Varanets  hier: https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2017/01/04/keine-geraeusche/

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euaw-bs-002  Schirmherrschaft

111185   Schirmherr für die Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima / Region Braunschweig 2017 ist Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Mit der Erinnerung an die Folgen der Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima wirken wir dem Vergessen des unendlichen gesundheitlichen Leides der vom radioaktiven Fallout betroffen Menschen entgegen. Gleichzeitig sind wir durch die unübersehbaren Folgen der atomaren Kontamination zu aktiver Hilfeleistung aufgefordert. Daher ist es mir eine Herzensangelegenheit, die Schirmherrschaft der Aktionswoche 2017 für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima zu übernehmen.

Tschernobyl und Fukushima sind Sinnbilder für den Schrecken nuklearer Katastrophen.

Diese Orte haben die bedingungslose Technikgläubigkeit der Menschheit zutiefst erschüttert. Weite Gebiete in der Republik Belarus, der Ukraine und in Japan sind durch den radioaktiven Fallout kontaminiert und vielleicht dauerhaft unbewohnbar geworden. Der Verlust der Heimat und unabsehbare gesundheitliche Folgen haben unendliches Leid über die dort lebenden Menschen gebracht.

Tschernobyl und Fukushima sind Mahnmale für den Zusammenhalt der Menschheit und die Notwendigkeit dort zu helfen, wo unsere Hilfe gebraucht wird.

euaw-bs-002  Veranstaltungsplan (wird ständig aktualisiert)

Im Mittelpunkt unserer Planung für 2017 ist eine dreiteilige Ausstellungen in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel.

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(Informationen zu den Ausstellungen weiter unter im sep. Absatz).

Im Folgenden (chronologisch) das Gesamtprogramm (inklusive Rahmenprogramm zu den Ausstellungen)  der Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima in der Region Braunschweig.

Freitag 10.März, 12:00 h; Jugendkirche, Braunschweig Herzogin-Elisabeth-Straße 80A

„Neuer Himmel – Neue Erde“ (Offb 21,1-5)     Mittagsgebet zum Fukushima-Jahrestag u.a. mit Fukushima-Zeitzeugin Shinobu Katsuragi

Freitag 10.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Ausstellungseröffnung

  • „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“
  • „Das Kreuz von Asse und Konrad“
  • „Entdeckung der Radioaktivität“

Begrüßung: Pfarrer Stefan Lauer / Diakon i.R. Paul Koch

Kurzstatement: Shinobu Katsuragi (Fukushima-Zeitzeugin)

Grußwort(e):

  • Dieter Schultz-Seitz, Propst
  • Schirmherr Jörg Röhmann (Staatsekretär)

Kurz-Statement „Kreuz“:  Rolf Adler, Pfarrer, Umweltbeauftragter der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig

Einführung in die Ausstellungen

  • „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“: Dr. Benno Dalhoff, BUND; Soest / NRW
  • „Das Kreuz von Asse und Konrad“: Jürgen Selke-Witze (Pastoralreferent/ Umweltbeauftragter im Bistum Hildesheim).
  • „Entdeckung der Radioaktivität“: Rudolf Fricke, Lehrer i.R./Historiker

Hinweise zum Ausstellungs-Rahmen-Programm und zum Gesamtprogramm der EuAW/BS 2017: SozialdDiakon i.R. Paul Koch

Musik:   Alla und Gennady Vinogradskij;  Akkordeon und Domra

Montag, 13. März, 17:00 h; Filmpalast (Kino) Wolfenbüttel, Lange Straße 5

„Kanon der kleinen Stimmen“ Film über Tschernobyl- und Fukushima-Kinder (von  Hiotimi Kamanaka). In Kooperation mit „Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur“ (reka) und Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V.  DVD von „Kanon der kleinen Stimmen“ kann dann für 25,00 € erstanden werden. Vor dem Film wird unser Fukushima-Zeitzeuge Takashi  Kunimoto in die Thematik einführen.

Eintrttspreis: 5,- €

Mittwoch 15.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

Geschichten über Tschernobyl und Fukushima

„Der Erlöser von Tschernobyl“ aus „Mein russisches Abenteuer“ (Jens Mühling)

„Fukushimaer unerwünscht“  von  Ruru HONMA, Onagawa Mittelschule 3. Jahr; Preisträgerin/ Nationaler Aufsatzwetbewerb von Mittelschüler(innen) über die Menschenrechte. Preis des Leiters der Abteilung für den Schutz der Menschenrechte (Justizministerium)         全国中学生人権作文コンテスト ・ 入賞作品紹介「福島県民お断り」
■法務省人権擁護局長賞 「福島県民お断り」女川中3年 門馬瑠々さん

_MG_9818Leserin: Pfarrerin Kirstin Müller

niklas-wohlt  Musik: Niklas Wohlt spielt: Solo Piano – Smooth Jazz; Ruhige Ballade, Improvisationen & Jazzstandards

Sonntag 19.März, 18:00 h; Vor dem Tor von Asse II, Remlingen, Am Walde 1,

img_3408  Asse-Andacht

Donnerstag 23.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Schreibwerkstatt „Erzähl mir von Tschernobyl – Erzähl mir von Fukushima“   mit Pfarrerin Kirstin Müller.

Samstag 25.März, 16:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

„Geistliche und weltliche Musik“

Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima, mit dem Akkordeonorchester der Georg-Sauerwein-Realschule Gronau; Leitung Christiane Kunze.

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Donnerstag 30.März, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Vortrag:   „Experimente – Entdeckungen – Folgerungen“.

Frühe Radioaktivitätsforschung in Wolfenbüttel/Braunschweig.

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Rudolf Fricke, Lehrer i.R./ Historiker.

Freitag 31.März, 19:00 h; Dorfgemeinschaftshaus Winnigstedt, Roklumer Straße 2;

Vortrag mit Diskussion:

Energielandschaft Ostbraunschweigisches Hügelland im Werden – Gestaltungsansätze zur Windnutzung in und um Winnigstedt

In der vom Zweckverband Großraum Braunschweig herausgegeben Studie „Stadt-Landschaft 2030 – Beiträge zu STADT + UM + LAND Region Braunschweig“ würdigt der Stadtplaner und Architekt Prof. Walter Ackers eindringlich die landschaftlichen Qualitäten des Ostbraunschweigischen Hügellandes. Dieser sanft bewegte, durch Elm und Asse gegliederte Landschaftsraum bildet eine abgegrenzte räumliche Einheit. Es zeichnet sich durch ein wellenartiges Relief mit abwechslungsreichen Raumbildungen aus. Dabei bieten sich viele Hochpunkte mit beeindruckende Ausblicken in das Urstromtal des Großen Bruchs sowie über die Höhenzüge Huy und Großer Fallstein hinweg auf den Harz. Ackers plädiert dafür, diese Qualitäten mit einer sorgfältigen  Standortkonzeption für Windenergieanlagen herauszuarbeiten. Der von der Ev. Akademie Braunschweig initiierte Arbeitskreis Ästhetische Energielandschaften nimmt  diese Herausforderung an und will dazu mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und ihren politischen Vertretungen ins Gespräch kommen. Er stellt am 00.00.2017 im Dorfgemeinschaftshaus Winnigstedt eine Vorstudie zur Weiterentwicklung der Windkraftnutzung zwischen Uehrde, Barnstorf, Gevensleben, Winnigstedt und Roklum zur Diskussion. Aufbauend auf eine Analyse des Ist-Zustandes werden Entwürfe unterbreitet, die in einer ersten landschaftsarchitektonischen Annäherung aufzeigen, wie sich die dortige Windnutzung mit dem umgebenden Raumgefüge verbinden ließe. Ergänzend wird der Vorschlag  für einen Verfahrensbaustein skizziert, der Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, sich frühzeitig mit den räumlichen Implikationen des Regionalisierten Flächenansatzes zum Ausbau der Windenergie zu befassen und sich konstruktiv gestaltend in das nächste ZGB-Verfahren einzubringen. Die Niedersächsische Landesregierung will mit einem Erneuerbare-Energie-Mix, der zu 30% aus Windkraft besteht, den Grundstein für die Umsetzung der Energiewende legen. Folgt man dem Nds. Windenergieerlass, werden dafür – unter der Annahme von zukünftig bis auf 200m steigende Nabenhöhen – 1,4% der Landesfläche benötigt, wobei die einzelnen Gegenden Niedersachsens höchst unterschiedlich gefordert sind. Während z.B. die Grafschaft Bentheim oder der Landkreis Oldenburg dafür 0,8% ihrer Fläche beisteuern müssen, ist der Zweckverband Großraum Braunschweig gefordert, dafür 2,1%  auszuweisen. Er arbeitet derzeit darauf hin, 1,4% seiner Gesamtfläche für die Windstromgewinnung zu sichern. Betrachtet man den Ist-Zustand zusammen mit Begründungen für die laufenden Erweiterungsvorhaben im Bereich des Ostbraunschweigischen Hügellandes ist festzustellten,  dass das Umfeld von Asse und  Heeseberg zu einem Schwerpunkt der Windkraftgewinnung im ZGB entwickelt wird.

Leitung: Dr. Gudrun Beneke + Dr. Wilfried Theilemann;  mit Schirmherr Jörg Röhmann, Samtgemeindebürgermeisterin Regina Bollmeier und Michael Wachsmann, Bürgermeister / Winnigstedt.

Donnerstag 06. April , 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

„Der Griff nach dem Atom“ aus: „Die Zukunft hat schon begonnen“ (Robert Jungk).    Mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlags.

DSCF0031 Leser: Ralf Kleefeld;

20170403_134716Musik: Andreas von Einem; Improvisationen zu Ant-AKW-Liedern

Donnerstag 20.April, 19:00 h;Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreuz

Autoren-Lesung mit Musik: „Wsjo budjet horocho“ (alles ist gut).   

ichAutorin/Leserin: Heike Sabel, Pirna;

streich-drio-galterMusikalische Unterstützung  mit Violine,  Cello   und  Klavier, Kammermusik-Ensemble  (Fam. Galter)

Dienstag 25.April, 20:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Vorabend des  31. Tschernobyl-Jahrestag mit Zeitzeugenberichte und Kerzenaktion

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jum_7878-takashi-kunimoto Takashi Kunimoto / Fukushima

01Adam und Klaudia Varanets Tschernobyl  (Übersetzerin: Svetlana Margolina)

Pfarrer Stefan Lauer/ Diakon i.R. Paul Koch;

Dienstag 25.April, 21:00 h; Marktkirche, Goslar, Markt 1

Kerzenaktion am Vorabend des Tschernobyl-Jahrestag´s,  Pfarrerin Kirstin Müller

Mittwoch 26.April, 11:00 – 16:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Sonderpostamt zum Tschernobyl-Jahrestag.

Spezielle „Tschernobyl- und Fukushima-Briefmarken“ und Sonderstempel erhältlich.

IMG_20170222_Tschernobyl-Fukushima 70er EuAW-BS     „Individuelle Tschernobyl/Fukushima-Briefmarke“: Idee: Dr. Benno Dalhoff; Gestaltung: Wilfried Lerchstein.

stempel     umschlag„Sonderstempel und Schmuck-Briefumschlag“: Entwurf: Dr. Benno Dalhoff;  Grafische Realisierung: Martin Ellerkmann

Schmuckumschlag 001 Schmuck-Briefumschlag mit Briefmarke und Sonderstempel.  Set am Aktionstag: 3,- €

Mittwoch 26.April; 11:55 h; Salzgitter-Lebenstedt,Willy-Brandt-Str./ Konrad-Adenauer Str.

„Der Glaube ist der Anfang aller guten Werke“   (Martin Luther, 10.11.1483 – 18.02.1546)

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Andacht am Lutherbaum.

Foto LB  Predigt: Landesbischof Dr. Christoph Meyns.

Mit

jum_7878-takashi-kunimoto  Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto,

01  Tschernobyl-Zeitzeugen Adam und Klaudzija Varanets

IMG_7076Dolmetscherin: Svetlana Margolina). Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrer Rolf Adler (Umweltbeauftragter , Landeskirche Braunschweig), Pfarrer Dirk Westphal, Sozialdiakon i.R. Paul Koch mit Team.  Mit Enthüllung der neuen Stele „Lutherbaum“ durch Landesbischof Dr. Meyns und Oberbürgermeister Klingebiel. 

Stele Lutherbaum 001  Stele 001

Die Hinweis-Stele zum Lutherbaum wird kurz vor der Aktion in Baumnähe angebracht un im Laufe der Andacht von Landesbischof Dr. Meyns und Oberbürgermeister Klingebiel enthüllt.

Mittwoch 26.April, 19:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

Literatur  und   Musik – Geschichten unterm Kreu

Aus: „Tschernobyl –  Chronik der Zukunft“  (Svetlana Alexijewitsch).

DSCF0031Leser: Ralf Kleefeld;

mit Einspielung weißrussischer Folklore

Donnerstag 27. April bis Samstag 29. April; Konferenz-Center im BZV Medienhaus, Hintern Brüdern 23, 38100 Braunschweig

(Genauer Ablaufplan folgt. Derzeitiger Planungsstand abrufbar: 0531-88538803)

Vorträge, Workshops, Rahmenprogramm  * Gründung einer Bürger-Gesellschaft

Wohnen ohne Nebenkosten in netter Nachbarschaft, gemeinschaftlich, klimafreundlich, nachhaltig, bezahlbar

wohnen 001

Wohnen 002

REKA_Seminar April 2017_mail

In Kooperation mit dem gemeinnützigen Bürgerverein Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e.V. (reka). Anmeldung und aktuelle Infos unter http://www.r-eka.de und 0531-88538803

Freitag 28.April, 19:00 h; Trinitatiskirche Wolfenbüttel, Holzmarkt 1

EuAW 002

Podiums-Diskussion zum Abschluss der Ausstellungen:

„Entdeckung und Wirkung der Radioaktivität“

Begrüßung:  Pfarrer Stefan Lauer / Diakon i.R. Paul Koch

Kurz-Statement: Tschernobyl-Zeitzeugen Adam und Klaudia Varanets (Dolmetscherin: Svetlana Margolina).

Eingangsreferat:

Passfoto_2008_DSCF0019 (3)#Dr. Rainer Gellermann.    Rainer Gellermann ist Physiker. Er begann seine berufliche Tätigkeit in der Hydrogeologie, arbeitete später im Bereich Umweltschutz und ist inzwischen vor allem im  Strahlenschutz mit dem Schwerpunkt Radioökologie aktiv. Nebenberuflich befasst es sich mit den gesellschaftlichen Fragen seines Fachgebietes sowie der Endlagerung, auch im Zusammenhang mit der Asse. Er war von 2008 bis 2016 Mitglied der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK).

Der Strahlung kann man nicht ausweichen. Wenn man ihr begegnet, sollte man aber beide Augen offen halten.

Podium:

Fricke_02Rudolf Fricke,  Wolfenbüttel  (Lehrer i. R. / Historiker)

Forschungen zum Naturphänomen Radioaktivität und in der Folge damit beispiels-weise möglich gewordene Erkenntniszuwächse zu Strukturen der Materie oder technische, medizinische Nutzungen sind bis in die 1960er-Jahre von Euphorie getragen gewesen. Diese hat sich dann nicht etwa relativiert, sondern ist in eine regelrechte Radiophobie umgeschlagen. In dieser Umstimmung sind Trennschärfen bei der Betrachtung von Strahlen-expositionen und Risiken durch natürliche terrestrische und extraterrestrische Strahlung, durch Atomwaffenversuche, Kraftwerksunfälle, Radionuklide verarbeitende Betriebe und so weiter verloren gegangen. Man gewinnt aus Mahn und Informationsveranstaltungen gelegentlich den Eindruck, als sei die ionisierende Strahlung der Radioaktivität die Bedrohung für die Menschheit schlechthin. Bei dieser Stimmungslage wird es nicht möglich sein, Lösungs-bemühungen für Problemfälle zu einem breit akzeptierten Konsens zu führen.

Eisenberg W Neue Westfälische 120213-2039-hf1Dr. Winfrid Eisenberg,  Herford  (Kinderarzt i.R. /  IPPNW)

Je jünger ein Kind ist, desto schneller wächst es. Der Embryo, das Kind in den ersten Schwangerschaftswochen, wächst am schnellsten. Wachsen geschieht durch hohe Zellteilungsfrequenz. Zellen in den Teilungsphasen sind durch ionisierende Strahlen und Gifte jeder Art viel stärker gefährdet als ruhende Zellen. Das ist der Hauptgrund für die besondere Strahlensensibilität der Kinder. Für  Embryos bedeutet schon eine minimale Strahlenbelastung ein großes Risiko. 

2016-03-14 15.37.07Dr. Benno Dalhoff; Soest / NRW (BUND; Autor/Produzent  der Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“)

Der Strich der Natur ist zerbrochen!  Die Natur hat auf Grund der Erbinformation für jedes Lebewesen ein klar und eindeutig vorgegebenes Programm, das einen Organismus mit all seinen Charakteristika bestimmt. Es ist, als würde die Natur wie ein Künstler ein Lebewesen mit klarem Strich zeichnen. Treten allerdings Unregelmäßigkeiten im genetischen Programm auf, so kann der klare Strich der Natur außer Kontrolle geraten oder aber völlig zerbrechen mit z.T. fürchterlichen Konsequenzen für den betroffenen Organismus. Und genau diese Situation versuche ich in meinen Arbeiten darzustellen; denn als Naturschützer habe ich immer wieder feststellen müssen, dass alleinige Information in den Medien nur eine geringe Halbwertszeit besitzt, und man schnell wieder zur Tagesordnung übergeht. In meinen Bildern und Objekten richte ich daher den Fokus bewusst auf scheinbar unbedeutende Details, wie z.B. die strahlungsbedingte Veränderung (Mutation) eines Eichenblattes oder eines Schmetterlingsflügels. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass diese Veränderungen stellvertretend für die Zerbrechlichkeit allen Lebens auf der Erde stehen, und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres Planeten für uns und für kommende Generationen eine Überlebensaufgabe ist.                

Menge IMG_7950Jürgen Menge, Herzberg (Physiklehrer i.R. / Verein für Umweltschutz Herzberg e.V.)

Meine Erfahrung mit Tschernobyl: „Durch die Katastrophe von Tschernobyl ist meine Verantwortung für unsere Umwelt und die Zukunft meiner Kinder gewachsen. Jeder von uns sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten diese Verantwortung wahrnehmen.  Viele kleine Veränderungen können Großes bewirken.“

Portrait Michael Fuder Moderator: Michael Fuder

Musik: Chor Nadeshda

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Der Chor besteht seit 11 Jahren. Die Mitglieder sind Spätaussiedler aus Russland, Kasachstan und der Ukraine. Sie singen Volkslieder aus ihren Herkunftsländern. Ihre Kleidung haben sie selber entworfen und genäht.

 

Sonntag 07. Mai, 17:00 h;  Rathaus-Saal, Wolfenbüttel, Stadtmarkt 3-6 (angefragt)

asse-konzerte    Eröffnung der Asse-Konzerte 2017
„Und es ist das ewig Eine“ – Oper & Lyrik

 _mg_1617   Headshots Byron Knutson   img_0606

Hans Gröning (Bariton),                                        Byron Knutson (Klavier),  Anna Stieblich (Texte)

Weitere Infos unter: www.asse-konzerte.de

Eintritt frei, Spenden für Anti-Atom-Initiativen

euaw-bs-002  Die Ausstellung (en)

„Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima – Der Strich der Natur ist zerbrochen“

(Die Ausstellung will darauf hinweisen, dass wir niemals eine Technik verwenden dürfen, die wir nicht beherrschen. Schaut man sich die Bilder mit den menschlichen Tragödien aus Tschernobyl und Fukushima an, so wird mehr als deutlich, dass wir nur Technik nach menschlichem Maß verwenden dürfen.)

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„Das Kreuz von Asse und Konrad“

Die Ausstellung zeigt das Originalkreuz der Asse-Andachten und die Originalkreuze der Kontrad-Gottesdienste. Dazu eine Dokumentation über die kirchliche Arbeit im Zusammenhang mit der Asse – und der Konrad-Problematik.

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(Informationen über die Probleme mit der Asse II und Schacht Konrad aus Sicht der Bürgerinitiativen von AufpASSEn e.V. [Asse II-Roll-Up-Ausstellung]  und AG-Schacht Konrad [Info-Tafel])

„Entdeckung der Radioaktivität“

Die  Ausstellung weist auf Elster und Geitel hin, die als Wolfenbütteler Wissenschaftler (1854– 1923) maßgeblich an der Entdeckung der Radioaktivität beteiligt waren und mit anderen am Thema arbeitenden Wissenschaftlern welt weit kommunizierten.

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euaw-bs-002   Trägerkreis Region Braunschweig

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Der ökumenische Trägerkreis (Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und
Institutionen / Gremien / Arbeitsbereichen der
Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig,
nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“
Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare
Energie/ Windkraft und Landschaft“; Umweltbeauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde.) beteiligt sich seit 2013 an den vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EuAW) in der Region Braunschweig.
Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und
Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische
Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region stärker auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen.
Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit (am Vorabend des Tschernobyl-Jahrestages [25.4.]) alle an den Aktionswochen aktiv beteiligte eine Kerzenaktion (europaweit) durchführen.
Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammenarbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft der nachfolgenden Generation verpflichtet.
Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ bzw. das
Bewusstsein das unsere Erde vor Ausbeutung geschützt werden muss. In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungsvollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn  Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Flyer zum Selbstverständnis des Trägerkreises hier:tragerkreis-euaw-selbstverstandnis-flyer-3-spaltig-29-11-2015

euaw-bs-002  Kooperationspartner (folgt)

 

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2 Antworten zu EuAW 2017 / Region Braunschweig

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